Früher und Heute III

Vermutlich – so meine feste Überzeugung – kommt die berühmte Angst vor dem leeren Blatt aus längst vergangener Zeit, als die Schreibenden keine Möglichkeit hatten, mit dem Ablenkungspotential des Internets in Kontakt zu kommen.

Wenn ich jetzt vor einer leeren Wordseite sitze, steuert mein juckender Finger die Maus, äh den Trackpoint, mal fix in die Schnellstartleiste und klickt ganz von selbst auf das kleine Browsericon. Bei Safari muss man noch nicht mal umständlich Favouritenordner und Linkregister über die Menüleiste ausklappen. Dort liegen die gängigen Applikationen und Lesezeichen benutzerdefiniert schon auf der Broweseroberfläche. Ein Klick genügt und man ist bei [Soziales Netzwerk], [Onlineenzyklopädie] oder im Newsfeed von [Onlinenachrichtenportal].

Es fällt zwar nicht auf, dass man Angst vor dem leeren Blatt – oder dem leeren Bildschirm – hat,

das Ergebnis ist aber dasselbe.


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