Archiv für die Kategorie „Umgebungstemperatur“

Under Construction

Samstag, 6. November 2010

Im Philosophenturm, der Heimat der Geisteswissenschaftler, gehen seit Monaten – über das übliche Maß an Schnitzeljagdelementen hinaus – sehr seltsame Dinge vor sich.

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Das Schäufele aus Freiburg

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Das aktuelle Tohuwabohu um Wolfgang S. aus F. riss die Sprecherin beim Nachrichtenzulieferer eines Hamburger Radiosenders zu einem zumindest für Freunde der süddeutschen Küche amüsanten Versprecher hin:

Wolfgang Schäufele… Schäuble ist zurückgetreten/tritt zurück/wird zurückgetreten/dementiert Rücktrittsgerüchte. [Nichtzutreffendes ist je nach Sachlage zu streichen.]

Jetzt ist mir nach nem Schoiblə Schäufəle.

Parataktisches Länderspiel

Samstag, 11. September 2010

Ist Baden-Wuerttemberg ein Koordinativkompositum?

Bei diesen Komposita, auch Dvandvas genannt, befinden sich die Bestandteile nicht im “üblichen” Verhältnis semantischer Unter- bzw. Oberordnung, sondern sind – obächtle – gleichwertig. Baden-Wuerttemberg ist aber schlicht ein unmöglicher Ausdruck. Und niemals, lieber NDR, ist es ein Derby, auch nicht das Baden-Wuerttemberg-Derby.

Es ist Länderspiel.

Zur Feier des Tages spendiere ich den Schwaben zwei Punkte.

The German Blitz macht endlich Sinn!

Samstag, 4. September 2010

Gestört von sprachwissenschaftlicher Prüfungsliteratur waren die Tiefflieger vom VDS in der letzten Zeit irgendwie von meinem Radar verschwunden. Ein weiterer Grund ist möglicherweise auch, dass ein erneuter Viren- und Trojanerangriff auf meinen Rechner meine Lesezeichenleiste mit den unter „Lustiges Fremdschämen für Fortgeschrittene” abgelegten Forenbeiträgen des Vereins unbrauchbar gemacht hat. Den heutigen Besuch beim VDS verdanke ich einem sehr witzigen Beitrag im Sprachblog über „Sprachpanscher”.

Zur Erinnerung und in Kurzform: eigentlich geht es dem VDS nicht um Sprachpflege, sondern um die angebliche Überfrachtung der deutschen Sprache mit „Denglisch”. Hauptaussagen: Niedergang des Deutschen! Peinliche Angeberei! Heiße Luft! Lehnwörter ergeben keinerlei Sinn in ihrer Herkunftssprache! Muttersprachler lachen sich tot über unseren Gebrauch englischer Lehnwörter! Bedeutung der Lehnwörter im Englischen ganz anders! Goethe würde sich im Grab umdrehen!

Denkbar. (weiterlesen …)

Heimspiel

Montag, 16. August 2010

Fühlen Sie sich körperlich in der Lage, diese Prüfung abzulegen?

- Ja, obwohl’s aus Sicht des Prüflings die falsche Frage ist.

Wenn Sie also die erste Frage richtig beantworten, beginnt das Heimspiel in der Folterkammer, Raum 101. (Jetzt mal ohne Scheiß – auch ein Institut in dem Anglistische Literatur gelehrt und erforscht wird vergibt solche Raumnummern. Running Gag.) Und wenn Sie Glück haben, wird’s ne lustige, angenehme, faire und erfolgreiche Prüfung.

Was haben die Keltizismushypothese, Karl-Heinz, Noam Chomsky und Biergit Kraft gemeinsam?

In diesem Sinne, boah bin isch feddich.

Vom Versuch, eine Negative zu beweisen

Montag, 9. August 2010

Gestern war ich mir nicht sicher, ob nicht vielleicht Montag ist. Heute weiß ich, dass Sonntag gestern war, aber ob heute Montag ist, davon bin ich nicht trotzdem nicht überzeugt – könnte auch gestern gewesen sein. Ergo: heute ist nicht gestern, aber gestern war heute.

MA(suz)=T-7. Finde die Variable.

Realsatire ist ein Euphemismus

Sonntag, 8. August 2010

Wer mal im Ausland studiert hat, mag’s erkannt haben: wir haben wirklich einen aufgeblasenen Verwaltungsapparat. Einige deutsche Unis haben’s mit dem zirkulären Bazar besser drauf, als andere – und ich wage mal die Behauptung, dass ich an einem besonders erfolgreichen Exemplar meinen Abschluss mache. Der springende Punkt ist, dass wir’s wissen, wir sind’s gewöhnt – und Teil des Ganzen. Und nehmen’s mit Humor.*

Aber wie erklärt man jetzt einem Verwaltungsangestellten einer Uni im Ausland, deren Verwaltung vermutlich in eine Hundehütte passt, dass man noch auf dies und das wartet, weil bei uns ja noch nicht mal die Finger einer Hand wissen, was sie untereinander tun? (Ich warte schon fast doppelt so lange wie zugesagt auf ein Klausurergebnis aus einer anderen Fakultät als meiner eigenen – und die hat natürlich keine Handhabe und keinerlei Einfluss, ja, sie kann den Anderen noch nicht auf die Finger hauen.)

Part of the problem is the decentralized university administration. Unless you are familiar with the intricacies of German university organization, it will be hard to grap the, eh, mess – so I won’t even go there.

Hab ich nicht, hätte ich aber gerne.

*Und nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht: ich bin der festen Überzeugung dass mich nichts fitter für die Arbeitswelt gemacht hat, als die Erfahrungen an einer fast liebenswert chaotischen deutschen Uni. Schaffste es hier, schaffste es überall. True story.

Es war Wahl – und nur die Reichen gingen hin

Dienstag, 20. Juli 2010

Das eigentlich Dramatische am Volksentscheid über Hamburgs Bildungspolitik ist nicht, dass die sechsjährige Primarschule nicht kommt. Das dennoch in Kraft tretende Restreformpaket geht schon mal einen modernen Weg weg vom dreigliedrigen Schulsystem. Ob und inwiefern längeres gemeinsames Lernen die Bildungsmisere beseitig kann/könnte, ist letztendlich reine Ansichts- oder Geschmackssache und/oder welcher Studie man mehr Glauben schenken mag.

Nein, das wirklich Tragische ist, dass dieser Atlas über die Wahlbeteiligung so ziemlich die treffendste soziodemographische Darstellung Hamburgs ist, die überhaupt gezeichnet werden kann, übrigens völlig unabhängig vom Abstimmungsverhalten in den jeweiligen Stadtteilen. Man muss kein Prophet sein, um zu behaupten, dass man diese Karte ohne Verlust der Aussagekraft mit “Pro-Kopf-Einkommen in Hamburg” untertiteln könnte.

Im besten Fall lässt die Interpretation der Karte den Schluss zu, dass das Bildungsbürgertum der Hansestadt am Sonntag nicht weniger als seinen Status Quo und seine Herkunftselite verteidigt hat. Im schlimmsten Fall bleibt die erschreckende, wenn nicht sogar besorgniserregende Erkenntnis, dass politisches Mitspracherecht den bildungsfernen, sozial- und einkommensschwachen Bevölkerungsschichten vermutlich schlicht egal ist.

Davon unabhängig: wenn die GAL schlau ist, kündigt sie die Koaltion.

Erschwerte Bedingungen

Samstag, 10. Juli 2010

Ich hab’s ja schon mal erlebt, es ist also nichts Neues. Vor neun Uhr morgens schon 30 Grad (und nach neun Uhr abends immer noch 30 übrigens auch) hatte ich schon in so gemäßigten Breiten wie Ägypten, Australien oder Thailand.

Alter Schwede!

(Möglicherweise würde mich jeder Arzt derzeit aufgrund einer Kombination von hitzebedingter und davon unabhängiger Krankheitssymptome ne Woche krank schreiben, aber Dienstag gilt’s halt mal wieder. Und da der nächstmögliche Prüfungstermin Ende Oktober wäre, ist mir das jetzt auch wurscht. Mit Wadenwickeln und Büchern zurück ins Bett!)

Testspiel

Mittwoch, 7. Juli 2010

Warum macht die ARD eigentlich so ein Gewese um das Trainingsspiel heute abend?

- Schwenker & Schmidt, Alsterradio 106.8.

Dort kann man auch auf das Finale tippen – 106:8.