Nachtrag: Vergängliche Berühmtheit
Einige Kommentatoren im Bestatterweblog wollten ja wissen, wie sich die Verlinkung auf meine Zugriffstatistik ausgewirkt hat. Und ich versprach, hier einen kleinen Nachtrag zu liefern. Offenbar habe ich meine Leser seit dem Umzug von wordpress.com auf den Host von extraflach.de im letzten Juli unterschätzt. Verabschiedet hatte ich mich von WordPress und seinem eingebauten Zugriffszähler beim Stand von etwa 15-30 täglichen Lesern. (So wenig interessiere ich mich übrigens für diese Art der Statistik.)
Natürlich lügt jede Statistik. Aber seit Toms Verlinkung haben sich die Besucherzahlen verzehntfacht (egal, ob man den Page Views oder den Sessions glauben will), von etwa 100-130 täglich auf über 1200 (Sessions). Bestatterweblog.de macht im April 2010 bisher 75% aller Referrer-URLs aus. In drei Tagen liefen hier fast 60% des Traffics für einen Monat auf. Heute, zwei Tage nach der Verlinkung, scheint sich die Besucherzahl bei 300 einzupendeln. Berühmtheit ist vergänglich.
Das sind keine Welten, aber irgendwie würde es mich freuen, wenn mir ein paar davon die Stange halten. Hier geht es eigentlich grundsätzlich um linguistische Themen, als Hybridblog zwischen Themenseite und Tagebuch der mittlerweile abgegebenen Magisterarbeit. Wer Interesse an einem sprachwissenschaftlich fundierte(re)m Blog hat, dem seien das Language Log (Englisch) oder Anatol Stefanowitschs Sprachblog (Deutsch) empfohlen. Ich versuche weitgehend auf zu spezielle Themen zu verzichten, der Fokus liegt oft, aber nicht nur, auf dem Unterhaltungswert. Dennoch möchte ich gerne einen manchmal amüsanten Einblick in die Linguistik geben – aus meiner ganz persönlichen Sicht, und so, dass man versteht, dass wir von der Sprachwissenschaft alle profitieren können. Also nur für den Fall, dass ihr den Linguisten eures Vertrauens fragen wollt: “Hä? Was soll denn Forschung auf dem Gebiet?!?”
Viel Spaß.
Im Übrigen möchte ich hier ganz herzlich die Besucher von den Keeling Islands, aus Malaysia und Papgua-Neuguinea grüßen, sowie den Bot-Agenten des amerikanischen Militärs.
TweetSchlagworte: Bestatterweblog, Page Views, Referrer, Sessions, Zugriffsstatistiken



5. Mai 2010 um 21:18 Uhr
*lach*
22. Mai 2010 um 10:45 Uhr
Vergiss die Statistiken. Ich liebe zwar Mathe, aber Stats sind Nix sagender Müll. Komischerweis liebe ich aber auch Sprache, besonders seitdem ich erkannte, dass gerade unsere romanischen Sprachen den ähnlichen Regeln folgen wie Mathematik, also logischen Regeln. Gut, es gibt nervige ‘Ausnahmen’, die man lernen muss, aber einige Axiome kann manx auch nur versuchen zu akzeptieren, obwohl sie unlogisch sind. Hier das billigste: zwei Parallelen kreuzen sich in der Unendlichkeit. Warum das so ist kapiere ich nicht, aber ich kann damit arbeiten.
Ach so, mein Interesse an Sprache ist der Grund warum ich bei Dir lese. Klar bin ich als Laie oft ge-, aber selten über
überfordert. Das ist nun auch eine Gabe Anderen Zugang zu einem Fachgebiet zu eröffnen, statt in unverständlichen Sätzen seinem Fachwissen zu huldigen. Chapeau!