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	<title>tráchtas. dialann. tagebuch einer magisterarbeit. &#187; Bürokratie</title>
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		<title>Moderne Schnitzeljagd III</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/03/30/moderne-schnitzeljagd-iii/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 11:08:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt wird&#8217;s absurd.
Die Serviceprofis hatten mir bei der Abgabe des ausgedruckten, elektronischen (!) Beurlaubungsantrags mitgeteilt, dass ich den Entscheid über meinen Antrag völlig unbürokratisch in meinem Stine-Account finden würde. Oha, denkt sich der Beobachter, dann wird am Ende doch alles gut und Stine hat zumindest in der Poststelle ein paar Briefmarkenkleber wegrationalisiert.
Äh, nö. Bestätigung kam, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt wird&#8217;s absurd.</p>
<p>Die Serviceprofis hatten mir bei der Abgabe des ausgedruckten, elektronischen (!) Beurlaubungsantrags mitgeteilt, dass ich den Entscheid über meinen Antrag völlig unbürokratisch in meinem Stine-Account finden würde. Oha, denkt sich der Beobachter, dann wird am Ende doch alles gut und Stine hat zumindest in der Poststelle ein paar Briefmarkenkleber wegrationalisiert.</p>
<p><strong>Äh, nö. Bestätigung kam, man ahnt es, mit dem Briefträger.</strong></p>
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		<title>Moderne Schnitzeljagd II</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 13:04:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da Stine nicht den erhofften Bürokratieabbau mit sich brachte, holte man all diejenigen von der Straße, die sich ein Studium nicht mehr leisten können, weil die Uni seit ein paar Jahren Studiengebühren erhebt, um die Verwaltungskosten zu deckeln und Stine zu refinanzieren. (Ich hätte diesen Beitrag auch ‘Uni Hamburg beweist das perpetuum mobile‘ nennen können, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da Stine nicht den erhofften Bürokratieabbau mit sich brachte, holte man all diejenigen von der Straße, die sich ein Studium nicht mehr leisten können, weil die Uni seit ein paar Jahren Studiengebühren erhebt, um die Verwaltungskosten zu deckeln und Stine zu refinanzieren. (Ich hätte diesen Beitrag auch ‘Uni Hamburg beweist das <em>perpetuum mobile</em>‘ nennen können, aber nun gut.) Die Menschen, die sich Stine ausgedacht haben, müssen sich auf ähnlicher Wellenlänge befinden, wie die Hirnakrobaten, die für die Elbphilharmonie zuständig sind.</p>
<p>Höchstes Niveau! Für nur 50€ pro Semester sind auch Sie bei diesem Schauspiel dabei! Zur Erinnerung und in Kurzform: ich möchte mich beurlauben lassen, weil ich mich in der Prüfungsphase befinde. Diese Prüfungsmeldung ist von der Uni schon offiziell bestätigt, aber ein einfaches &#8220;Hallo, ich möchte dieses Semester nicht kommen, weil <em>Sie</em> mich bereits zur Prüfung zugelassen haben&#8221; reicht hier nicht.</p>
<p><span id="more-910"></span></p>
<p>Ein vorab aus dem computergestützten Onlineverwaltungsmonstrum abgeschicktes Formular muss ausgedruckt zur Uni getragen werden, damit die Verwaltungskünstler der linken Unihand ein Häkchen in meinem Stinedatenblatt machen können, auf das die Verwaltungskünstler der rechten Unihand keinen Zugriff haben. Ihr erkennt die Dramatik? Kein Witz, sowas kann sich niemand ausdenken.</p>
<p>Aber wir befinden uns im Servicezeitalter, der Misanthrop aus der Univerwaltung hat ausgedient, oder ist hinter schweren Türen und ständig besetzten Telefonleitungen verschwunden. Jetzt haben wir junge, auffällig häufig schwäbelnde Serviceprofis am Start, die hinter Tresen mit coolem Schriftzug und indirekter Beleuchtung sitzen. Hilfe &#8211; und sie lächeln! Wer will sowas, jetzt mal ehrlich?</p>
<p>Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als sich auf dem Campus alles geduzt hat, was nicht Besenreißer um die Augen oder ne Hornbrille auf der Nase hatte. Und nun siezen dich schon Erstsemester. (Ich hätte diesen Beitrag auch &#8216;Abgesang auf die gute alte Unimentalität&#8217; nennen können, aber nun gut.)</p>
<p>Die Uni Hamburg ist im großen und ganzen eine Campusuni, normalerweise sind alle Institute und Gourmettempel fußläufig zu erreichen. Der Umzug in ein größeres Gebäude ging also die vorvergangene Woche über die Bühne und verlagerte die aufgeblähte Verwaltung ein paar hundert Meter weiter, weil das riesen Hauptgebäude nicht mehr ausreicht. Die Nähe auf der Landkarte täuscht. Aber zumindest ahnt man, dass dahinter eine Menge Frust steckt, weil&#8217;s mit dem von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raketenmoni" target="_blank">Raketen-Moni</a> ausgeheckten Umzug der kompletten Uni in die HafenCity nicht geklappt hat. Damit wären sie auch in geografischer Nähe zur Elbphilharmonie gewesen.</p>
<p>Die Lage der neuen Verwaltung ist aber echtes Insiderwissen. Die Webseite der Uni schafft es nämlich, den Nutzer geradezu auf eine elektronische Schnitzeljagd zu schicken: finden Sie Kontaktpersonen und -adressen auf der Homepage! Gehen Sie nicht über die Edmund-Siemers-Allee! Zahlen Sie Ihren Semesterbeitrag! Zählen Sie nicht alle von der Uniseite aus geöffneten Fenster (ich hatte am Ende zwölf Fenster offen). Entscheiden Sie sich entweder für die Verwaltungsadresse ESA1 oder Alsterterrasse 1. Am Ende hat der User mehrere Adressen zur Ansicht, und das Schnitzeljagdabenteuer auf dem Campus kann beginnen. (Ich hätte den Beitrag auch &#8216;Universität Hamburg klont ihre Mitarbeiter&#8217; nennen können, aber nun gut.)</p>
<p>Die Uni nennt das &#8220;Service für Studierende&#8221;.</p>
<p><strong>Ich finde das zynisch.</strong></p>
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		<title>Moderne Schnitzeljagd I</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/03/11/moderne-schnitzeljagd-i/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 21:32:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wann immer es um höchsten Unterhaltungswert geht, kann die Univerwaltung nicht besonders weit sein. Heute ein kleiner Schwank aus der Reihe &#8220;Schlanke Uni&#8221;.
Vor vier Jahren leistete sich die Uni Hamburg eine monströse web-basierte Verwaltungsdiva und nannte sie Stine. Okay, so nannte unser tattriger, aber liebenswürder Nachbar, ein Hamburger, den es vor Jahrzehnten der Liebe wegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wann immer es um höchsten Unterhaltungswert geht, kann die Univerwaltung nicht besonders weit sein. Heute ein kleiner Schwank aus der Reihe &#8220;Schlanke Uni&#8221;.</p>
<p>Vor vier Jahren leistete sich die Uni Hamburg eine monströse web-basierte Verwaltungsdiva und nannte sie Stine. Okay, so nannte unser tattriger, aber liebenswürder Nachbar, ein Hamburger, den es vor Jahrzehnten der Liebe wegen in den malerischen Schwarzwald verschlug, seine struwwelige, kalbähnliche Hundedame. Aber da die Uni es offensichtlich mit Frauen besonders gerne hat, nannte man die elektronische Suchhilfe der Stabi ja auch Stella.</p>
<p>Stine sollte alles können können. <span id="more-894"></span>Raumverwaltung, Seminarverwaltung, Prüfungsverwaltung, Studentenverwaltung, Nummernverwaltung. Alles. Aber Stine war sehr bockig. Denn Stine wollte nicht einmal funktionieren; und das in höchster Perfektion. Das Chaos schlug damals so hohe Wellen, dass selbst gestandene Medien ihre Berichte mit &#8220;100 Tage Alptraum&#8221; (Zeit) beschlagzeilten.</p>
<p>Ich war im Kinderkranheitenstadium von Stine unter anderem Bachelorstudentin der BWL, Diplommeteorologin im Prüfungssemester &#8211; &#8220;Ihre Anmeldung zu Meteorologie I wurde akzeptiert&#8221; -, mehrfach im System oder wahlweise schlicht unauffindbar. O-Ton eines Stine-Mitarbeiter zwei Jahre nach Einführung: &#8220;Wir haben Ihre Matrikelnummer gar nicht im System. Sie sind Sie sich sicher, dass Sie studieren?&#8221; (Gemach, gemach &#8211; er hätte ja auch fragen können: &#8220;Sind Sie sicher, dass Sie existieren?&#8221; Wobei, so <em>klang</em> er ungefähr.) Es wäre müßig zu erwähnen, dass auch die etwa 100 Studenten, die damals von der Löschung ihrer kompletten Existenz betroffen waren, natürlich weiterhin Gebührenbescheide der Uni erhielten, auch doppelt und dreifach, jedes Semester wieder (&#8220;Dieser Gebührenscheid geht Ihnen nur einmal zu. Er gilt für Ihr gesamtes Studium&#8221;). Wenn die Uni eins drauf hat, dann ist es die Perfektion des Bürokratiewusts.</p>
<p>Man hätte sich ja auch mal Hilfe bei Menschen holen können, die ein ähnliches System erfolgreich implementiert haben. Die Uni in Australien beispielsweise, an der ich 2005 zwei Semester studiert habe, hat in meinem ersten Semester so ein System eingeführt. Es kränkelte zwei, drei Tage, dann war Ruhe im Gebälk. Keine Aufreger, keine Presse, keine über die Anschaffung und Einführung gestolperten Verwaltungskader.</p>
<p>So langsam hat man den Eindruck, dass sich Stine und Uni einigermaßen vertragen haben. Die Studenten aus dem alten System, die Stine für ihre Studienorganisation eigentlich gar nicht brauchen, sind ja eine aussterbende Spezies. Es sind sogenannte <em>Schein</em>studenten, also die Art von Studenten, die Zeit ihres Unilebens einen Berg von papierigen Leistungsnachweisen anhäufen (zur &#8220;Scheinfreiheit&#8221; bitte <a href="http://www.extraflach.de/blog/gedanken-zur-universitatsburokratie/" target="_blank">hier</a> entlang). Dass dich mit Weisheit beschlagene Bachelorstudenten fragen: &#8220;Hä? Was issn n Schein?!?&#8221;, sagt ja auch schon alles. Wir Aussterbenden brauchen Stine einmal im Semester, um einen Bogen Studienbescheinigungen auszudrucken. Wenn überhaupt.</p>
<p>Stine ist so hochkomplex, dass man für jeden Popelschritt eine TAN braucht. Die entsprechende Liste wird bei Eingabe einer falschen Nummer sofort gesperrt. Eine Neubeschaffung der TAN-Liste gibt&#8217;s nur gegen Vorlage der Geburtsurkunde und dem Nachweis der letzten dreiundzwanzig Wohnsitze. Kurz: der Zugang zu den Accounts ähnelt einem Verteidigungsring, dagegen ist jedes Onlinebankingkonto offen wie ein Scheunentor.</p>
<p>Und jetzt will sich ein Scheinstudent beurlauben lassen, für die Prüfungsphase, übrigens bereits offiziell von der Uni bestätigt. Wo man früher einfach ins Misanthropenmekka der Univerwaltung schlurfte, in überfüllten Gängen einen Zettel ausfüllte (Berufstöchter und -söhne aus dem Speckgürtel gehen bevorzugt mit Mami und Papi an der Hand und mit <em>Reife</em>prüfungszeugnis bewaffnet zur Einschreibung. Ist jedes Semester übrigens ein empfehlenswertes Schauspiel!) und das Gebäude eine Stunde später mit bescheinigter Beurulaubung wieder verließ, gibt es heute &#8211; wir ahnen es &#8211; Onlineformulare über Stine.</p>
<p>Aber es sind nicht einfach nur Formulare. Es sind &#8211; ich bin kein Informatiker &#8211; seltsame verschachtelte Teilformulare, die anhand der bei Stine hinterlegten Daten schon vorausgefüllt sind. Man wird angewiesen, diese Teilformulare zu vervollständigen, wofür aber nirgendwo ein Eingabefeld vorgesehen ist. Ist man mit dem Nichtausfüllen durch, muss man den Antrag durck Klick &#8220;auf Vollständigkeit prüfen&#8221;. Wenn das System dem Nutzer das korrekte Nichtausfüllen bestätigt (vielen Dank dass ihr mich mit diesem Vertrauensvorschuss zur Prüfung zugelassen habt), erscheinen überall dort, wo gar keine Eingabefelder für Änderungen vorhanden sind, viele mysteriöse OKs. Man muss sich das ungefähr so vorstellen: gehen Sie ins Seminar, tun Sie nix dafür, weil nichts verlangt wird und Sie bekommen die Note 1. Also schickt man den Antrag über den &#8220;Senden-Button&#8221; an die Uni. Es erscheint eine Meldung, dass der Antrag erfolgreich verschickt wurde, man das Formular jetzt aber ausdrucken muss, damit man das mit Unterschrift zur Studienverwaltung bringen kann. Dafür muss man wieder auf einen &#8220;Zurück&#8221;-Button klicken, weil die Sendebestätigung nur die Postadresse der Uni enthält, nicht aber das Formular selbst.</p>
<p>Mit dem ausgedruckten Onlineforumular und der Berechtigungsbestätigung (hier: Prüfungsmeldebestätigung) tappt man zur Uni, damit die Sachbearbeiterin die Vollständigkeit der Unterlagen prüfen kann und das Häkchen &#8220;beurlaubt&#8221; in meiner elektronischen Akte markieren kann. Die Liste möglicher Nachweise für einen Antrag auf Beurlaubung sieht für den Grund &#8220;Prüfungsvorbereitung&#8221; aber die Möglichkeit der Vorlage der Bestätigung des Prüfungsamts, dass man sich in der Prüfungsvorbereitung befindet, gar nicht vor. Man soll vielmehr einen Nachweis über Scheinfreiheit vorlegen, den mein Institut nur auf Antrag ausstellt. Alles klar?</p>
<p>Man könnte ja annehmen, dass Stine wirklichen Bürokratieabbau mit sich gebracht hätte. Hätte bringen <em>können</em> ist hier vermutlich eher die Formulierung der Wahl. So simple Funktionen beispielsweise, dass die dezentral organisierten Prüfungsämter alle Zugriff auf Stine haben und für eine erfolgreiche Prüfungsmeldung einfach einen entsprechenden Vermerk in die Datenblätter eintragen. Janö! Jeder der ungefähr dreihundertachzig Fachbereiche der Uni hat natürlich sein eigenes Prüfungsamt, fein säuberlich unterteilt nach Studenten mit krummen Zähnen, schiefen Haarschnitten und Pertussis-Impfung. Und in den meisten davon wird noch in guter Handarbeit abgeheftet und gestempelt.</p>
<p>Der Vorteil dieses Systems ist ja, dass man neuerdingstens ganz ungeniert die Sachbearbeiter der Uni mit Anrufen belästigen darf, weil das System, äh, total hirnverbrannt ist. Und Stine hat auch das Tor zu einem völlig neuen Arbeitsmarkt aufgestoßen: nun bevölkern Heerscharen von jungen Serviceprofis die Infopoints der Univerwaltung, die mittlerweile so bullig geworden ist, dass sie kürzlich in ein größeres Gebäude umziehen musste, weil das riesen Hauptgebäude der Uni mit seinen beiden noch größeren Flügelbauten nicht mehr ausreicht.</p>
<p><strong>Und wir ärgern uns über 50€ Verwaltungskostenbeitrag pro Semester?</strong></p>
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		<title>Einmal quer durchs Alphabet</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2009/12/18/einmal-quer-durchs-alphabet/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 12:42:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit der Prüfungsmeldung beendet der Student der alten Generation ein skurriles Studentenleben, begleitet von bürokratischen Repressalien und aberwitzigen Auswüchsen deutscher Gründlichkeit. Ein Abgesang auf die scheinbasierte Zettelwirtschaft und die dezentrale Universitätsorganisation.
Im öffentlichen Diskurs entsteht der Eindruck, Magister und Diplomer sind die Altlasten eines längst vergessenen Systems. Spätestens seit diesem Semester, in dem an unserem Institut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit der Prüfungsmeldung beendet der Student der alten Generation ein skurriles Studentenleben, begleitet von bürokratischen Repressalien und aberwitzigen Auswüchsen deutscher Gründlichkeit. Ein Abgesang auf die scheinbasierte Zettelwirtschaft und die dezentrale Universitätsorganisation.</strong></p>
<p>Im öffentlichen Diskurs entsteht der Eindruck, Magister und Diplomer sind die Altlasten eines längst vergessenen Systems. Spätestens seit diesem Semester, in dem an unserem Institut die ersten Masterstudenten ihr Studium aufgenommen haben und die neuen Bacherlorstudenten nur noch ihresgleichen in Seminaren sehen, ist im Zeitalter der computerisierten Erfassung von Leistungsnachweisen <em>der</em> Inbegriff des alten Systems vom Aussterben bedroht: der Schein.<span id="more-602"></span></p>
<p>Wer sie nicht selbst gesammelt hat, weiß nicht, wovon die Rede ist. Der Schein ist dabei nicht nur der Fetzen Papier. Dahinter verbirgt sich das komplette Konzept dezentraler Bildungsorganisation. In Jahrzehnten hat sich kein einheitliches Verfahren zur Scheinausgabe und Beschaffung herausgebildet. Vielmehr führte ein Netz von verzahnten Instituten, Lehrstühlen und Sekretariaten dazu, dass man selbst zum Ende des Studiums nicht genau weiß, wo wer welchen Schein ausgibt. Nur eins ist sicher: Es gibt aus gutem Grund kein Kilometergeld fürs administrative Scheinesammeln.</p>
<p>Es gibt Professoren, die ihre Studenten per Email oder Aushang informieren, wenn die Hausarbeiten korrigiert sind, meist mit einem Zusatz (&#8220;Scheine und Hausarbeiten können in meiner Sprechstunde abgeholt werden&#8221;). Man geht in die Sprechstunde, bespricht die Arbeit, nimmt den unterschriebenen und abgestempelten Schein und, je nach Dozent und seiner Auslegung von Verordnungen, auch die Hausarbeit mit nach Hause. Das ist der günstige Fall.</p>
<p>Am anderen Ende der Bürokratieskala haben einige Professoren ein unglaublich groteskes Verfahren entwickelt, systematische Verzahnung von Absurditäten auf die Spitze zu treiben. Nach einer anstandshalber zugebilligten Korrekturzeit trottet man ins Sekretariat A und fragt nach dem Stand der Dinge. Die Sekretärin sagt, die Hausarbeiten liegen vor und können beim Prof abgeholt werden. Man meldet sich also im Sekretariat B zwei Türen weiter für die Sprechstunde an. Beim Prof bespricht man kurz die Hausarbeit; den Schein, so sagt er, könne man in zwei Wochen im Sekretariat C abholen. Man geht also dort hin und erfährt, dass man dazu im Sekretariat A den Scheinvordruck abholen muss. Mit diesem geht man zurück zu Sekretariat C und lässt ihn ausfüllen. Dieser muss aber noch von Prof unterschrieben werden. Dazu geht man zurück ins Sekretariat B und gibt den Vordruck in die Unterschriftenmappe. Übers Sekretariat C muss man dann ins Sekretariat A zurück, um sich den Schein abstempeln zu lassen.</p>
<p>Verkompliziert wird das System durch Details, so etwa, dass die Ausgabe von Scheinvordrucken im Sekretariat A möglicherweise eingestellt wurde und nun im Institutssekretariat vorgenommen wird. Nur damit wir uns richtig verstehen: ein Scheinvordruck ist kein wasserzeichendurchzogenes Sonderpapier mit Hologrammen und Sicherheitsfaden. Es sind mehrfach kopierte Kopien von Handscheren halbierten und ausgefransten DIN-A4-Blättern. Bei zehn Scheinen hat man acht unterschiedliche Designs &#8211; und das aus einem Institut. Inklusive einer Bescheinigung über eine in Anspruch genommene Studienberatung und einer nicht geringen Menge an Äquivalenzbescheinigungen (vier Zettel für zwei Seminare) aus dem Auslandsstudium bringt&#8217;s meine Mappe immerhin auf sechszehn Zettelchen, wobei auf einem Schein gleich drei Seminare eingetragen sind. Es entbehrt also nicht einer gewissen Komik, dass man den Abschluss des scheinrelevanten Studiums, also den Höhepunkt des Umfangs seiner persönlichen Zettelwirtschaft gemeinhin als Schein<em>freiheit </em>bezeichnet.</p>
<p>Zur Bestätigung dieser Scheinfreiheit gibt es das optionale Laufburschensystem. Prof A sieht die Scheine durch, unterschreibt den Antrag auf Austellung der Bestätigung des ordungsgemäßen Studiums. Mit diesem geht man zu Prof B, der diesen Antrag bearbeiten wird. Der hat dafür aber den Dienstweg vorgesehen, also geht man zu Bs Sekretärin und reicht dort den Antrag ein, welcher zurück zu Prof B geht. Dieser reicht den bearbeiteten Antrag ins Sekretariat von Prof C, welcher das Zeugnis unterschreiben soll. Allerdings befindet sich Prof C im Forschungssemester und Prof D, der seine Verwaltungsaufgaben kommissarisch übernommen hat, weiß nichts von einem Dienstweg, sondern unterschreibt das Zeugnis in seiner Sprechstunde, wofür das Sekretariat A Termine vergibt.</p>
<p>Dieses ist aber momentan nicht besetzt, weil Sekretärin A und ihre Vertretung A² derzeit dauerkrank und/oder im Urlaub sind, also wird man ins Sekretariat von Prof B geschickt. Die Sekretärin B hat aber die Anmeldeliste für die Sprechstunde von Prof D nicht vorliegen. Währenddessen trifft man Prof D auf dem Flur und spricht ihn an. Er sagt, man solle zur Anmeldung für seine Sprechstunde eine Email an das Institutssekretariat schicken, weil das die Anmeldung zweitweise übernommen hat. In einer Emailantwort wird man zurück an das Sekretariat A verwiesen, weil Sekretärin A³ aus ihrem Mutterschaftsurlaub zurück ist. Weil die Mittagspause von Sekretärin A³ aber blöderweise in die Öffnungszeiten des Sekretariats zwischen 12 und 13 Uhr fällt, ist sie mit der Institutssekretärin in der Mensa und Sekretärin B, die vermutlich den Zweitschlüssel für Sekretariat A und C hat, ist &#8220;irgendwo auf dem Campus unterwegs&#8221;. Also holt man sich den Sprechstundentermin beim Doktoranden von Prof A, mit dem man auf der Semesterabschlussparty von Prof D schon mal ein Bierchen getrunken hat. Er weiß von einer alternative Liste, die bei der Bibliotheksaufsicht liegt, wo sich aber niemand erklären kann, wie diese dahin gekommen ist.</p>
<p>In der Sprechstunde dann unterschreibt Prof D das Zeugnis, mit dem man zurück ins Institutssekretariat geht, um es abstempeln zu lassen. Die wiederum verfügen aber nicht über den notwendigen Stempel und verweisen auf das Prüfungsamt. Dort hat die Sekretärin für die Studentengruppe A-K gerade heute frei und die Sekretärin L-Z keine Zeit, weil sie schon seit 6.30 morgens telefonische Studentenfragen beantwortet. Sie vermutet aber, dass für die Abzeichnung des Zeugnisses sowieso das Verwaltungssekretariat E des Geschäftsführenden Direktors des Fachbereichs X zuständig ist. Der GD, der für Lehre Sekretariat F, für Forschungsangelegenheiten Sekretariat G und für spassrelevante Freizeitaktivitäten Sekretariat H unterhält, stemptelt nur an ungeraden Wochentagen. Termine dafür holt man sich bei Sonnenschein im Sekretariat G, an geraden Tagen bei H und für die Definition, was in welchem Monat ein ungerader Wochentag und ob ein gerader Tag für Unterschriften zulässig ist, ist Sekretariat J zuständig. Mittlerweile hat man den Überblick verloren, und weiß nicht mehr in welchem Sekretariat man die Schubkarre mit den Scheinen vergessen hat.</p>
<p>Das macht aber nichts, denn in der Studienberatung des Fachbereichs Y deutet Sekretärin I an, dass man die ganze Zettelwirtschaft sowieso nirgendwo nachreichen muss, weil da keiner mehr nach fragt (ob sie <em>nachfragt </em>meint, lässt sie dezent offen), wenn man durch eine geschickte Strategie ein paar neuralgische Sekretariate umgeht. Was ihre Zwischentöne anklingen lassen: wer aufmerksam die intitutionäre Kakophonie studiert hat, kennt die Profs, die an guten Tagen praktisch alles unterschreiben. Das einsetzende Gefühl, <em>alles</em> zu überstehen, wenn man <em>dieses</em> Chaos überstanden hat, zeigt an, dass man sich endlich getrost zum Examen melden kann.</p>
<p>Und nun hat mir das Prüfungsamt die ganze Bürokratie abgenommen. Mit allen Scheinen, allen Anträgen (der Hauptantrag und vier Antragszusätze und Sonderanträge), allen Zeugnissen, allen notwendigen Unterschriften saß ich gestern vormittag in ihrem Büro. Die Akte ist angelegt, auf Anhieb vollständig und ohne Grund zur Beanstandung. Jetzt gehen die Anträge in die verborgenen Mühlen der Bürokratie, die Prüfer in Haupt- und Nebenfächern werden angeschrieben. Die Sonderanträge gehen Anfang 2010 in den Prüfungsausschusses des Fachbereichs. Es sieht aber gut aus, sagt meine ganz persönliche Bürokratiesekretärin.</p>
<p><strong>Ein seltsames Gefühl, plötzlich alles abgenommen zu bekommen.</strong></p>
<p><em>Disclaimer: Hier werden weder einzelne Professoren, Institutsmitglieder oder Sekretärinnen verunglimpft oder persönlich an den Pranger gestellt, noch wird suggeriert, einige Profs nämen es manchmal nicht so genau oder bei der Festellung des &#8220;ordnungsgemäßen Studiums&#8221; sei getrickst worden. Ich war und bin in der Lage, das ordnungsgemäße Studium nachzuweisen. Dies hat auch der liebenswürdige Bürokratiedino (Prüfungsamt) zweifelsfrei festgestellt. Die hier geschilderten Ereignisse sind anektdotenhaft komprimierte Erfahrungswerte meinerseits oder aus bekannten Studentenkreisen aus siebzehn Hochschulsemestern und beziehen sich nicht notwendigerweise auf meine derzeit offiziell studierten Fächer und deren Fachbereiche (ich habe insgesamt an vier Fachbereichen studiert). Wir sind alle nur Opfer des Systems und dabei verhalten sich fast ausschließlich alle angemessen und mit einer notwendigen ironischen Distanz zum Verwaltungsapparat. Sollte sich hier jemand ertappt fühlt tut es dies vermutlich aus einem guten Grund.</em></p>
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		<title>Wie man sich Studenten vom Hals hält</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2009/09/12/wie-man-sich-studenten-vom-hals-halt/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 18:47:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[An anderer Stelle waren die (Öffnungs-)Zeiten der Sekretariate, Prof-Sprechstunden oder Geschäftszimmer bereits Thema. Mir ist aber noch eine weitere, vermutlich höchsteffiziente Möglichkeit entgangen, wie sich misanthropische Universitätsmitarbeiter Studenten vom Hals halten:
Sprechstunde von 6.30-8.00 Uhr. Morgens, wohlgemerkt.
Da mache ich demnächst um 6.31 einen Testanruf.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An <a href="http://www.extraflach.de/blog/2008/06/29/fleissiges-scheinesammeln/" target="_blank">anderer Stelle</a> waren die (Öffnungs-)Zeiten der Sekretariate, Prof-Sprechstunden oder Geschäftszimmer bereits Thema. Mir ist aber noch eine weitere, vermutlich höchsteffiziente Möglichkeit entgangen, wie sich misanthropische Universitätsmitarbeiter Studenten vom Hals halten:</p>
<p>Sprechstunde von 6.30-8.00 Uhr. Morgens, wohlgemerkt.</p>
<p><strong>Da mache ich demnächst um 6.31 einen Testanruf.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sprache der Magisterarbeit</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2009/07/23/sprache-der-magisterarbeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 10:33:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfungsordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtssprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil ich gar nicht weiß, wie ich hiermit anfangen soll, zitiere ich einfach mal aus der Magisterprüfungsordnung des Fachbereichs Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft der Universität Hamburg in ihrer derzeit gültigen Fassung (von 2003, nur damit keine angestaubten Missverständnisse aufkommen). Dort steht unter §29 folgendes:
(6) Die [Magisterarbeit] ist in deutscher Sprache abzufassen. In den fremdsprachli­chen Fächern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil ich gar nicht weiß, wie ich hiermit anfangen soll, zitiere ich einfach mal aus der <a href="http://www.slm.uni-hamburg.de/mpo/Magisterordnung_FB07.pdf" target="_blank">Magisterprüfungsordnung</a> des Fachbereichs Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft der Universität Hamburg in ihrer derzeit gültigen Fassung (von 2003, nur damit keine angestaubten Missverständnisse aufkommen). Dort steht unter §29 folgendes:</p>
<blockquote><p>(6) Die [Magisterarbeit] ist in deutscher Sprache abzufassen. In den fremdsprachli­chen Fächern kann die Hausarbeit mit schriftlicher Zustimmung der beiden bestellten Prü­fenden in der Zielsprache des be­treffenden Faches abgefasst werden. [...]</p></blockquote>
<p>Ha! Auf Antrag! Einige meiner Kommilitonen hielten es ja auch für einen leidlich lustigen Kalauer unseres Professors, der uns damals zwang unsere Linguistikhausarbeiten auf Englisch zu schreiben: &#8220;Bei mir reichen Sie Ihre Hausarbeiten auf Englisch ein. Schließlich studieren Sie diese Sprache. Bei der Magisterabeit darf ich Ihnen Deutsch nicht verbieten.&#8221; Ich habe der Universität schon damals allerlei skurrilen Schabernack zugetraut, auch &#8211; und vor allem &#8211; dass ich meine Magisterarbeit im Fach Englisch nur auf Antrag auch in englischer Sprache verfassen darf.</p>
<p>Nun bezweifle ich stark, dass die Prüfer mir die Zustimmung zum Antrag verwehren werden. Im Teilbereich Linguistik wurden zu meinen Anfängerzeiten lediglich eine von zwei Einführungsveranstaltungen auf Deutsch gehalten, eine Hausarbeit in deutscher Sprache habe ich in diesem Teilbereich nie geschrieben. In der Literaturwissenschaft werden nach wie vor die Hälfte aller Vorlesungen und Seminare auf Deutsch gehalten, obgleich sich das zunehmend zugunsten der Unterrichtssprache Englisch verschiebt. Das mag auch an der Verjüngung des Lehrkörpers liegen.</p>
<p>Aber seltsamerweise stellte sich mir nie die Frage, ob Englisch oder Deutsch. Das war irgendwie logisch. Und sollte auch selbstredend so sein. Selbst in anderen Fächern, die in unserem Fachbereich SLM gelehrt werden.</p>
<p><strong>Meine Zielsprache ist ja nicht Irisch.</strong></p>
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		<title>Fleissiges Scheinesammeln</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2008/06/29/fleissiges-scheinesammeln/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 22:43:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftszimmer]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfungsanmeldung]]></category>
		<category><![CDATA[Scheine]]></category>
		<category><![CDATA[Sekretariat]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ja eigentlich scheinfrei. Das heisst, ich habe die Hausarbeiten alle schon geschrieben, nur eben die Scheine noch nicht abgeholt. Und weil das Datum der Prüfungsanmeldung unaufhörlich näher rückt [ich hab den Juni total falsch eingeschätzt], wird es langsam Zeit, alles zusammen zu suchen.
Doch Scheinesammeln ist mühsam. Fast mühsamer als das Scheine schreiben selbst. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ja eigentlich scheinfrei. Das heisst, ich habe die Hausarbeiten alle schon geschrieben, nur eben die Scheine noch nicht abgeholt. Und weil das Datum der Prüfungsanmeldung unaufhörlich näher rückt [ich hab den Juni total falsch eingeschätzt], wird es langsam Zeit, alles zusammen zu suchen.</p>
<p>Doch Scheinesammeln ist mühsam. Fast mühsamer als das Scheine schreiben selbst. In Abwesenheit eines Zentralorgans haben denn auch alle unterschiedliche Verfahrensweisen. Der eine Prof gibt seine fertigen Scheine ins Geschäftszimmer, der nächste hinterlegt sie bei seiner Sekretärin und der dritte verlangt einen Gang in die Sprechstunde.</p>
<p>Natürlich haben die alle andere Öffnungszeiten. Sprechstunden, klar, die sind immer schräg. Aber das weiss man. Seltsamerweise hat man sich auch in sieben Jahren Universität nicht daran gewöhnt, dass die Sekretariate und Geschäftszimmer nicht unbedingt deckungsgleich öffnen. Die einen sind vormittags da, die anderen nur über den Mittag (11-13 Uhr), wieder andere erst ab eins oder drei nachmittags.</p>
<p><strong>Und für alle angegebenen Zeiten gilt grundsätzlich: &#8221;bin gerade nicht da&#8221;.</strong></p>
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		<title>Meldung zur Prüfung</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2008/06/21/meldung-zur-prufung/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 06:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfung]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfungsanmeldung]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie seltsam. Keiner kann niemanden nichts über die Formalitäten einer Prüfungsanmeldung sagen. Ich war noch nicht da, aber ich bin mir sicher, noch nicht einmal die im Prüfungsamt können das. Da blickt doch keiner durch. Gefühlt zumindest.
Oder kann mir jemand verständlich machen, weshalb Meldungen nur alle drei Monate möglich sind? Dieser Sinn ist völlig an mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie seltsam. Keiner kann niemanden nichts über die Formalitäten einer Prüfungsanmeldung sagen. Ich war noch nicht da, aber ich bin mir sicher, noch nicht einmal die im Prüfungsamt können das. Da blickt doch keiner durch. Gefühlt zumindest.</p>
<p>Oder kann mir jemand verständlich machen, weshalb Meldungen nur alle drei Monate möglich sind? Dieser Sinn ist völlig an mir vorbeigegangen. Vielleicht auch nur Ausdruck meiner naiven Vorstellung, und das gegen Ende des Studiums.</p>
<p><strong>Und was, bitte, ist das Studienbuch?</strong></p>
]]></content:encoded>
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