Archiv zur KategorieAllgemein

Virtuelle Arbeit

Hin- und hergerissen ist man manchmal.

Kennt ihr die Weizenwölkchen, die uns der angelsächsige Raum gern als Backwaren verkauft? Die Dinger, die zusammengedrückt auf atomare Größenverhältnisse zusammenschrumpfen? Oder die Brötchen, die schon mal als Einweg-Anti-Stressbälle durchgehen?

Hm, genau. So fühlt sich das ungefähr an, wenn man zwar die Idee hat, die Vorstellung eines richtig großen Projekts. Und irgendwie nix dahinter, pardon, drin steckt. Herrje, irgendwoher muss doch die Motivation kommen, sich reinzuhängen. Jetzt, da so viele Fragen geklärt sind, die mich monatelang gequält und gehindert haben.

Iss auch nich einfacher.

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Ausreichend…

…funktional ist wohl der Webbrowser der Bibliothekscomputer: Firefox in seiner frühsten Version.

Ist wohl das einzige, was auf dem Rechner auch ruckelfrei läuft.

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KIP ist da

Was lange währt, wird endlich gut!

Seit dieser Woche bin ich stolzer Besitzer eines ThinkPads. ThinkPads sind Religion! So gibt es bei Facebook mehrere Dutzend Gruppen fürs kleine Schwarze: Tech is better in black, Your Mac looks like a bad joke next to my ThinkPad, oder Index finger pain from using trackpoint of IBM ThinkPads. Die Fraktion der ThinkPad-Hasser I have a ThinkPad and it sucks bleibt trotz oder gerade aufgrund des Gruppenbilds eines in Flammen aufgehenden Laptops (ironischerweise handelt es sich dabei um ein iBook) erwartungsgemäß in der Minderheit.

Und schon rennt die Maschine auch wieder wie Sau, und aufgrund des geringen Gewichts (1,3 kg), kommt’s mir beim Gang in die Bibliothek auch nicht mehr so vor, als müsste ich einen Träger für meinen alten Hinkelstein anheuern. Davon abgesehen, hat meine alte Krücke einen Lüfter wie ein Airbus – in Bibliotheken ist das schon fast peinlich.

Vielen Dank an dieser Stelle an die Leuts im ThinkPad-Forum für ihre Beratung, Christian für seine großartige Softwarehilfe und der Knitterfee fürs rattenscharfe Curry.

Jetzt muss es ja losgehen.

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Historische (Sprach)wissenschaft

(Wenn ich will, krieg ich sowieso alles so gedreht, dass es zum Thema passt!)

Bei meinem kleinen Feldversuch hier nahm ich die Gelegenheit wahr, meiner alten Schule einen Besuch abzustatten. Es ist die Schule, die damals – angeblich – den besten Englisch-LK in Baden-Württemberg hatte, oder die Schule, die sich mal von ihrem leidlich inspirierenden Namen trennen wollte und den Namen einer FDP-Politikerin beantragte und die – selbstverständlich – das beste Jahrbuch der Republik hatte (äh, vergesst die Titanic!).

Davon abgesehen, dass die diesjährigen Abiturienten als Fünferle in dem Schuljahr am KG begannen, in dem ich Abitur machte, war’s eine Reise in die Vergangenheit.  Um’s kurz zu sagen: Allen der (noch) anwesenden Lehrern beim Schuljahresabschluss war meine Fresse nicht gänzlich unbekannt. Ich nehm’s mal als Kompliment!

Weniger aufregend ist die Feststellung, dass es mit und bei den meisten Lehrern nur bei der berüchtigten Smalltalk-Variante blieb. Haben die armen Menschen soviel mit Teenagern zu tun, dass sie mit einer gestandenen Endzwanzigerin nix zu bequatschen haben? Die warn doch auch mal anner Uni!

 Es ist ja auch nicht meine Schuld, dass sich eine Lehrerin noch daran erinnerte, auf einer Exkursionsfahrt nach Berlin (um und bei des Tages des Entscheids, dass Deutschland die WM 2006 ausrichten darf, also einer aus der Ecke “Ich weiß noch genau, wo ich war, als X passiert ist”) die Russen und die Franzosen verwechselt zu haben, noch habe ich entscheidenden Einfluss darauf, dass der berühmte Fenstersprung eines Mitschülers aus dem Biologie-Saal im Jahr 1997 heute noch nahezu unverändert unter der Schülerschaft kursiert. Oder es ist vielleicht so, dass die Lehrer in der ersten vagen Erinnerung meine Visage zwar erkannt haben, aber in der zweiten grauenhaften Bildern standhalten mussten, wer ich wirklich bin. Soll ja vorkommen.

An dieser Stelle fällt mir ein, dass ich meiner Deutschlehrerin und Satiretutorin gar nicht gesagt habe, wofür ich ihr wirklich dankbar bin. Damals, in der siebten Klasse – okay, es hat nicht direkt meine Versetzung gefährdet – stand’s auf der Kippe in Deutsch. Meiner miesen Vorstellung auf dem Gebiet der Grammatik wegen. Äh, Fünf-bis-Sechs, in Worten. Es darf Sie beruhigen, Frau Krämer-Kimmig, wir nennen uns seit einem Syntax-Seminar auch die Grammar Hammers! Und ich weiß jetzt auch, was es mit dem Hampelperfekt auf sich hat.

Und danke für die geile Jahrbuch-Zeit.

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Feldforschung

Schneller als mir lieb war trat ich in der letzten Woche selbst zum hier angeratenen Feldversuch an. Das Nest, von dem ich rede, ist ein kleines malerisches Dorf auf halbem Weg zwischen Freiburg und Offenburg, inmitten von Weinbergen, Spargelfeldern und Kartoffeläckern. Dort, wo die Welt noch in Ordnung ist. Und dort, wo dr normale Mänsch sinne Schwiirigkeide hebbe duet, d’Iihhiimische z’vrschdoh.

Dort, wo sich die Menschen bei der Lesung einer Messe auf Hochdeutsch ähnlich fühlen müssen, als sei sie nach wie vor auf Latein gehalten. Dort bekommt man Sunnewirbele zu den Herdäpfele mit Süürbrode. Und wer nach wie vor glaubt, Dialekte dieser Art seien minderwertig und ewiggestrig, dem sei gesagt, dass sich das Badische modernen Kommunikationswegen nicht verschließt: der Badner scannt nicht, er duut iiläse.

Dies ist auch ein schönes Beispiel dafür, dass Denglisch nichts damit zu tun hat, dass der des Englischen nicht mächtige Personenkreis vom Verständnis ausgeschlossen wird, sondern derjenige, der mit dem Jargon oder den neuen technischen Entwicklungen nichts am Hut hat. Denn natürlich könnte man auf Hochdeutsch statt scannen auch einlesen sagen. Wer aber den Vorgang des Scannens nicht kennt, der wird auch mit “Ich habe das Dokument eingelesen” nichts anfangen können.

Demnächst wieder Rückkehr zum Thema.

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Strg+A+Entf

Einer aus der Reihe “überflüssige Shortcuts”. Hat übrigens einen ähnlichen Effekt wie format c:\.

Shit happens.

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Technikumzug

Es war eine ganze Kette von Gründen, umzuziehen. Der offensichtlichste war aber, dass ich gestern “aus versehen” meinen Blog mit dem Firefox öffenete und sah, dass ich mein Design unbewusst für den IE optimiert hatte – die Schrift war grauselig verzerrt. Da hätte einer von Euch Firefox-Nutzern ja echt mal meckern können! (Frage an FF-Nutzer: Schrift ist doch superklein, oder??)

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Wo fange ich an?

Panik. Und nicht erst seit gestern.

In einem Monat muss die Arbeit im Examenskolloquium präsentiert werden. Und vermutlich in sechs bis acht Wochen im Forschungskolloquium. Was eigentlich als Feedback gedacht und als solcher per se sicherlich hilfreich wäre, beginnt, sein wirkliches Drohpotential zu entfalten. Will man wirklich zugeben müssen, dass man noch nichts zu Papier gebracht hat?

Doch halt – “zu Papier” bringe ich grundsätzlich alles erst zum Schluss. Aber um sich wirkliche Hilfe von Auβen zu holen, muss man erst einmal eine klare Idee haben. Und dafür muss man lesen, recherchieren, Notizen machen. Das fällt besonders schwer. Wo anfangen? Die derzeitige Nullbockeinstellung hat dann auch nichts damit zu tun, zu glauben, man könnte das alles nicht.

Es ist doch nur noch Fleissarbeit.

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Pause vor Beginn

Warum sollte man nicht schon vor Beginn eines großen Projektes erst einmal eine Pause einlegen? Seit der Abgabe der letzten Hausarbeit ist auf akademischem Parkett nicht allzuviel passiert. Irgendwie hat man außeruniversitär immer die Hände voll zu tun gehabt, Sechstagewoche, Achtzehnstundentage, körperlicher und mentaler Stress, Geburtstag – und das Warten auf die beiden noch ausstehenden Scheine.

Und gestern war Semesterbeginn. Immer vorgenommen, nie wahrgemacht geht es scheinfrei mit Fresszettel und Minitasche in Vorlesungen, die man aus Jux und Dollerei zur persönlichen Belustigung besucht. Eine Befreiuung! Und ein Examenskolloquium, in dem ich in zweieinhalb Monaten eine dann idealerweise halbfertige Magisterarbeit präsentieren soll.

Können Sie sich bis dahin auf den Hosenboden setzen und was vorstellen?

fragt der Prof.

Klar, muss ich ja jetzt.

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Rahmenbedingungen

Ich bin ab April meine Haupteinnahmequelle los: zu lange schon arbeite ich als Hilfskraft. Nach acht Semestern ist den verwaltungstechnischen Regeln folgend Schluss, gleich, ob man seinen Job ordentlich macht. Nun möchte ich nicht darüber urteilen, wie gut oder weniger gut ich meinen Job gemacht habe. Allerdings ist es schon über Studiengebühr ärgerlich, denn innerhalb des Forschungsprojektes, in dem ich seit 2003 arbeite, werde ich meine Magisterarbeit schreiben. Und so eine Verbindung von bezahlter Arbeit und akademischer Forschung in Vollzeit wäre eigentlich eine logische und sinnvolle Symbiose – für beide Seiten. Sei’s drum.

So ist dieser März der letzte Monat relativer finanzieller Unbeschwertheit. Der Monat, in dem man das 27. Wiegenfest begeht und nach dem alles erlischt: Krankenversicherung, Kindergeld, Jugend. Das bisschen Bafög ist schon ein gutes Jahr ausgelaufen. Dafür gibt’s jetzt Studiengebühren.

Aber so ist das jetzt und nicht anders. Und irgendwie hat man sich die letzten sieben Jahre mit sehr wenig oder ein wenig mehr durchgeschlagen. So war es nie einfach, aber auch nie langweilig.

Und wer will schon ein einfaches Leben.

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