[AdJ 2011] Der Kreisläufer: circlen

Für die­sen Kan­di­da­ten eigne ich mich viel­leicht ganz gut: Ich habe zwar ein Konto bei Google+, weil ich nach aus­blei­ben­den Ein­la­dun­gen ganz stolz war, dass ich mich selbst anmel­den konnte. Ich bin aber in kei­nem seine oder ihre Kreise, habe noch nie­man­den ein­ge­kreist (haka!) und nutze Google+ nur dann zur kurz­fris­ti­gen Egopf­lege, wenn ein Link auf meine Seite geht. Ich bin also irgend­wie unvor­ein­ge­nom­men, was cir­clen angeht - in die eine, wie in die andere Rich­tung. Dafür müs­sen Sie mir im Umkehr­schluss die eine oder andere Unge­nau­ig­keit zu tech­ni­schen Funk­tio­nen bei Google+ nach­se­hen, ja?

Die Nomi­nie­rung für cir­clen kommt von Han­nes:

Ich schlage »cir­clen” vor. Es umschreibt das “ein­krei­sen” einer Per­son in einen vir­tu­el­len Per­so­nen­kreis auf Google+ – http://www.plus.google.com. Damit reiht es sich her­vor­ra­gend in die bereits seit Jah­ren übli­che Ver­wen­dung von anglo-amerikanischen Web2.0-Begriffen, wie z.B. “liken” oder “sharen”.

(ver­wen­det in vie­len Blogs und Bei­trä­gen in und um G+, z.B. hier.)

impala sieht die Nomi­nie­rung skep­tisch und meint:

cir­clen habe ich noch nie gehört und ich habe sogar einen Account bei google+. Eine kurze Google-Recherche bestä­tigt mei­nen Ver­dacht, dass das Wort so gut wie nicht gebraucht wird.

Dass alle Nomi­nie­run­gen mehr oder weni­ger vom Risiko des »kenn ich nicht!« bedroht sind, liegt in der Natur der Sache, den Nomi­nie­rungs­kri­te­rien und einer gewis­sen nicht-gesehenen Sub­jek­ti­vi­tät. So ant­wor­tet Jan dementsprechend:

Ich benutze das Wort cir­clen und lese es auch häufig.

Das inspi­rierte impala wie­derum zu einer Suche:

Wenn Sie via Google auf deut­schen Web­sei­ten nach dem Wort cir­clen suchen, erhal­ten Sie unge­fähr 5.120 Ergeb­nisse, wovon einige auch Datei­na­men wie “cir­cleN” sind. Die tat­säch­li­che Zahl ist also nied­ri­ger. Natür­lich schließt diese Suche Fle­xi­ons­for­men des Wor­tes aus, aber selbst wenn man nach die­sen sucht und sie mit lea­ken oder liken ver­gleicht, wird deut­lich, dass das Wort kaum Ein­gang in den all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch gefun­den hat:

lea­ken: ca. 99.000
liken: ca. 1.350.000 (hier sind aller­dings viele Wör­ter­buch­ein­träge mit­ge­zählt sowie Eigen­na­men etc.)
cir­clen: ca. 5.120

gele­akt (oder in Mischor­tho­gra­phie geleaked): 458.000 (354.000)
gelikt (oder in Mischor­tho­gra­phie geli­ked): 6.550 (109.000)
gecir­celt (oder gecir­clet oder gecir­cled): 1.170 (320; 494)

Die Zah­len spre­chen glaube ich für sich.

Tun sie das?

Nein. Aber begin­nen wir am Anfang.

Das Wort

cir­clen im Deut­schen ist ein Lehn­verb und eine Ein­bür­ge­rung von to cir­cle auf Google+-Basis. Es bezeich­net in die­sem Netz­werk das Hin­zu­fü­gen einer ande­ren Per­son zu den eige­nen »Krei­sen« (engl. cir­cles), wel­che man the­ma­tisch, also etwa nach Freun­den, Geschäfts­part­nern, Kol­le­gen oder wie auch immer anord­nen kann. Im Unter­schied zu Face­book muss die­ses Hin­zu­fü­gen nicht auf Gegen­sei­tig­keit beru­hen (Face­book ver­folgt seit­her ja eine ähn­li­che Stra­te­gie mit einer Timeline-ähnlichen Funk­tion, sub­scribe). Dann kann man seine Inhalte nur für bestimmte Kreise sicht­bar machen. Fast wie im ech­ten Leben, also wenn man an so Sprü­che denke wie in gewis­sen Krei­sen spricht man schon über

Cir­celn (v.) ist also eine Deri­va­tion von Cir­cles (n.) - im Eng­li­schen war’s eine Kon­ver­sion: cir­cle > to cir­cle. Wo kommt’s her? Das hab ich mich natür­lich gefragt - und hab mal wie­der beim OED vor­bei­ge­se­hen, weil ich wis­sen wollte, ob die Bedeu­tung von »in gewis­sen Krei­sen« auch im Eng­li­schen von cir­cle (n.) abge­deckt ist. Das könnte hier aber ähn­lich unüber­sicht­lich wer­den, wie bei mas­ter. Offen­bar eig­net sich die Kreis-Metapher für sehr, sehr viel ver­sprach­lich­bare Wahr­neh­mung. Um die Geschichte abzu­kür­zen - ja, tut es:

21.a.
A num­ber of per­sons united by acquain­tance, com­mon sen­ti­ments, inte­rests, etc.; a ‘set’ or cote­rie; a class or divi­sion of society, con­sis­ting of per­sons who asso­ciate together.

[Eine Gruppe von Per­so­nen, die durch Bekannt­schaft, gemein­same Ansich­ten, Inter­es­sen etc. ver­bun­den ist, ›[Kreise]‹ oder Seil­schaf­ten, eine gesell­schaft­li­che Klasse oder Ein­heit, die zusam­men gehört.]

Der Ursprung wird hier sowohl mit ger­ma­nisch ange­ge­ben, von cir­cul (Alteng­lisch, Astro­no­mie), als auch mit lateinisch-romanisch, cir­cu­lus (lat.) und cer­cle (fr.). Bei uns gibt es das Kognat als zir­kil schon im Alt­hoch­deut­schen im 9. Jahr­hun­dert als Instru­ment fürs Kreis­ma­len. Die Bedeu­tung des Per­so­nen­krei­ses war im 18. Jahr­hun­dert bei uns gar ein Gal­li­zis­mus (für alles: Ety­mo­lo­gie­ein­trag im DWDS, Zir­kel, nach Pfeifer):

Die Bedeu­tung ‘zu Gesel­lig­keit oder zur Wahr­neh­mung gemein­sa­mer Inter­es­sen sich ver­sam­melnde Men­schen­gruppe’ (1. Hälfte 18. Jh.) steht unter dem Ein­fluß von frz. cer­cle ‘in einem Salon ver­sam­melte Per­so­nen, Klub, Ver­ei­ni­gung Gleich­ge­sinn­ter’ (zunächst ‘um den König oder die Köni­gin ver­sam­mel­ter Kreis von Ver­trau­ten’, aus lat. cir­cu­lus im Sinne von ‘Per­so­nen­kreis, Gruppe’), das selbst Ende des 18. Jhs. in der Form Cer­cle über­nom­men und zeit­wei­lig (bis ins 19. Jh.) neben Zir­kel gebraucht wird. Die­ses lebt in neu­es­ter Zeit vor allem als ‘Kreis von Ler­nen­den, Lehr­gang, Kur­sus’ (19. Jh.) weiter.

Aus­gang die­ser Über­le­gun­gen und des Exkur­ses war näm­lich die Tat­sa­che, dass ich Cir­cel in genau die­ser Schreib­weise und in der Bedeu­tung ›gesell­schaft­li­cher Kreise‹ im Zei­tungs­kor­pus (bei Cosmas II) aus dem Jahr 1996 fand, als ich nach circ*suchte:

Tat­säch­lich fand die UNO-Menschenrechtsbeauftragte für Bos­nien, die frü­here fin­ni­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Eli­sa­beth Rehn, ges­tern in Wie­ner Cir­celn auf­fal­lend mode­rate Ver­tei­di­gungs­worte für die Ser­ben[.] (Ober­ös­ter­rei­chi­sche Nach­rich­ten, X96/JUL.12685)

Aber jetzt scheint man in gewis­sen Cir­celn unse­res Außen­mi­nis­te­ri­ums so arro­gant zu sein, daß man die Tiro­ler Lan­des­po­li­tik, die bis­her letzt­lich, zumin­dest was Süd­ti­rol betrifft, mit der Außen­po­li­tik des Bun­des über­ein­stimmte, ver­höh­nen darf, indem man ein­fach auf die Schutz­macht­funk­tion unse­rer Repu­blik für Süd­ti­rol ver­zich­tet (oder ver­gißt?). (Die Presse, P96/MAR.12830)

Ins­ge­samt gibt es drei Belege aus den Ober­ös­ter­rei­chi­schen Nach­rich­ten und den einen aus Die Presse, was mich zu der Annahme ver­lei­tete, es han­dele sich um einen Aus­tria­zis­mus, aber ver­mut­lich nur in der Schreib­weise. Belege aus der deut­schen Presse sind zahl­reich, nur eben mit Zirkel(n), ein Beleg soll mal genü­gen (z.B. aus dem Kern­kor­pus, DWDS):

Das ius san­gui­nis, das Abstam­mungs­prin­zip, war kein Code­wort eli­tä­rer Zir­kel, es offen­barte sich lang­fris­tig auch in (fast) jeder Zei­tung. (27.09.1996, Die Zeit)

So, jetzt sind wir beim Verb. Da ist es natür­lich etwas kom­pli­zier­ter - das ›direkte‹ Kognat von to cir­cle, zir­keln beschränkt sich über­wie­gend auf:

zir­keln Vb. ‘mit dem Zir­kel zeich­nen, abmes­sen’ (älter auch ‘krei­sen, sich dre­hen’), über­tra­gen ‘mit Sorg­falt und Genau­ig­keit abmes­sen, ent­wer­fen, aus­ar­bei­ten’, mhd. zir­keln ‘mit dem Zir­kel mes­sen, nach dem Zir­kel­maß ver­fer­ti­gen’ (spätmhd. auch ‘als Wache die Runde machen’);  (DWDS, Zir­kel)

Man kennt zir­keln ja noch aus dem Fuß­ball­sprech: Er zir­kelt den Frei­stoß um die Mauer, in sowas wie gezir­kelte Spitz­fin­dig­kei­ten (DWDS) oder vom Zir­kel­trai­ning (als Nomen). Die direkte Ver­bin­dung zu (ein)kreisen, dem ›erwei­ter­ten‹ Kognat von to (en)circle, ist es also nicht. Oder anders: wir dif­fe­ren­zie­ren an die­ser Stelle. Aber die ganze seman­ti­sche Ver­bin­dung ist natür­lich gege­ben mit die­sen gan­zen Krei­sen überall.

Wem noch nicht schwind­lig ist: cir­clen kommt zu uns und bringt also prak­ti­sch­wer­weise Dif­fe­ren­zie­rungs­po­ten­tial mit. Anders als bei den meis­ten bis­he­ri­gen Kan­di­da­ten, die hier bei mir dis­ku­tiert wur­den, eig­net sich cir­celn her­vor­a­gend dazu, das abzu­de­cken, was weder die Kognate krei­sen, ein­krei­sen und schon gar nicht zir­keln leis­ten kön­nen. Zwar kam auch erst mit Google+ das Kon­zept von »mei­nen Krei­sen im Netz« wirk­lich defi­niert und tech­nisch kon­zen­triert auf den Bild­schirm oder war vor­her je nach Netz­werk mit adden oder fri­en­den dem Netz­werk ent­spre­chend gut abge­deckt - aber ich würde mal sagen: Kri­te­rium erfüllt. Und anders als Kris­tin für adden fest­ge­stellt hat (»hat 2011 nichts Beson­de­res geleis­tet«), hat cir­clen ein­fach die Gnade der 2011er-Geburt.

Die Aktua­li­tät

Google+ star­tete im Juni 2011. Ende der Durchsage.

Die Ver­brei­tung und Integration

So, zum Schluss kom­men wir zum Kri­tik­punkt der man­geln­den Ver­brei­tung zurück, den AdJ-Leser/-in impala geäu­ßert hatte: Das Wort sei zu sel­ten. Ich denke, hier müs­sen wir aber cir­clen gegen­über fair bleiben.

Die nak­ten Zah­len, die impala anführt, sagen näm­lich ledig­lich erst­mal, dass lea­ken bzw. Wiki­leaks - obächtle! - wei­tere Kreise gezo­gen hat und lea­ken natür­lich viel all­ge­mei­ner auf meh­rere Kon­texte anwend­bar ist. Außer­dem sollte man nicht ver­ges­sen, dass cir­clen bis­her nur ein hal­bes Jahr Zeit hatte, sich zu eta­blie­ren - wenn man dann noch die Such­an­frage für lea­ken und seine flek­tier­ten For­men auf 2010 beschränkt, wer­den auch dort die Ergeb­nis­zah­len gerin­ger. Natür­lich ist es rich­tig, dass gecirclet/-d nicht auf ähn­li­che Zah­len kom­men kann, wie lea­ken. Das hat auch noch einen Anwen­dungs­grund: Bei Wiki­leaks ging es näm­lich um das Lea­ken an sich, bei Google+ aber nicht ums cir­clen, son­dern mehr um die Poten­tiale des neuen Netzwerks.

Trotz die­ser Über­le­gun­gen: die Zah­len sind gar nicht so mau, wie impala sie gefun­den hat. Er/sie schreibt, dass die Tref­fer »auf deut­schen Web­sei­ten« gefun­den wur­den, ver­mut­lich mit der Anfrage site:de. Das ist aber womög­lich der fal­sche Ansatz. Unter der Annahme, dass gecircelt/gecirclet/gecirceld/gecircled mor­pho­lo­gisch durch das Par­ti­zip Prä­fix ge- recht zuver­läs­sig auf eine deutsch­spra­chige Text­um­ge­bung hin­weist, wei­ten wir die Suche auf alles von Google aus. Und siehe da: Allein auf der ers­ten Ergeb­nis­seite kamen bei drei Stich­pro­ben in ver­schie­de­nen Schreib­wei­sen etwa 8 von 10 Tref­fern von ande­ren Top­le­vel­do­mains (.fm, .com), davon meist gut die Hälfte direkt aus Google+ selbst (.com).

Die Nie­der­län­der kom­men uns mit einer ähn­li­chen Mor­pho­lo­gie in die Quere (stich­pro­ben­ar­tig über­prüft für eine .nl-Suche z.B. 4 Tref­fer für gecir­celt und 39 für gecir­cled). Das ist natür­lich die Apfel-Birnen-Saga, zeigt uns aber, dass nie­der­län­di­sche Tref­fer nicht aus­rei­chend aus den .com-Treffern raus­ge­fil­tert wer­den kön­nen. Aber für einen Ein­blick in die Häu­fig­keit und Ver­brei­tung von cir­clen muss es halt schlicht rei­chen (Trust Google sear­ches with a pinch of salt). Eine all­ge­meine Anfrage und eine mit den flek­tier­ten For­men löst übri­gens auch das Pro­blem der Gra­fi­ken­dung cir­leN, das zumin­dest so häu­fig oder beliebt zu sein scheint, dass sie schon die ers­ten Tref­fer­sei­ten verdünnt.

So kom­men wir auf fol­gende Nähe­rungs­werte (Gesamt-Google, gesam­ter Zeitraum):

  • gecir­celt: 9,030
  • gecir­cled: 4,890
  • gecir­celd: 1,130
  • gecir­clet: 400

Nähe­rungs­er­geb­nisse für circlen/circeln (hier aber site:de, 28.06.-31.12.2011):

  • cir­clen: 15,300
  • cir­celn: 61

Hier sind wie immer die abso­lu­ten Zah­len nicht so ent­schei­dend, son­dern die Ver­hält­nisse zwi­schen den Vari­an­ten. Und da zeigt sich mei­ner Mei­nung nach enorm Erstaun­li­ches: der Infi­ni­tiv ist ortho­gra­fisch ein­deu­tig die eng­li­sche Vari­ante cir­clen. Beim Par­ti­zip kris­tal­li­sie­ren sich bei vier mög­li­chen zwei mehr oder weni­ger kon­kur­renz­freu­dige Alter­na­ti­ven her­aus: gecir­celt und gecir­cled. Dabei ist gecir­celt gleich dop­pelt ein­ge­bür­gert (-el und -t), gecir­cled behält die nativ-englische Schrei­bung für -le und das eng­li­sche Par­ti­zip­mor­phem -d. Also: Inte­gra­tion ganz oder gar nicht! Der­zeit liegt hier die deut­sche Ortho­gra­fie vorn, die sich ver­mut­lich auch noch wei­ter eta­blie­ren wird. Was im Ver­gleich dazu aber erstaun­lich ist, ist die deut­li­che Prä­fe­renz für den ortho­gra­fi­schen eng­li­schen Infi­ni­tiv. Will sich jemand an einer Erklä­rung versuchen?

(Das Pro­blem ist aber all­ge­mein, dass bei den Par­ti­zi­pien für den Zeit­raum seit der Grün­dung von Google+ bis Jah­res­ende z.B. für gecir­celt gar keine Ergeb­nisse auf­ge­wor­fen wer­den (?!?), mir uner­klär­lich. Man darf also die Infinitiv-Gruppe nicht mit der Partizip-Gruppe ver­glei­chen, da sie sich auf andere Zeit­räume bezie­hen und mit unter­schied­li­chen Ein­schrän­kun­gen auf Top­le­vel­do­mains gefun­den wur­den. Ver­glei­che sind also nur inner­halb der Grup­pen »mög­lich«. Für den Rest ver­stehe ich Google­su­chen manch­mal eh nicht.)

Fazit

Ist aus­sichts­reich dabei, defi­ni­tiv. Auch wenn ich Google+ bis­her fast nur von But­tons auf Sei­ten kenne. Ich finde die Re-Re-Integration der ent­fern­ten und ent­frem­de­ten Ver­wandt­schaft ohne­hin fas­zi­nie­rend (die Kognatskreisläufe sind so toll!). Zwar ist cir­clen ver­mut­lich solange auf Google+-Kontexte beschränkt, wie nur Google+ mit sol­chen Krei­sen ope­riert. Aber ich finde die Mög­lich­keit der Abbil­dung des gesell­schaft­li­chen Kon­strukts der Kreise auf die Onli­ne­welt fas­zi­nie­rend, auch sprach­lich - und sie hat Poten­tial. Mit cir­clen haben wir dafür also ein Wort über­nom­men, was ganz aus­ge­zeich­net dif­fe­ren­ziert - denn mal ehr­lich: Wür­den Sie Ihre Freunde wirk­lich ein­krei­sen wollen?


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7 Kommentare zu „[AdJ 2011] Der Kreisläufer: circlen“

  1. janwo sagt:

    > Was im Ver­gleich dazu aber erstaun­lich ist, ist die deut­li­che Prä­fe­renz für den ortho­gra­fi­schen eng­li­schen Infi­ni­tiv. Will sich jemand an einer Erklä­rung versuchen?

    Ver­mut­lich liegt es anders herum gela­gert. Für den Infi­ni­tiv gibt es eine eng­li­sche »Kopier­vor­lage«. Für die ande­ren Fle­xi­ons­for­men kann man sich (fast) nichts aus dem Engl­schen abgu­cken, wenn wir mal von der Ana­lo­gie {-(e)d} : {-t} abse­hen. Inso­fern hält man sich da eher an die deut­schen Schreibungen.

  2. Nightstallion sagt:

    Aus­tro­nis­mus”

    Heißt das nicht Austriazismus?

    http://googlefight.com/index.php?lang=en_GB&word1=Austronismus&word2=Austriazismus

    Aus­tro­nis­mus hör ich hier näm­lich zum ers­ten Mal …

  3. Circeln | Anglizismus des Jahres sagt:

    […] [Den gan­zen Bei­trag auf DECAF lesen] Die­ser Bei­trag wurde unter Wort­kan­di­da­ten ver­öf­fent­licht. Ein Lese­zei­chen auf die dau­er­hafte Ver­knüp­fung set­zen. ← Contentfarm […]

  4. suz sagt:

    @Nightstallion: Natür­lich, mir war der Begriff so oder so suspekt… Danke, ist korrigiert.

  5. suz sagt:

    Ja, nach­voll­zieh­bare, sim­ple Erklä­rung. Ich hätte viel­leicht mehr Kon­fu­sion der Fle­xi­ons­for­men erwar­tet. Aber das dürfte sich nur im Ver­gleich zu ande­ren Lehn­ver­ben wirk­lich untersuchen/bewerten las­sen. Nun denn.

  6. [Anglizismus des Jahres] Publikumsabstimmung « [ʃplɔk] sagt:

    […] für den Angli­zis­mus des Jah­res 2011! Noch sind 16 Wör­ter im Ren­nen, näm­lich -gate, Bar­camp, cir­celn, Cloud, Con­tent­farm, Cyberkrieg/-war, Euro-Bonds, Hack­ti­vism, Hair­cut, Mas­terand, Occupy, […]

  7. Anglizismus des Jahres 2011: Shitstorm « [ʃplɔk] sagt:

    […] Platz ist mit cir­celn besetzt, ein Kan­di­dat, dem ich, ganz ehr­lich, gar nichts abge­win­nen kann. Andere schon. Hm, wer weiß, viel­leicht über­rascht er mich ja eines Tages doch noch […]

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