Mein Tag hat 28 Stunden

Andere träumen davon – ich lebe es. Mein Tag hat 28 Stunden.

Ich bin aus gesundheitlichen Gründen seit fast zwei Jahren auf Medikamente angewiesen, die mein Schlafbedürfnis erheblich erhöhen. Das führt aber leider (oder glücklicherweise) nicht dazu, dass sich meine Wachphasen porportional verkürzen. Soll heißen: auf benötigte Schlafphasen von 10 Stunden folgen 18 Stunden, in denen ich teilweise quietschfidel bin. Die Wachphasen einfach auf 14 Stunden zu kürzen funktioniert nicht.

Die Schlaf-Wach-Rhythmus-Experimente der letzten Monate, also die Versuche, meinen Tagesablauf in einen 24-Stunden-Modus zu pressen, sind gescheitert. In den letzten drei Monaten habe ich mich jeden Morgen um halb acht per Telefonanruf wecken lassen müssen (“quatschen bis die Kaffeemaschine läuft”), um überhaupt wach zu werden. Wie gesagt, nicht weil ich faul bin – ich wache einfach nicht von selbst auf.

Angefangen hat es letzte Woche. Ich war vor 16 Uhr zu gar nichts zu gebrauchen, aber um 20 Uhr schon wieder so erschöpft, vor allem mental von wochenlangen unnatürlichen Wachphasen irgendwie zermürbt, dass die Frustration über das gar-nicht-Vorankommen überhand genommen hat. Also: was anderes ausprobieren! Derzeit gebe ich mich der Natürlichkeit meines Körpers hin. Schlafen wenn ich müde bin – und Aufstehen, wenn ich wach werde. Und zwar von selbst.

Und morgen werde ich vermutlich kein Tageslicht sehen.

3 Kommentare »

  1. Max Said,

    20. Februar, 2010 @ 12:37

    Kommt mir irgendwie bekannt vor!

  2. mrxls Said,

    28. April, 2010 @ 15:52

    schlecht schlafen ist nicht gut…. aber mit einem 28 Stunden tag kann man schon gut auskommen… vor allem mit dem xkcd-schema ;)

    http://xkcd.com/320/

    gruß

  3. suz Said,

    29. April, 2010 @ 21:02

    Wie geil :)

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