Gleich geht’s weiter…
Liebe tráchtas-Freunde,
es tut mir in der Seele weh, nach dem neuen Ansturm potentieller Leser hier erst mal eine kleine Pause einlegen zu müssen. Ich war zehn Tage im Urlaub, oder – wie meine Mutter meinte – auf “Lesereise” (die erste Konferenz). Es waren tolle Tage in Mainz, überschattet nur von meiner zwölfstündigen Stipvisite in der Notaufnahme der dortigen Uniklinik (alles [wieder] in Ordnung!).
Die Vorträge, bzw. welche ich davon noch mitbekam, waren großartig – darauf werde ich die Tage auch noch im Einzelnen eingehen: der (zeitliche) Spannungsbogen zwischen sexistischer Darstellung von Frauen in Wörterbüchern und der wenig politisch-korrekten, da ikonischen Wortbildung in Gebärdensprachen. Und was passiert, wenn man sich auf eine streitbare These über Menschenrechte und die europäischen Sprachencharta freut und eine “Leichtlernsprache” serviert bekommt. Außerdem sind in den letzten Tagen auffällig viele Freunde einer Facebook-Gruppe “Don’t bring me on the palm, with me is not good cherry eating” beigetreten. Das muss natürlich auch noch kommentiert werden.
Letzte Woche habe ich – ENDLICH – einen neuen Job bekommen (finanziell bin ich eh schon erledigt, gerade glotzt mich die zweite Mahnung meines Vermieters an). Die Planung dort und die zusätzliche Belastung wird meinen sehr ambitionierten Magisterpfrüfungszeitplan vermutlich wie einen Südseeurlaub aussehen lassen. Immerhin habe ich mir vorgenommen, die Prüfungen, für die ich theoretisch noch bis Januar 2011 Zeit habe, in den nächsten acht Wochen durchzuhauen, beginnend mit zwei Klausuren am 18. und 19. Juni. Ausreichend Zeit einplanen ist was für Anfänger.
Aber hier geht’s auch bald weiter. Für die kleine Auszeit vom Südseeurlaub.
TweetSchlagworte: 47. StuTS, Arbeitsbelastung, Klausur, Konferenz, Leichtlernsprache, Magisterprüfung, Mainz, Nebenjob, Urlaub



27. Mai 2010 um 21:16 Uhr
Oh je, Du Ärmste!
Da drück ich mal alle verfügbaren Daumen, dass Du das schaffst…
Denk einfach dran: Zumindest die Prüfungszeit ist begrenzt, das Ende absehbar… *Tschakka!* Augen zu – und durch!
Bekommst Du die Kosten der Teilnahme an der Konferenz ersetzt (ist ja bei manchen Unis äh… ein Problem)?
Und warum wolltest Du unbedingt auch noch medizinische Studien einlegen??? *grübel*
*hug*
28. Mai 2010 um 08:07 Uhr
Bis auf die Stipvisite hört sich das klasse an. Ich bin gespannt. Die Themen hören sich prima an…
28. Mai 2010 um 21:39 Uhr
Oh oh,
die Notaufnahme habe ich zum Glück bisher auch nur einmal von innen gesehen. Und zwar kurz vor der Zwischenprüfung (kennen die Bachelors ja gar nicht mehr). Ich war mit den Nerven ja so was von fertig und am Ende! (Witzigerweise wurde mein Anfall von dem netten jungen Arzt auf Brad Pitt geschoben…Aber mehr verrate ich an dieser Stelle lieber nicht…)
Ich hoffe bei dir war es nichts Ernstes.
Dann drücke ich auch mal alle Daumen für die Prüfungen. Wir JapanologInnen sagen an dieser Stelle immer:
頑張ってください!
Grüße,
Chisa
1. Juni 2010 um 20:40 Uhr
18. und 19. Juni? Gebongt! Wo muss ich mich mit der Flasche Sekt hinstellen? Ach ne, ich bin ja zu der Zeit in Hannover. Mist.
Na dann hau den Scheiß mal durch! Du packst das!
4. Juni 2010 um 09:26 Uhr
@simop: Gute Frage, aber nein, glaube leider nicht, das war ja eine Konferenz “zum Spaß” – bei Doktoranden bekommt man das wohl auch ersetzt. War jetzt auch nicht unbedingt das große Loch, das es gerissen hat – bin finanziell mit der Gesamtsituation unzufrieden
4. Juni 2010 um 09:30 Uhr
@max: ist ja glücklicherweise auch alles wieder i.O. – mir war aber noch nie in meinem Leben sooooo schlecht! Und entgegen der vorwurfsvollen Blicke der Mainzer Unikrankenschwestern war’s nicht der Alkohol
. Was es genau war, keine Ahnung!
@chisa: ist ja süß, Danke! Mehr Sprachen für ein Sprachblog!
@mella: na klar, schaff ich das – sonst hätte ich mir dieses Programm ja nicht auferlegt. Aber die Idee mit dem Sekt ist gut, ich stupse mal die lokale Abordnung an…
12. Juni 2010 um 15:47 Uhr
Auch wenn es lang gedauert hat, bis ich nochmal antworte: Dann trete Deine Uni in… ach, wohin du magst – ein Student, der seine Studienarbeit bei meinem Kollegen gemacht hat, darf jetzt mit auf eine Konferenz nach Istambul und kriegt (aus verschiedenen Töpfen zusammengeklaubt) dank des Engagements unseres Chefs und meines Kollegen die Kosten ersetzt, normalerweise wäre es nämlich bei uns genauso. Aber es stehen immer irgendwelche versteckten Budgets zur Verfügung, die man anzapfen kann – wenn man nur genug Engagement zeigt (nicht seitens des Studenten, sondern seitens der Lehrstühle)…
*immernochDaumenfürPrüfungendrückend*
*inErmangelungeinesdrittenDaumensZehenkrümmendfüreineBesserungderfinanziellenSituation*
17. Juni 2010 um 10:35 Uhr
Nein, da hast du was missverstanden. Ich bin ja kein Angestellter der Uni, und wurde von der Uni auch nicht ermutigt, es zu machen. Es war auch eine studentische Tagung, da glaube ich nicht, dass es dafür Töpfe gibt. Als Doktorand sieht das vermutlich anders aus – da hat die Uni ja ein Interesse daran, dass du sie vertrittst. Aber private Interessen eines Magisterstudenten zählen nicht dazu. Da brauche ich es auch gar nicht versuchen (kam mir auch nie in den Sinn). Andererseits waren die Kosten ja auch sehr überschaubar: 15 Euronen Teilnehmerbeitrag, Logie in guter studentenmanier in Seminarräumen der Uni und Fressalien teilweise aus Sponsorengeldern, der andere Teil aus dem örtlichen Supermarkt. Anreise war in meinem Fall durch eine zeitnah stattfindende Familienfeier gedeckt. Ich hab also keinen Grund, finanziell zu jammern
17. Juni 2010 um 10:36 Uhr
Ach ja: und nach meiner Stipvisite in der Uniklinik wurde ich durch Mitglieder des Orgateams für drei Tage aufgenommen. Luxus! (Vielen Dank an dieser Stelle!)