Stand der Dinge
“Wieviele Seiten haste denn jetzt schon geschrieben?” werde ich oft gefragt. Zeit also, mal Kassensturz zu machen. Antwort: drei. Also die Einleitung habe ich schon mal. Da man die aber bekanntlich erst zum Schluß schreibt, habe ich oberflächlich betrachtet noch nichts Zählbares. Aber der Reihe nach.
Bei Hausarbeiten habe ich immer erst Literatur gesammelt, queer gelesen, Texte aussortiert, dann intensiver gelesen, Notizen gemacht. Zeitlich gestrafft, zwei, drei Tage von morgens um acht bis abends elf am Schreibtisch. Bis eben irgendwann ein Berg von Notizen und Querverweisen da war, der dann vorstrukturiert wurde und schlußendlich in ein, maximal zwei Tagen zusammengetragen und verschriftlicht wurde. Das war relativ einfach. Aber das waren ja nie mehr als 20 Seiten, da kann man das schon mal machen. Persönlich empfundener Vorteil: man ist beim Schreiben so sehr drin, dass irgendwie alles logisch aufeinander aufbauen kann. Häppchenweise arbeiten, also über Wochen hinweg gleichzeitig lesen und schreiben war nie mein Ding. Drei, vier Tage, ratzfatz fertig.
Jetzt ist das natürlich was anderes. Und trotzdem kann ich meine Methode nicht ablegen, erst zu lesen und dann zu schreiben. Das führte in den vergangenen Wochen zu erhöhtem Frust, den Deckel nicht zu finden auf dieses auch leider sehr bodenlose Fass von Literatursuche und -sichtung. Aber der Großteil ist vermutlich gelesen, zumindest das fürs grobe Argumentationsgerüst. Die Details für die Theorieuntermauerung kommen nach der Analyse der Daten (Henne und Ei lassen aber grüßen: anhand welcher Parameter soll ich die Daten denn sortieren und analysieren? Welche Daten sind aufgrund meiner Parameter überhaupt verwertbar?). Fürs erste ist wohl mal Richtfest.
Also nach Weihnachten tipp ich mir die Finger wund!
Max Said,
10. Januar, 2010 @ 13:29
Wie geht es Deinen Fingern? Hoffe Du hast bald Bergfest oder Humpday, um anglophon zu bleiben.
suz Said,
10. Januar, 2010 @ 21:21
Mein Wordcount ist kein Maßstab. Ich bin noch bei den Daten. Geschrieben wird zum Schluss. Danke fürs anhaltende Interesse!