Archiv für die Kategorie „Korpus“

Irish Medicine

Dienstag, 15. Dezember 2009

I have not Drink a Glass of liquer this seven years unless it was orde­red me by a Doc­tor to use as medi­sene [Uls­ter, 1861, Anglican]

They have serious side effects.

Blumige Renundanz

Montag, 14. Dezember 2009

As to flowers we have such abun­dance that the woods abounds in More ple­nty than your Gar­den at home. [Uls­ter, 1767, Presbyterian]

Drei­fach hält besser.

Wochenrückblick 3.0: Woche 2

Dienstag, 13. Oktober 2009

Mon­tag: Also dann halt doch. Den Kor­pus noch mal lesen. Ele­tro­nisch unter­stützt durch die Suche, die mir the farb­lich mar­kiert. Jeden Tag zwei Buch­sta­ben­grup­pen, dann wird’s auch absehbar.

Diens­tag: Welch ver­rückte Krank­hei­ten gibt es eigent­lich? Pesti­lence. Da wär ich mit der Kon­text­su­che aus dem letz­ten Jahr nie drauf gekom­men. Damals habe ich nach so unschul­di­gen Krank­hei­ten wie fever, can­cer oder cough gesucht.

Mitt­woch: Lang­sam beginnt’s mir Spaß zu machen. Das ist auch fast wie eine Sucht, natür­lich bleibt’s auch nicht nur bei zwei Buch­sta­ben­grup­pen. Ich bin über­rascht, wie­viele Bei­spiele ich fin­den kann, die ich letz­tes Jahr nicht gefun­den habe. Da bin ich mal auf den Abgleich Alt-Neu gespannt.

Don­ners­tag: Ich bekomme Übung. Oft reicht ein Blick auf das rechts und links neben den farb­li­chen Mar­kie­run­gen. Und die Ten­denz, dass sich bestimmte Phä­no­mene nach sozia­lem Hin­ter­grund oder geo­gra­fi­scher Her­kunft ver­la­gern. Sehr fein, ein Muster!

Frei­tag: Fast durch. Das macht auch irgend­wie high, so eine Suche. Und ein wei­ser Mensch bemerkt: »Das muss wie Tele­fon­buch­le­sen sein.«

Sams­tag: An die Dra­men, die sich im 18. und 19. Jahr­hun­dert in der iri­schen Gesell­schaft und in der Aus­wan­de­rer­er­fah­rung abge­spielt haben müs­sen, habe ich mich ja über die Jahre gewöhnt. Aber manch­mal mischt so ein wenig das Bewußt­sein des Voy­eu­ris­mus ein. Zwi­schen »hät­ten die hier nicht ein abge­fah­re­nes gram­ma­ti­sches Phä­no­men benüt­zen kön­nen?« (Zynis­mus) und »wenn die gewusst hät­ten, dass wir hun­derte Jahre spä­ter so in ihren intims­ten Details schnüf­feln..« (Scham) ist oft ein schma­ler Grat.

Sonn­tag: Abgleich Alt-Neu. Erschre­ckend, die Hälfte der im vori­gen Jahr gefun­de­nen Bei­spiele kann ich eigent­lich getrost ver­ges­sen. War’s Unschuld, Unwis­sen oder Faul­heit? Fazit: es hat sich sehr gelohnt, den Kor­pus noch­mals zu durch­fors­ten. Tele­fon­buch hin oder her.

Humor III

Freitag, 9. Oktober 2009

She is well licked by the Bishop & priests of that Town. [Catho­lic Encoder, Muns­ter, 1861]

Ich glaube, ich sollte für heute Fei­er­abend machen.

Humor II

Freitag, 9. Oktober 2009

…und manch­mal sind die Schrei­ber unfrei­wil­lig komisch:

I hope you will Improve your Self at School and Study the English Gra­mar as your Let­ter is badly Spelt. [Uls­ter, 1818]

schreibt jemand, der unter ande­rem auch sol­che Stil­blü­ten von sich gibt:

Nea­ver the Less I must Ack­now­ledge Ire­land is by no means to be Com­pai­red to Ame­rica {.} I must be Con­tent to Lay my Boa­nes with my Anses­ters as I hive No famly at presant [Uls­ter, 1820]

Da gibt’s ortho­gra­fisch aber Schlimmeres.

Humor

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Die Daten für meine Unter­su­chung beziehe ich aus einem Kor­pus, der zum über­wie­gen­den Teil aus Brie­fen von und nach Irland besteht. Die Briefe wur­den zwi­schen 1675 und 1931 von meist mini­malst­ge­bil­de­ten Aus­wan­de­rern oder deren zurück­ge­blie­be­nen Fami­li­en­mit­glie­dern geschrie­ben. Darin tritt die ganze Band­breite der Dra­men zu Tage, die sich damals zuge­tra­gen haben: die Hun­gers­not von 1845-1849, iri­sche Erfah­run­gen im Bür­ger­krieg (im eige­nen Land oder in Ame­rika), die teil­weise nie­der­schmet­tern­den Erfah­rung der Aus­wan­de­rer - und nicht ver­ges­sen darf man die Fami­li­en­tren­nun­gen, die damals in den aller­meis­ten Fäl­len end­gül­tig war.

Ja, aber manch­mal fin­det man auch ein wenig Humor:

the sailors always say when a breeze gets up god help the poor souls ashore to night {.} pro­bably they did not say that aboard the Tita­nic [Ade­laide, Aus­tra­lien, May 13, 1912]

Da kommt noch mehr.

Datenflut

Dienstag, 29. September 2009

In einem mei­ner sich über die Monate aus­ge­wach­se­nen Alp­träume schrumpfte meine Daten­menge auf einen sta­tis­tisch uner­heb­li­chen klei­nen Hau­fen zusammen.

Dem ist mit­nich­ten so. Der erste Blick in die Daten­bank för­dert mehr als 500 Bei­spiele zu Tage. Für ein - gemein­hin - stief­müt­ter­lich ver­nach­läs­sig­tes Phä­no­men eine erstaun­li­che Menge. Okay, wenn man diese 530 Token noch von ihren Bei­spie­len berei­nigt, die zwar ein the ent­hal­ten, aber nicht in die Kate­go­rie »non-standard-Feature« fal­len, blei­ben aber ver­mut­lich noch weit über 400.

Das ist unglaub­lich viel.

Elektronische Korpussuche

Donnerstag, 12. Juni 2008

Heute begin­nen sie, die Spie­le­reien mit dem Such­pro­gramm. Das wird lus­tig. Ein­fach mal was ein­ge­ben, und gucken, was dabei rauskommt.

Hof­fent­lich das Richtige.