Archiv für Juni 2010

Mehrsprachigkeit, Sprachpolitik, EU

Freitag, 18. Juni 2010

Fragt man Menschen, welches eines der größten Probleme der EU ist, verwette ich meinen Arsch darauf, dass 80% der Leute sagen: “Die EU hat ein Sprachproblem”. Vermutlich dürfte die Antwort auf die Frage aber auch konjunkturellen Schwankungen unterliegen und derzeit mit “Griechenland”, “(T)Euro” oder “Hä? EU?” konkurrieren. Aber konzentrieren wir uns auf Europas “Sprachproblem”. (weiterlesen …)

Verschwörungsverdacht T -1

Donnerstag, 17. Juni 2010

Ich glaube, ich werde morgen und/oder übermorgen im Klausurraum einem Angehörigen, Bekannten oder Erpresser eines Mitarbeiters der Deutschen Flugsicherung und/oder des Towers am Flughafen Hamburg begegnen.

Seit drei Tagen wird ohne Not über die Stadt angeflogen (zur Not-Bewertung zählen Wetterbedingungen, wie man sie hier vorfand*). Ohne Not, denn der einzige Luftzug, der die letzten Tage in Hamburg für eine steife Brise sorgt, wird vom Ventilator in meiner Dachgeschosswohnung erzeugt. Derweil werfen die Nubsis, die an den Leitwerken nach hinten abstehen, alle fünf Minuten Schatten auf meine Notizzettel.

Schiebung! Ab 09.00 Uhr wird zurückgetreten!

*Genau genommen ist jener Anflug auf der für solche Wetterverhältnisse eher ungeeigneten Ost-West-Landebahn über Langenhorn erfolgt. Alles andere flog an diesem Tag sinnigerweise über Barmbek/Winterhude/Alsterdorf.

Feiertag?

Freitag, 4. Juni 2010

Ich bin normalerweise kein Anglizismenjäger. Im Gegenteil: meine Grundmeinung ist, dass die meisten der vielgescholtenen Lehnwörter unser Lexikon bereichern, weil sie in vielen Fällen eben keine direkten Synonyme ihrer deutschen “Entsprechungen” sind. So ist ein Loser nicht immer ein Verlierer und shoppen ist nicht gleich einkaufen. In anderen Fällen wirkt das “alte” deutsche Wort doch arg holprig oder antiquiert: Verabredung für Date (welche auch wiederum nicht komplett synonym sind, aber gut) oder E-Post für E-Mail. Das bedeutet nicht, dass mein Wortschatz mit “Fremd”wörtern durchsetzt ist – ich nutze überwiegend Rechner statt Computer, Lied statt Song oder Besprechung für Meeting. Das ist aber meine persönliche Wortwahl – und es muss schon viel passieren, bevor ich Anglizismen für unerträglich halte.

Gestern war’s dann doch mal soweit. (weiterlesen …)