Archiv für die Kategorie „Sprachpolitik“

Deutsch und das Grundgesetz

Dienstag, 8. November 2011

Ges­tern war’s soweit: Die Peti­tion gegen die Auf­nahme von Deutsch ins Grund­ge­setz wurde vor dem Peti­ti­ons­aus­schus­ses des Bun­des­ta­ges ange­hört - also genau genom­men die Peti­tion gegen die Peti­tion für die Auf­nahme von Deutsch ins Grund­ge­setz. Ergo: Beide Peten­ten für und wider durf­ten ihre Anlie­gen vortragen.

Hier gibt es die Dis­kus­sion (ca. 60 Minu­ten, ab 1:00:30) zum Angu­cken: Peti­ti­ons­aus­schuss, 7. Novem­ber 2011

Ich war live dabei - eine sehr inter­es­sante Erfah­rung. Und ich glaube nicht, dass es zu hoch gegrif­fen ist zu sagen, dass das eine doch recht ein­sei­tige Ange­le­gen­heit war. Der Bun­des­tag schreibt auf sei­ner Web­seite: »Deutsch ins Grundgesetz«-Petition stößt auf Skepsis.

Aber sehen Sie selbst.

*Nein, ich bin nicht zu sehen. Ich sitze hin­ter dem Videowür­fel auf dem Ober­rang. Ich habe nicht gewusst, dass eine Stunde nicht aus­reicht, mit der BVG von Moa­bit nach Tier­gar­ten zu kom­men (für Nicht-Berliner: Moa­bit ist ein Teil von Tier­gar­ten; je nach Defi­ni­tion liegt es ein­fach nur direkt daneben.)

Warum Deutsch nicht ins Grundgesetz gehört

Montag, 24. Januar 2011

Es ist schwer, aus dem Wirr­warr der Dis­kus­sio­nen und Streit­ge­sprä­che über die »(Kein) Deutsch ins Grundgesetz«-Petitionen eini­ger­ma­ßen dis­kus­si­on­fä­hige Argu­mente für oder wider her­aus­zu­le­sen. Mir war irgend­wie danach, mal meine High­lights an Argu­men­ten der Befür­wor­ter zusammenzutragen.

Der Ein­fach­heit hal­ber nenne ich die Befür­wor­ter der Auf­nahme von Deutsch ins Grund­ge­setz »Befür­wor­ter« und die Geg­ner »Geg­ner«. Das klingt auf den ers­ten Blick para­dox. Es ist aber über­sicht­li­cher, als - von einer der bei­den Peti­tio­nen aus betrach­tet - die Men­schen, die dafür sind, als »Geg­ner« (der Peti­tion von Ana­tol Ste­fa­no­witsch) zu nen­nen und die, die dage­gen sind als »Befür­wor­ter« zu bezeich­nen oder anders­rum. Wenn also alle Klar­hei­ten besei­tigt sind, kann es losgehen.

Argu­ment 1: »19 Län­der in Europa haben ihre Spra­che in ihrer Ver­fas­sung ver­an­kert - und haben damit kein Problem.«

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Mehrsprachigkeit, Sprachpolitik, EU

Freitag, 18. Juni 2010

Fragt man Men­schen, wel­ches eines der größ­ten Pro­bleme der EU ist, ver­wette ich mei­nen Arsch dar­auf, dass 80% der Leute sagen: »Die EU hat ein Sprach­pro­blem«. Ver­mut­lich dürfte die Ant­wort auf die Frage aber auch kon­junk­tu­rel­len Schwan­kun­gen unter­lie­gen und der­zeit mit »Grie­chen­land«, »(T)Euro« oder »Hä? EU?« kon­kur­rie­ren. Aber kon­zen­trie­ren wir uns auf Euro­pas »Sprach­pro­blem«. (wei­ter­le­sen …)