Humor
Damit hier auf Dauer nicht der Eindruck entsteht, SprachwissenschaftlerInnen hätten keinen Humor und/oder möchten nur an Nörglern rumnörgeln, gibt es ab sofort in unregelmäßiger Abfolge einen Humorbeitrag. Ges(t)ammeltes Meta.
Heute ging in meiner Facebook-Timeline folgender Witz herum, den Arnold Zwicky 1992 in seiner »Presidential Adress« der Linguistic Society of America erzählte (zitiert in Goldberg 2006: 19):
A mathematician, a physicist, an engineer, and a linguist are trying to decide if all odd numbers are prime. The mathematician says, »one’s prime, 3’s prime, 5’s prime, 7’s prime, 9’s not prime, so no.« The physicist says, »one’s prime, 3’s prime, 5’s prime, 7’s prime, 9’s not prime, but maybe that’s experimental error.« The engineer says, »one’s prime, 3’s prime, 5’s prime, 7’s prime, 9’s prime … «
The linguist says, »one’s prime, 3’s prime, 5’s prime, 7’s prime. Aha! We have a universal generalization. Nine doesn’t seem to be prime, but it MUST be prime at some underlying level of representation!«
(IngenieurInnen unter Ihnen müssen mir aber die Ingenieurin erklären.)
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Goldberg, Adele. 2006. Constructions at work. The nature of generalization in language. Oxford.
Schlagworte: Arnold Zwicky, Linguistik, Prime



8. Mai 2012 um 22:41 Uhr
Eins ist keine Primzahl
das müsste der/die MathematikerIn wissen. Und der Ingenieur/die Ingenieurin ist einfach zu *** um Primzahlen zu verstehen.
8. Mai 2012 um 23:43 Uhr
Den Ingenieursteil des Witzes verstehe ich auch nicht. In der mir bekannten Variante des Witzes verhält sich der Ingenieur wie hier der Physiker: »…, neun, Messfehler, .,.«.
9. Mai 2012 um 00:41 Uhr
Habt ihr mal »Big Bang Theory« gesehen und wie Sheldon (Physiker) auf Howard (Ingenieur) herabsieht? Ich glaube, das erklärt es.
Ich habe den Witz jedenfalls auch schon in vielen Varianten gehört. In einer sagt die Linguistin einfach: »9’s a pretty weird prime…« Und in den meisten kommt glaubich gar keine Linguistin vor, es scheint sich also um eine linguistische Weiterentwicklung eines altbekannten Witzes zu handeln.
9. Mai 2012 um 09:50 Uhr
[…] habe ich ein sprachwissenschaftliches Update meines Lieblings-Physiker-Witzes kennengelernt. Und das macht — man mag es kaum glauben — den Witz tatsächlich noch besser. […]
9. Mai 2012 um 20:28 Uhr
@ke: Danke, das wurde mir auf Twitter ja auch schon näher gebracht…
@naddy: Scheint wohl eine Abwandlung eines sehr bekannten Witzes zu sein, siehe auch das Trackback.
@Edgar: Jau, das wusste sogar ich!
11. Mai 2012 um 13:01 Uhr
Ich kannte den Witz (ohne linguistischen Teil) als Mathematikerwitz , und genau das würde den Ingenieur sehr gut erklären. Mathematikerinnen müssen ja IngenieurInnen im Studium ein Bisschen Mathematik beibringen - für die die wohl längst nicht so viel Begeisterung aufbringen, wie es den MathematikerInnen lieb wäre. Ein dementsprechend unschmeichelhaftes Bild haben die dann wieder von den IngenieurInnen.
Es gibt auch Versionen dieses Witzes, wo der Ingenieurs-Teil überhaupt die Pointe ist. Oder gleich mehrfach vorkommt:
»Engineer: »3 is prime, 5 is prime, 7 is prime, 9 is…, 9 is…, well if you approximate, 9 is prime, 11 is prime, 13 is prime… Well, it does seem right.»
Engineer: »3 is prime, 5 is prime, 7 is prime, 9 is not working, fetch toolbox.»
Engineer: »3 is prime, 5 is prime, 7 is prime, 9 is prime, 11 is prime…« (Continues until told to go home by others)»
(Quelle: http://users.ph.tum.de/rwagner/physik/mathewitze.html)
14. August 2012 um 18:27 Uhr
Der Ingenieur meint natürlich das statistische Vertrauensintervall XD
8. September 2012 um 21:52 Uhr
Als Ingenieurskind würde ich die entsprechende Teil-Pointe etwa so paraphrasieren:
»Was nicht passt, wird passend gemacht!«