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	<title>*/ˈdɪːkæf/ - coffee &#38; linguistics &#187; Thema</title>
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		<title>Schlussredaktion</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 23:18:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ende]]></category>
		<category><![CDATA[Schlussredaktion]]></category>
		<category><![CDATA[The End]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor mir weitere besorgte Emails zugeschickt werden: ab morgen ist Schlussredaktion. Und vielleicht legt sich dann auch das beklemmende Gefühl, aufgrund von Betriebsblindheit das Wesentliche aus den Augen verloren zu haben. Von der vielzitierten Erleichterung ist noch nichts zu spüren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor mir weitere besorgte Emails zugeschickt werden: ab morgen ist Schlussredaktion. Und vielleicht legt sich dann auch das beklemmende Gefühl, aufgrund von Betriebsblindheit <em>das</em> Wesentliche aus den Augen verloren zu haben.</p>
<p><strong>Von der vielzitierten Erleichterung ist noch nichts zu spüren.</strong></p>
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		<title>The Final Countdown</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 03:07:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Schlachtfeld&#8221; ist übrigens sehr wörtlich zu nehmen. Ich befinde mich mittlerweile im atomaren Endzeitkrieg mit Word. Das geht so: ich mache eine hübsche Tabelle und Word pulverisiert einen Augenblick später die Arbeit von Stunden. Da hilft auch speichern nix (nur wer sich jetzt zur Klugscheißerei berufen fühlen sollte). Die Rückgängig-machen-Funktion macht ja logischerweise auch alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Schlachtfeld&#8221; ist übrigens sehr wörtlich zu nehmen.</p>
<p>Ich befinde mich mittlerweile im atomaren Endzeitkrieg mit Word. Das geht so: ich mache eine hübsche Tabelle und Word pulverisiert einen Augenblick später die Arbeit von Stunden. Da hilft auch speichern nix (nur wer sich jetzt zur Klugscheißerei berufen fühlen sollte). Die Rückgängig-machen-Funktion macht ja logischerweise auch alle der Speicherung nachgefolgten Änderungen rückgängig. Und natürlich merkt man die von Geisterhand im Hintergrund vorgenommen Änderungen an Formatvorlagen (besonders bitter, wenn&#8217;s die Mastervorlage trifft) immer erst dann, wenn man schon soviel anderes geändert und gespeichert hat. Wie soll ich auch wissen, dass sich auf Seite 23 ein Zitat verschiebt, wenn ich auf 85 mit Tabellen hantiere?</p>
<p>80 Seiten lang machte Word genau das, was ich ihm gesagt hatte. Die Definition der Formatvorlagen war so gründlich, dass ich mich schon hätte anstrengen müssen, die Formatierungen mutwillig kaputt zu kriegen. Hm ja, bis die Tabellen kamen. Und bis mein typografischer Ehrgeiz aus simplen Linien-zentrierten-Zellen-Schwarz-Weiß-Tabellen was Hübscheres machen wollte. Für die Druckqualität der zeitweilig in Betracht gezogenen behelfsmäßigen Notkonstruktion (aus Tabelle mach Grafik) fehlt mir derzeit noch das treffende Vokabular. &#8216;Unterirdisch&#8217; ginge schon mal in die richtige Richtung.</p>
<p>Aber ich vermelde die letzten Züge. Die Dateigröße ist mittlerweile auf über 1MB aufgebläht (andere kommen für ähnlich viel Magisterarbeit auf etwa 250KB). Wenn ich jetzt noch die Analyse der zeitlichen Distribution von &#8220;Artikelgebrauch im 19. Jahrhundert in Irland&#8221; einigermaßen in Worte gefasst bekomme (zeitlicher Verlauf ist im Übrigen bemerkenswert monoton) und man mir die heutige extreme Unlust nicht allzusehr anmerkt, dann fehlt nur noch die Abschlussdiskussion.</p>
<p><strong>Liebes Word, den Krieg gewinne ich!</strong></p>
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		<title>Radikal mal Nein sagen</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 13:33:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Radical Construction Grammar]]></category>
		<category><![CDATA[Schwere Kost]]></category>
		<category><![CDATA[William Croft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich intellektuell vielleicht etwas unterfordert fühlt, dem sei als Ostergeschenk die Radical Construction Grammar von William Croft ans Herz gelegt. Wie sagte ich zu einem meiner Betreuer: &#8220;Ich hab mir auch mal Croft angeguckt. Das ist ja n büschen schwer zu verdauen. Und ich dachte mir, da darf ich als Magistrand auch mal Nein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich intellektuell vielleicht etwas unterfordert fühlt, dem sei als Ostergeschenk die <em>Radical Construction Grammar</em> von William Croft ans Herz gelegt.</p>
<p>Wie sagte ich zu einem meiner Betreuer: &#8220;Ich hab mir auch mal Croft angeguckt. Das ist ja n büschen schwer zu verdauen. Und ich dachte mir, da darf ich als Magistrand auch mal Nein sagen!&#8221;</p>
<p><strong>Gelächter.</strong></p>
<p>Croft, William. 2003. <em>Radical Construction Grammar. Syntactic Theory in Typological Perspective</em>. Oxford.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zeitangaben und die referentielle Komponente</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 21:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Englischen gibt es Konstruktion &#8211; mit und alternativ ohne Artikel &#8211; die nichts damit zu tun haben, ob&#8217;s ein Ire oder ein Mensch aus Oxford von sich gibt. Dazu zählen beispielsweise at night vs. in the night und in spring vs. in the spring. Die jeweils letzteren Konstruktionen sind speziell den Iren nachgesagt worden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Englischen gibt es Konstruktion &#8211; mit und alternativ ohne Artikel &#8211; die nichts damit zu tun haben, ob&#8217;s ein Ire oder ein Mensch aus Oxford von sich gibt. Dazu zählen beispielsweise <em>at night</em> vs. <em>in the night</em> und <em>in spring</em> vs. <em>in the spring</em>. Die jeweils letzteren Konstruktionen sind speziell den Iren nachgesagt worden. Und niemand ist bisher (bis auf, ironischerweise, einige wenige Grammatiken für Standardenglisch) auf die semantische Komponente eingegangen, schon gar nicht für irisches Englisch.</p>
<p><span id="more-866"></span></p>
<p>Ich dachte ja auch erst, besonders Konstruktionen wie <em>in spring</em> und <em>in the spring</em> sind weitgehend synonym und lediglich stylistisch motiviert. Nahezu jede Grammatik sagt uns, dass Jahrezeiten in linguistisch nicht-referentieller Umgebung, d.h. wenn sie nicht durch eine of-Phrase postmodifiziert sind (<em>the spring of 2009</em>), ohne Artikel verwendet werden. Dies betrifft auch die Konstruktion <em>at night, </em>wie etwa in<em> I don&#8217;t sleep much <span style="text-decoration: underline;">at night</span>. </em>Es gibt allerdings Situationen, in denen man den Zeitpunkt herausheben will und kann, dann ist auch eine Konstruktion mit Artikel möglich: <em>I woke up at two o&#8217;clock </em><em><span style="text-decoration: underline;">in the night</span></em><em>.</em></p>
<p>So sind in unserem Korpus generelle Referenz für die Nacht als Ganzes nur in 10% der Fälle mit Artikel realisiert, während in Fällen, in denen ein bestimmter Zeitpunkt eine Rolle spielt, der Artikel in 57% verwendet wird. Auch wenn der referentielle Bezugspunkt hier nicht kategorisch den Artikelgebrauch motiviert, ist diese Entdeckung, nunja, erwartungsgemäß, aber irgendwie auch ein wenig sensationell (das mag natürlich, je nach Keltizismushang, jeder sehen wie er will).</p>
<p>Diese Muster haben mich veranlasst, das gleiche Spielchen bei Jahreszeiten durchzuführen. Hier kann man nicht nur nach Zeitpunkten (<em>Snow fell early in (the) spring</em>) und Perioden (<em>I was sick all (the) summer</em>), sondern auch nach spezifischen und nicht-spezifischen Jahreszeiten unterscheiden. Ein Fall einer spezifischen Jahreszeit wäre beispielsweise <em>I will come to America in (the) spring</em>, wenn also kontextuell eine bestimmte Jahreszeit gemeint ist, wie hier der nächste Frühling. Ein nicht-spezifischer Winter wäre beispielsweise <em>There is not much work here in (the) winter</em>, Arbeitslosigkeit gilt also für alle Winter, nicht nur für den kommenden oder den vergangenen.</p>
<p>Und was soll ich sagen &#8211; die kontextabhängige (wir sagen pragmatische) Umgebung ist ein entscheidender Faktor: ist eine bestimmte Jahreszeit gemeint, erscheint der Artikel in 75% der Fälle, bei nicht näher bestimmten nur in 42%. Ist ein bestimmter Zeit<strong>punkt </strong>Gegenstand der Äußerung, wird der Artikel in 76% verwendet, ist ein Zeit<strong>raum</strong> relevant, in 60%. Andersherum ist eine Äußerung für einen bestimmten Punkt in einer unbestimmten Jahreszeit theoretisch und logisch möglich (<em>Snow always falls early in (the) spring</em>), ist im Korpus als Repräsentant der Sprache im Gebrauch aber nicht attestiert. Mit anderen Worten: wird hier über Zeitpunkte in Jahreszeiten gesprochen, ist immer eine bestimmte Jahreszeit gemeint.</p>
<p>Dies lässt zwei Interpretationen zu. Nummer Eins: der Artikelgebrauch in diesen Temporalkonstruktionen unterliegt pragmatischen und referentiellen Beschränkungen oder ist durch sie begünstigt, und ist nicht mit Parallelkonstruktionen im Irischen, sondern nur mit semantischen/pragmatischen Strategien erklärbar. Nummer Zwei: Ich hab irgendwo einen derben Denkfehler.</p>
<p><strong>Daten lügen nicht. Gib ihnen genug Futter, dann liefern sie dir Muster.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>18 Stunden im Leben eines Magistranden</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/02/22/18-stunden-im-leben-eines-magistranden/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 09:32:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Für die Linguisten unter euch: ab 6 Uhr 25 wird&#8217;s richtig spannend.) 16.45 Ich wache auf, es ist kalt. Hab vergessen, die Heizung wieder anzustellen. 16.55 Radio an. Der SC Freiburg liegt zurück gegen Hertha, zu Hause. Und das noch vor dem ersten Kaffee. Das macht ganz schlechte Laune, Radio aus. 17.35 Ich genehmige mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Für die Linguisten unter euch: ab 6 Uhr 25 wird&#8217;s richtig spannend.)</p>
<p>16.45 Ich wache auf, es ist kalt. Hab vergessen, die Heizung wieder anzustellen.</p>
<p><span id="more-853"></span></p>
<p>16.55 Radio an. Der SC Freiburg liegt zurück gegen Hertha, zu Hause. Und das noch vor dem ersten Kaffee. Das macht ganz schlechte Laune, Radio aus.</p>
<p>17.35 Ich genehmige mir ne Runde Facebook-Spiele. Die Olympia-Erfahrung der letzten Tage hat gezeigt, dass ich an Biathlon-Tagen besonders unproduktiv bin. Und heute ist Massenstart. Probates Mittel gegen Prokrastination (&#8216;Die Angst vor der Datei&#8217;): Datei einfach aufmachen, bevor man die Facebook-Farm bestellt. Als Einstieg das bisher geschriebene &#8216;glätten&#8217;; Formulierungen, die gestern irgendwie total geil waren, klingen mit Abstand reichlich dämlich.</p>
<p>20.01 Tatsächlich, ich bewältige den historischen Abriss der linguistischen Besiedlung Irlands, an der ich gestern kläglich gescheitert war (soviel zum Thema &#8216;Geschichtliches geht irgendwie immer&#8217;). Die Übernahme einiger Passagen aus einer Hausarbeit vor fuffzig Semestern war eher hinderlich, als hilfreich. Und noch beim Schreiben fallen mir Dinge auf, die so unglaublich gut in meine Keltizismus-Dekonstruktion passen werden. Fein!</p>
<p>20.20 Ich beschließe, mich heute mit einer Pizza zu belohnen. Im Kühlschrank gammelt gar nichts mehr vor sich hin. Da Störfeuer gerade aber nicht willkommen sind, verschiebe ich die Bestellung.</p>
<p>21.30 Noch 30 Minuten bis zum Massenstart. Mein Magen erinnert mich kurz an die Pizzabestellung, die verschiebe ich aber gleich wieder, denn eigentlich wollte ich das Kapitel &#8220;Theorierahmen&#8221; schon gestern abgefrühstückt haben, so will ich zumindest noch die verworrenen Notizzettel geordnet bekommen, bevor&#8217;s in Whistler Mountain losgeht.</p>
<p>22.00 Der Livestream ist glücklicherweise stabil. Und weil ich bei Biathlon grundsätzlich nie gestört werden will, und ich mich so oder so nicht traue, wild blinkende Java-Webseiten von Pizzadiensten zu öffnen, die den Livestream zum garantierten Absturz bringen würde, verschiebe ich die Bestellung.</p>
<p>22.35 Was ein Rennen! Unglaublich! Das ist Biathlon! (Es hilft natürlich, wenn man sich so begeistern kann, dieses Glück ist ja nicht jedem beschieden.)</p>
<p>22.55 Mir schlottern immer noch die Knie. Ich brauch erst mal einen Kaffee.</p>
<p>23.45 Aber die Rückkehr ist geschafft, der Puls hat sich normalisiert. Ich werde erneut an den Hunger erinnert, verschiebe diesen aber wieder, weil ich neue Emails mit Artikelkonstruktionen in anderen Sprachen erhalte.</p>
<p>1.15 Ich bezahle 0,97 Euro für den ARD-Olympiasong. Ich find den toll. Aber ich frage mich schon, weshalb der Track, der ja von Bryan Adams eigens für die ARD geschrieben und mit Sicherheit von GEZ-Gebühren finanziert wurde, nicht kostenlos runterzuladen ist, sondern dass da offensichtlich noch die Amazons, iTunes und Musicloads dieser Welt kräftig mitverdienen.</p>
<p>2.25 Die Abhandlung des Theorierahmens ist irgendwie Marke Blafasel, und so richtig komme ich da nicht weiter. Also mache ich erst mal was Entspannteres: die cross-linguistische Analyse muss ja auch noch irgendwie zu Papier gebracht werden. Und mittlerweile ist die Umfrage auf 12 Sprachen angewachsen (6 Germanische, 4 Romanische, 1 Slavische und 1 Finno-Ugrische), da muss doch eine Beschreibung schon möglich sein. Also: durch die ganzen Emails friemeln.</p>
<p>3.15 Ich kämpfe mit den Konventionen linguistischer Darstellungsmethoden &#8211; und vor allem mit deren Darstellung in Word.</p>
<p>4.36 Frechheit &#8211; warum hat um diese Uhrzeit eigentlich noch kein Pizzadienst auf?</p>
<p>6.25 WESPENNEST! Bei der zusammenfassenden Diskussion meiner cross-linguistischen Analyse stoße ich auf Erstaunliches: nicht nur, dass der bestimmte Artikel ein sogenanntes &#8220;areal feature&#8221; ist (d.h., z.B., alle Sprachen in Westeuropa haben Artikel), das ist längst bekannt und hinreichend belegt, auch, dass sich diese häufig in geografisch eng verbandelten Sprachen im Kontakt entwickeln. Aber nu kommt&#8217;s: auch die Grammatikalisierung semantischer Konzepte scheint an geografische Nähe, weniger an linguistische, geknüpft zu sein. Mit anderen Worten: die zwar geografisch aber typologisch eher wenig bis gar nicht verwandten Sprachen Bulgarisch, Ungarisch und Rumänisch benutzen den Artikel in nahezu identischen Kontexten, womit Rumänisch in dieser Hinsicht beispielsweise sehr viel weiter weg ist von Italienisch als von Ungarisch. Das ist vielleicht nicht so sehr überraschend, aber für eine Miniumfrage mit gerade mal acht Beispielsätzen ist das unglaublich &#8211; und es stützt meine These so sehr, DASS ICH EIGENTLICH ALLE DISKUSSION UM IRISCH SOFORT EINSTELLEN KANN! Mit anderen Worten, &#8220;Standardenglisch&#8221; ist mit seinen durchgängig artikellosen Konstruktionen, äh, naja, ungewöhnlich.</p>
<p>8.40 Unglaublich, wie soll ich so aufgepuscht denn schlafen?</p>
<p>9.10 Aber ich verwerfe den kurzfristigen Gedanken, <em>jetzt</em> Bücher in die Stabi zurück zu bringen. Sollen die doch von meinen Gebühren Hiwis finanzieren.</p>
<p>10.31 Gute Nacht, ihr lieben!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Polemik auf der Überholspur</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 21:44:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Artikelgebrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Präskriptiver Sprachgebrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Rudi Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachgebrauch]]></category>

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		<description><![CDATA[The rules and long lists of categories requiring one or the other article laid down in standard grammars manage to hide the amount of variation which actually exists in this domain of grammar even in Standard English (StE), let alone the numerous social or regional varieties of English, which do not give &#8216;two hoots&#8217; for [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>The rules and long lists of categories requiring one or the other article laid down in standard grammars manage to hide the amount of variation which actually exists in this domain of grammar even in Standard English (StE), let alone the numerous social or regional varieties of English, which do not give &#8216;two hoots&#8217; for the grammarians&#8217; best efforts to dictate &#8216;correct usage&#8217;. The situation is much the same as when travelling on roads: once you are outside the radar-control zones of the major roads, on &#8216;B&#8217; roads, you can travel at whatever speek your driving skills and your vehicle may enable you to sustain without having to worry too much about speed control and traffic regulations. (Filppula 2001: 43)</p></blockquote>
<p>Vermutlich jeder Erstsemester würde eine Hausarbeit mit derartiger Polemik um die Ohren gehauen bekommen. So würd&#8217;s jedenfall ich machen, wenn mir mal jemand sowas vorlegen würde.</p>
<p>Wenn&#8217;s lustig gemeint war: Gähn, Thema verfehlt.<br />
Wenn&#8217;s ernst gemeint war: Keller, Rudi.</p>
<p><strong>Aber ganz flott.</strong></p>
<h5><span style="font-weight: normal;"><span style="color: #333333;">Filppula, Markku. 2001. The Highways and Byways of the English Definite Artilce. In: Hiltunen, R, K Battarbee, M Peikola &amp; SK Tanskanen [eds]. </span></span><em><span style="font-weight: normal;"><span style="color: #333333;">English in Zigs and Zags</span></span></em><span style="font-weight: normal;"><span style="color: #333333;">. Turku. 43-51.<br />
Keller, Rudi. 2003. <em>Sprachwandel</em>. Tübingen.</span></span></h5>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Schlau gedacht?</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/02/14/schlau-gedacht/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 13:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitshypothese]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[think outside the box]]></category>

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		<description><![CDATA[Einerseits habe ich derzeit eine mittlere Krise, weil ich nicht wirklich spürbar voran komme &#8211; in Relation gesetzt muss man wohl einbeziehen, dass ich seit Anfang Januar meine Arbeitshypothese so radikal geändert (ändern musste!) und vor zwei Wochen auch noch meinen Theorierahmen verworfen habe. So gesehen ist alles gar nicht so schlimm. Momentan lese ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einerseits habe ich derzeit eine mittlere Krise, weil ich nicht wirklich spürbar voran komme &#8211; in Relation gesetzt muss man wohl einbeziehen, dass ich seit Anfang Januar meine Arbeitshypothese so radikal geändert (ändern musste!) und vor zwei Wochen auch noch meinen Theorierahmen verworfen habe.</p>
<p>So gesehen ist alles gar nicht so schlimm. Momentan lese ich täglich Dinge, die mir aber so schon mal durch den Kopf gegeistert sind. Irgendwie so etwas in der Art &#8220;Hey, das müsste eigentlich doch ganz anders erklärbar sein, etwa so und so.&#8221; oder &#8220;Die sind doch alle total auf dem Holzweg, da muss man ganz anders rangehen&#8221;. Und Bamm &#8211; schon steht das irgendwo, zwar meist auf andere Dinge (=Phänomene) bezogen, aber nicht unübertragbar auf meinen Fall.</p>
<p>Aber irgendwie ist es ein Scheißgefühl, wenn man so gar nicht sichtbar weiter kommt. Ich weiß ja, dass die Arbeit wirklich ganz groß ist &#8211; weil einerseits die Ergebnisse meiner Daten etwas völlig anderes suggerieren, als bisher angenommen wurde und andererseits meine Herangehensweise von ganz anderen Grundannahmen ausgeht, die den Untersuchungsgegenstand in einem neuen Licht erscheinen lässt (und nach meiner Meinung die bisherigen Sichtweisen auch, äh, naja, mehr oder weniger disqualifizieren). Man könnte sagen: das ist <em>thinking outside the box</em>.</p>
<p>Natürlich helfen die Kommentare der Betreuer (&#8220;Ich freue mich auf Ihre Arbeit!&#8221; &#8211; &#8220;Das wird ne richtig tolle Arbeit, wenn du das so umsetzen kannst.&#8221;), die beide unabhängig voneinander ähnliche Vorschläge gemacht haben &#8211; und meinen Ehrgeiz wirklich angestachelt haben. Was im Oktober für mich noch undenkbar und viel zu kompliziert war, ist jetzt der Kern der Argumentation.</p>
<p>Wenn ich mir heute Ergebnisse und Argumentation von vor anderthalb Jahren angucke&#8230; ich hätte mich selbst durchfallen lassen.</p>
<p><strong>Jetzt bin ich Teil von was Großem.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Es woar dә Mutius</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/02/09/es-woar-d%d3%99-mutius/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 22:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bairisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Demonstrativpronomen]]></category>
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		<category><![CDATA[Radio Tatort]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn, in seiner wirklich einfachsten und stark verkürzten Form, der bestimmte Artikel einen Referenten (z.B. ein Objekt oder eine Person) als bestimmt oder definit markiert, dann ist der Artikel in vielen im vorigen Beitrag angeführten Kontexten eigentlich überflüssig. Ein Frühling, in welchem ich nach England fahre, ist immer noch der gleiche Frühling, ob mit oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn, in seiner wirklich einfachsten und stark verkürzten Form, der bestimmte Artikel einen Referenten (z.B. ein Objekt oder eine Person) als bestimmt oder definit markiert, dann ist der Artikel in vielen im vorigen Beitrag angeführten Kontexten eigentlich überflüssig. Ein Frühling, in welchem ich nach England fahre, ist immer noch der gleiche Frühling, ob mit oder ohne bestimmten Artikel.</p>
<p>Noch &#8220;unlogischer&#8221; wird es bei Artikeln in Verbindung mit Namen. <span id="more-786"></span></p>
<p>Namen bezeichnen Personen und diese sind in den allermeisten Kontexten inhärent definit, oder anders ausgedrückt: sie können nicht unbestimmt sein. Der Artikel ist hier also unlogisch. In meinem Korpus habe ich einige rare Beispiele &#8211; neben konventionalisierten Konstruktionen mit <em>Reverend</em> (<span style="text-decoration: underline;">the Rev</span> John Smith) &#8211; in denen der Artikel mit Namen oder Titeln verwendet wird:</p>
<blockquote><p>And if you see any of them give My Respects to Mrs Kilpatrick and <span style="text-decoration: underline;">the Miss Bars</span> [Fermanagh, Ulster, 1890]</p></blockquote>
<p>In vielen Sprachen ist der Artikel vor einem Personennamen sogar obligatorisch. Und wir müssen noch nicht mal ins Griechische oder Hebräische schauen: In allen südlichen Dialekten des Deutschen klingt das Weglassen des Artikels vor einem Personennamen* höchst seltsam und würde jeden Dialektimitator vermutlich sofort überführen.</p>
<ol>
<li>Frag mol <strong>d&#8217;</strong>Petra.</li>
<li><strong>Dә </strong>Michael isch krank.</li>
<li>Sell hat mir <strong>dә</strong> Daniel gsait.</li>
</ol>
<p>Apropos überführen: die Tatsache, dass der anonyme Anrufer in einem <a href="http://www.ard.de/radio/radiotatort/die-faelle/hexenjagd/hexenjagd-inhalt/-/id=1000940/gp1=996230/gp2=inhalt/nid=1000940/did=996230/1jh2z11/index.html" target="_blank">Radio Tatort</a>** bei einem Drohanruf in sonst lupenreinem Bairisch den Artikel vor einem Personennamen vergaß, überführte ihn als einzigen Nichteingeborenen im Dorf tatsächlich als Täter.</p>
<p><strong>Für mehr Linguistik in Drehbüchern!</strong></p>
<p><em>*Der angesprochene Artikelgebrauch in diesen Dialekten (z.B. Alemannisch, Bairisch) ist in nicht-abschätziger Bedeutung und ohne Funktion eines Demonstrativ- und/oder Relativpronomens gemeint; also nicht wie z.B. bei ‘<span style="font-style: normal;">der</span> Thomas, nicht <span style="font-style: normal;">dieser</span>’, ‘</em>der<em> Thomas, <span style="font-style: normal;">der </span>gestern hier war&#8217;. Im (gesprochenen) Hochdeutsch ähneln die Demonstrativ- und Relativpronomen (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deixis" target="_blank">Deixis</a>-DER bzw. </em>der<em>, </em>die<em>, </em>das<em> &#8216;welcher, welches, welche&#8217;) den bestimmten Artikeln in Form und Funktion. In einem solchen Fall (</em>DER Thomas, der gestern hier war<em>) wäre der Artikel also notwendig/möglich, auch &#8211; aber nicht nur &#8211; für besondere Betonung und Fokusierung.</em></p>
<p><em>**Menschen, die linguistisch nördlich des Weißwurschtäquators zu Hause sind: viel Spaß bei eurem ersten fremdsprachlichen Tatort! Das Drehbuch hat ein extremes, aber im deutschen Mediendschungel leider sehr selten gewordenes Lokalkolorit. (Äh, so nebenbei &#8211; für mich ist </em>Lokalkolorit<em> maskulin, aber sei&#8217;s drum. Der Herr Duden sagt, es sei ein Neutrum; Google favourisiert n:m 4:1.)</em></p>
<td style="height: 12.75pt; width: 454pt;" width="605" height="17"></td>
<td style="height: 12.75pt; width: 454pt;" width="605" height="17"></td>
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		<title>Jetzt wird&#8217;s typoLOGISCH</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 20:53:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sprachen & Dialekte]]></category>
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		<category><![CDATA[Abstrakte Substantive]]></category>
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		<category><![CDATA[Bulgarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Finnougrisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Indo-Europäisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Ungarisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vermutung, dass Standardenglisch mit seiner Artikellosigkeit meist allein auf weiter Flur steht, hat mich veranlasst, eine kleine Umfrage unter Muttersprachlern europäischer Sprachen mit bestimmten Artikeln (oder deren Äquivalenten) durchzuführen. Dazu bat ich um Übersetzungen von acht Beispielsätzen, in denen das irische Englisch angeblich so signifikant vom Standardenglisch abweicht. Darunter habe ich derzeit Beispiele aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vermutung, dass Standardenglisch mit seiner Artikellosigkeit meist allein auf weiter Flur steht, hat mich veranlasst, eine kleine Umfrage unter Muttersprachlern europäischer Sprachen mit bestimmten Artikeln (oder deren Äquivalenten) durchzuführen. Dazu bat ich um Übersetzungen von acht Beispielsätzen, in denen das irische Englisch angeblich so signifikant vom Standardenglisch abweicht. Darunter habe ich derzeit Beispiele aus dem Französischen, Italienischen, Ungarischen, Schwedischen und Bulgarischen. Und aus meinem eigenen Dialekt, dem Hochrheinalemannischen.*</p>
<p>Zwar verwenden nur Französich und Italienisch in <em>allen</em> Kontexten der Beispielsätze Definitheitsmarker, aber die Akzeptanzrate &#8211; mehr noch, die Notwendigkeit &#8211; von bestimmten Artikeln in einigen Kontexten ist für alle Sprachen verblüffend.</p>
<p><span id="more-764"></span>Besonders spannend finde ich hier die Kategorie der abstrakten Substantive, unzählbaren Plurale und Substantive mit generischer Referenz, die im Standardenglisch allesamt artikellos sind.</p>
<ol>
<li><span style="text-decoration: underline;">Water</span> is a precious commodity.<br />
<span style="text-decoration: underline;"> Картофи</span><strong><span style="text-decoration: underline;">те</span></strong> са скъпи в момента (Bulgarisch)<br />
<span style="text-decoration: underline;"> Vatt</span><strong><span style="text-decoration: underline;">en</span></strong> är en dyrbar vara. (Schwedisch)<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>L</strong>&#8216;</span><span><span style="text-decoration: underline;">eau</span> </span>est un bien précieuse. (Französisch)<br />
<strong><span style="text-decoration: underline;">A</span></strong><span style="text-decoration: underline;"> viz</span> értékes dolog. (Ungarisch)</li>
<li>He likes <span style="text-decoration: underline;">life</span> in Hamburg.<br />
Той харесва <span style="text-decoration: underline;">живот</span><strong><span style="text-decoration: underline;">а</span></strong> в Хамбург (Bulgarisch)<br />
Han gillar <span style="text-decoration: underline;">liv</span><strong><span style="text-decoration: underline;">et</span></strong> i Hamburg. (Schwedisch)<br />
Er mag <span style="text-decoration: underline;">das Leben</span> in Hamburg. (*Er mag <span style="text-decoration: underline;">Leben</span> in Hamburg)</li>
<li><span style="text-decoration: underline;">Potatoes</span> are expensive.<br />
Mostanában drága <span style="text-decoration: underline;"><strong><span style="text-decoration: none;">a</span></strong></span><span style="text-decoration: underline;"> burgonya</span>. (Ungarisch)<br />
<span style="text-decoration: underline;"><span style="text-decoration: none;"><strong>Le</strong></span></span><span style="text-decoration: underline;"> patate</span> sono care adesso (Italienisch)<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong><span style="text-decoration: none;">D&#8217;</span></strong></span><span style="text-decoration: underline;">Herdäpfel</span> sin düür. (Hochrheinalemannisch, optional, <em>preferred</em>)</li>
</ol>
<p>Auch bei Institutionen, bei denen im Englischen der Artikel optional (im Standardenglisch &#8220;ungrammatisch&#8221;) ist, bevorzugen andere europäische Sprachen Definitheitsmarker, in den meisten davon sind sie sogar obligatorisch: *<em>Er geht in Schule </em>ist nicht möglich. Das gleiche gilt für Jahrezeiten und Zeitangaben.</p>
<ol>
<li>He had to go to <span style="text-decoration: underline;">hospital</span> / He left <span style="text-decoration: underline;">school</span> at the age of 18.<br />
Hij gaat naar <strong><span style="text-decoration: underline;">het</span></strong> ziekenhuis. (Niederländisch) aber: He gaat naar <span style="text-decoration: underline;">school</span>.<br />
Er geht in<span style="text-decoration: underline;"><strong>s</strong></span> Krankenhaus.<br />
Il va à <strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="text-decoration: none;">l&#8217;</span></span></strong><span style="text-decoration: underline;">hôpit</span><span style="text-decoration: underline;">al</span>/à<strong> <span style="text-decoration: underline;">l</span></strong><span style="text-decoration: underline;">&#8216;école</span>. (Französisch)</li>
<li>I&#8217;ll be going to England <span style="text-decoration: underline;">in spring</span>.<br />
Je vais aller à l&#8217;Angleterre <span style="text-decoration: underline;"><strong>au</strong></span><span style="text-decoration: underline;"> printemps</span>. (&#8216;à <strong><span style="text-decoration: underline;">le</span></strong>&#8216;) (Französisch)<br />
På <span style="text-decoration: underline;">vår</span><span style="text-decoration: underline;"><strong>en</strong></span> åker jag till England. (Schwedisch)<br />
Aз ще ходя до Англия през <span style="text-decoration: underline;">пролет</span><strong><span style="text-decoration: underline;">та</span></strong>. (Bulgarisch)</li>
<li>She earns 1000 euros per week (&#8216;in the week&#8217;).<br />
Hon tjänar ettusen Euro i <span style="text-decoration: underline;">veck</span><span style="text-decoration: underline;"><strong>an</strong></span>. (Schwedisch)<br />
Ella gana mil euros <span style="text-decoration: underline;">por semana</span>/<span style="text-decoration: underline;">a <strong>la</strong> semana</span>. (Spanisch)<br />
Sie verdient 1000 Euro <span style="text-decoration: underline;">pro Woche</span>/<span style="text-decoration: underline;"><strong>die</strong> Woche</span> (Deutsch)<br />
Se verdient 1000 Euro <span style="text-decoration: underline;">in <strong>de</strong> Woch</span> (Hochrheinalemannisch, <em>preferred</em>)</li>
</ol>
<p><strong>Höchstspannend.</strong></p>
<p><em>*Alle befragten Muttersprachler wussten, worum es ging. Ich bat um die natürlich klingendste Entsprechung in gesprochener Sprache. Außerdem bat ich um einen Kommentar, ob die Artikel bzw. Definitheitsmarker obligatorisch, möglich/optional oder ungrammatisch sind. In den meisten Fällen sind sie obligatorisch, einige Sprecher fügten Kommentare hinzu, etwa &#8220;the omission of the article would sound extremely odd&#8221; (Bulgarisch, &#8216;Water is a precious commodity&#8217;).</em></p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 368px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">På våren åker jag till England</div>
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		<title>Sag niemals nie</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/01/26/sag-niemals-nie/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 16:24:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Artikelgebrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Irisch Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Leinster]]></category>
		<category><![CDATA[Unterverwendung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe sie gefunden, die Unterverwendung des unbestimmten Artikels: we did not have Ø very cold winter here [Leinster, 1894, Catholic] we did have Ø very hot summer here [Leinster, 1892, Catholic] Aber &#8211; und ich liebe dieses wissenschaftliche aber &#8211; diese Konstellation tritt nur bei einer einzigen Schreiberin auf und nur in Verbindung mit Jahreszeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe sie gefunden, die <em>Unter</em>verwendung des unbestimmten Artikels:</p>
<ol>
<li>we did not have Ø very cold winter here [Leinster, 1894, Catholic]</li>
<li>we did have Ø very hot summer here [Leinster, 1892, Catholic]</li>
</ol>
<p>Aber &#8211; und ich liebe dieses wissenschaftliche <em>aber</em> &#8211; diese Konstellation tritt nur bei einer einzigen Schreiberin auf und nur in Verbindung mit Jahreszeiten und Temperaturangaben, fast so, als wollte sie sagen <em>we did not have very cold winter weather</em>.</p>
<p>Ich habe es eher durch Zufall als durch aufmerksame Suche gefunden; es ist eine Erwähnung wert. Aber eine systematische Unterverwendung ist nicht festzustellen. Und eine Schwalbe macht bekanntlich keinen Sommer.</p>
<p><strong>Auch nicht einen besonders heißen.</strong></p>
]]></content:encoded>
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