Am Anfang des Studiums, wenn man bewundernswert zu Examenskandidaten aufschaut und sich denkt, »das ist so sexy, Examen zu machen«, hat mir ein kluger Mensch mal gesagt, dass man bei großen Projekten besser die Finger von MS Word lässt. Äh, dass man eigentlich generell die Finger davon lässt. Schon damals war mir klar, dass diese Feststellung nicht aus sprunghafter Frustration gemacht wurde.
Ich weiss jetzt nicht, ob es eine bewusste Entscheidung war, bei Word zu bleiben. Vielleicht war es die Faulheit, sich auf ein OpenSource-Programm einzulassen, oder aber die relative Vertrautheit mit den Tücken eines Microsoftproduktes. Ja, auch die wachsen einem ans Herz. Und warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht, glaubt man zumindest zu jeder Zeit, Herr der Lage zu sein. Der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge.
Und seit ich mich während meines Austauschjahres (High School) in Australien ein halbes Jahr lang täglich mit MS Word als Hauptuntersuchungsgegenstand und nicht als Werkzeug auseinandersetzen musste, glaube ich zumindest, dem Programm ab und zu ein Schnippchen schlagen zu können. Mehr als VHS-Niveau war das zwar nicht, aber steter Tropfen höhlt den… Das beinhaltet auch die Verwendung von Formatvorlagen - richtig angewandt eine der wirklich tollen Errungenschaften.*
In dieser Auseinandersetzung ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
*Erinnert mich außerdem daran, dass ich während meines Ausflugs in die BWL einen ähnlichen Kurs machen musste (zeitlich und inhaltlich sehr viel gestraffter), nannte sich »Rechnerpraktikum«. Die beiden Mädels, die mich in diesem BWL-Jahr begleitet haben, hab ich seit bestimmt fünf Jahren nicht mehr gesehen. Würde ich allerdings mit Megafon in die Hamburger Innenstadt gehen und laut »Formaaaaatvorlaaaage« brüllen, würde ich die sofort wiederfinden. Sowas verbindet.