Archiv zur KategorieTechnik

The Final Countdown

“Schlachtfeld” ist übrigens sehr wörtlich zu nehmen.

Ich befinde mich mittlerweile im atomaren Endzeitkrieg mit Word. Das geht so: ich mache eine hübsche Tabelle und Word pulverisiert einen Augenblick später die Arbeit von Stunden. Da hilft auch speichern nix (nur wer sich jetzt zur Klugscheißerei berufen fühlen sollte). Die Rückgängig-machen-Funktion macht ja logischerweise auch alle der Speicherung nachgefolgten Änderungen rückgängig. Und natürlich merkt man die von Geisterhand im Hintergrund vorgenommen Änderungen an Formatvorlagen (besonders bitter, wenn’s die Mastervorlage trifft) immer erst dann, wenn man schon soviel anderes geändert und gespeichert hat. Wie soll ich auch wissen, dass sich auf Seite 23 ein Zitat verschiebt, wenn ich auf 85 mit Tabellen hantiere?

80 Seiten lang machte Word genau das, was ich ihm gesagt hatte. Die Definition der Formatvorlagen war so gründlich, dass ich mich schon hätte anstrengen müssen, die Formatierungen mutwillig kaputt zu kriegen. Hm ja, bis die Tabellen kamen. Und bis mein typografischer Ehrgeiz aus simplen Linien-zentrierten-Zellen-Schwarz-Weiß-Tabellen was Hübscheres machen wollte. Für die Druckqualität der zeitweilig in Betracht gezogenen behelfsmäßigen Notkonstruktion (aus Tabelle mach Grafik) fehlt mir derzeit noch das treffende Vokabular. ‘Unterirdisch’ ginge schon mal in die richtige Richtung.

Aber ich vermelde die letzten Züge. Die Dateigröße ist mittlerweile auf über 1MB aufgebläht (andere kommen für ähnlich viel Magisterarbeit auf etwa 250KB). Wenn ich jetzt noch die Analyse der zeitlichen Distribution von “Artikelgebrauch im 19. Jahrhundert in Irland” einigermaßen in Worte gefasst bekomme (zeitlicher Verlauf ist im Übrigen bemerkenswert monoton) und man mir die heutige extreme Unlust nicht allzusehr anmerkt, dann fehlt nur noch die Abschlussdiskussion.

Liebes Word, den Krieg gewinne ich!

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Wieder da

Sodeles, tráchtas. dialann ist wieder online. Zwar hat das mit dem Facebook-PlugIn nicht geklappt, aber ich hab die Bundesliga geschlagen. Ein wenig stolz bin ich auch, alles komplett neu zu installieren – und dafür nur eine Stunde zu brauchen.

Und bin vor dem Ende der Schlusskonferenz fertig.

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Es ist… Word!

Ich war ja in drei Monaten relativer geistiger Umnachtung in einem IT-Unternehmen beschäftigt. Dort haben Studenten die Software auf Fehler getestet (auch eine Art, Projektmanagement zu definieren, aber gut), die die Informatiker erst auf Grund unserer fehlerhaften Definitionen produziert haben und dann auf unsere Ansage wieder ausmerzen mussten.

Da hat unser Chef immer gesagt, wenn wir uns über MS-Office-Produkte aufgeregt haben, dass wenn “wir” es schaffen würden, Software zu produzieren, die in ihrer Funktion so umfangreich und doch so relativ wenig fehleranfällig ist wie beispielsweise MS-Word, dann hätten wir’s geschafft.

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Dabei sein ist nicht alles, dabei bleiben schon

Du weißt, dass der Tag echt für die Katz war, wenn sich der word count nur vergrößert hat, weil du dein Literaturverzeichnis auf den neusten Stand gebracht hast.

Du weißt, dass du frustriert bist, weil die Fallhöhe nach Tagen absoluter Genialität unglaublich weh tut.

Du weißt, dass irgendwas schief läuft, weil der Grund, dass du dich unglaublich aufregst, ein unauffindbarer Kugelschreiber ist.

Du weißt, dass die Nerven blank liegen, weil du so unter Strom stehst, dass es zum Heulen nicht reicht.

Und Viren brauchst du wie n Pickel am Arsch.

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Materialverschleiß

Ich dachte ja, als erstes würde der Druckertoner seinen Geist aufgeben. Aber es ist die Kappe des Trackpoints. Ich hab mal vorsichtshalber im Duzend bestellt.

Sapperlott.

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Datenärger I

Natürlich! Natürlich weiß ich das – und natürlich habe ich Sicherungskopien an vier verschiedenen Orten. Aber das nützt alles nichts, wenn man (Forschungs-)Daten überschreibt, und die Datensicherung so aktuell ist, dass natürlich auch alle gesicherten Dateien längst überschrieben sind. Weil man die Überschreibung seiner Datenexceltabelle erst ein paar Tage später merkt.

Nur eine der vier Sicherungskopie ist älter als vier Tage – aber das hilft auch nicht so wahnsinnig viel, weil ich natürlich in der Zwischenzeit auch einen nicht unerheblichen Anteil an den bestehenden Daten verändert bzw. verbessert habe, der in der alten Sicherung noch nicht enthalten ist. So oder so, es ist ne Menge Mehrarbeit angefallen.

Und leider auch hier: Fortsetzung folgt.

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Der wahre Feind sitzt vor dir

…und ist nicht die Arbeit, es ist nicht die Datenmenge oder der Zeitdruck. Der wahre Feind ist Word.

Warum, bitteschön, erstellt Word automatisch eine neue Formatvorlage, wenn ich innerhalb eines Absatzes, dem eine vorhandene Vorlage zugewiesen ist, ein Wort kursiv setze? Tut’s da wirklich Not, gleich eine neue Vorlage zu erstellen? Es beschränkt sich ja nicht nur auf kursive Wörter, sondern – sofern ich sie hätte – fettgedruckte, unterstrichene, oder – Gott bewahre – unterschiedliche Schriftarten und -größen. Das müllt im Endeffekt nur meine Formatvorlagenleiste zu und hat keinen ersichtlichen Vorteil.

Oho, fängt ja gut an.

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Pimp your XP folder system

Mit den virtuellen Post-Its zur Entzerrung des Notizenwirrwarrs ist’s zwar noch immer nix geworden, aber immerhin: Mit der farblichen Markierung von Ordnern unter XP hat man zumindest eine zusätzliche Dimension für die Strukturierung nach beispielsweise inhaltlichen und formalen Ordnern.

Das famose Programm heißt sinnigerweise iColorFolder. Es erlaubt die Kennzeichnung von Ordnern (leider nicht von einzelnen Dateien) in sieben Farben. Damit kann ich jetzt meine Notizen nach Kapiteln, fachlicher Zugehörigkeit oder für die “Ablage P” markieren, ohne sie in einem Dschungel von Ordnern und Unterunterunterordnern zu verlieren, oder zu früh zu löschen.

Mit dem Skins-Pack entkommt man sogar den XP-Ordnersymbolen.

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Virtuelle Post-Its

Kinners, es kann doch nicht angehen, dass es eine so simple wie effektive Applikation wie digitale Post-Its nicht als Freeware gibt. Es ist beinahe unbegreiflich, dass es bis Windows 7 (Ätsch! Hihi!) gedauert hat, dass sowas einfach “da” ist. Und die Post-It-Verschnitte, die es bisher frei und ohne größeren Aufwand aufm Markt gibt, erwecken den Eindruck, die Entwicklung von Softwaredesign ist bei Windows 3.1 stehen geblieben.

Das ist doch zum Kotzen.

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KIP ist da

Was lange währt, wird endlich gut!

Seit dieser Woche bin ich stolzer Besitzer eines ThinkPads. ThinkPads sind Religion! So gibt es bei Facebook mehrere Dutzend Gruppen fürs kleine Schwarze: Tech is better in black, Your Mac looks like a bad joke next to my ThinkPad, oder Index finger pain from using trackpoint of IBM ThinkPads. Die Fraktion der ThinkPad-Hasser I have a ThinkPad and it sucks bleibt trotz oder gerade aufgrund des Gruppenbilds eines in Flammen aufgehenden Laptops (ironischerweise handelt es sich dabei um ein iBook) erwartungsgemäß in der Minderheit.

Und schon rennt die Maschine auch wieder wie Sau, und aufgrund des geringen Gewichts (1,3 kg), kommt’s mir beim Gang in die Bibliothek auch nicht mehr so vor, als müsste ich einen Träger für meinen alten Hinkelstein anheuern. Davon abgesehen, hat meine alte Krücke einen Lüfter wie ein Airbus – in Bibliotheken ist das schon fast peinlich.

Vielen Dank an dieser Stelle an die Leuts im ThinkPad-Forum für ihre Beratung, Christian für seine großartige Softwarehilfe und der Knitterfee fürs rattenscharfe Curry.

Jetzt muss es ja losgehen.

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