Motivationsbooster
Bereits hier schrieb ich davon, dass zwischen dem Gefühl von der Produktion langweiliger Blafaselei und gefühlter Weltrettung manchmal emotional nur Stunden liegen.
Dass mit dem langweiligen Blafasel habe ich bereits vor drei, vier Wochen ad acta gelegt. Auf das damalige Hochgefühl empfundener Brillianz folgte am nächsten Tag zwar der Seelenkater. Am allgemeinen Gefühl, dass ich was ordentliches abgeben werde, hat sich allerdings nichts geändert. Nur: die Überwindung, einfach weiter zu machen – immer weiter zu machen, gleich, was sich einem in den Weg stellt – steht auf einem anderen Blatt.
Eine mögliche Abhilfe für innere Unruhe kann die Einnahme einer Überdosis Baldrian sein. Auch extrem effektiv, aus dem Selbstversuch: Kleine Gewohnheiten ändern. Den Wecker mal woanders hinstellen, mal verkehrt herum im Bett schlafen (und sich beim Aufwachen wundern, was anders ist, anstatt sich einfach noch mal umzudrehen). Zur Uni laufen, statt die U-Bahn zu nehmen (hier: Barmbek-Süd nach Rotherbaum). Eine längst aussortierte Jacke tragen. Sich auch für einen Tatort aus den 90ern begeistern lassen (hier: Stöver/Brockmöller).
Oder sich von einem lieben Menschen eine unerwartete Freude machen lassen.