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	<title>tráchtas. dialann. tagebuch einer magisterarbeit. &#187; Umgebungstemperatur</title>
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		<title>Es war Wahl &#8211; und nur die Reichen gingen hin</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 06:40:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das eigentlich Dramatische am Volksentscheid über Hamburgs Bildungspolitik ist nicht, dass die sechsjährige Primarschule nicht kommt. Das dennoch in Kraft tretende Restreformpaket geht schon mal einen modernen Weg weg vom dreigliedrigen Schulsystem. Ob und inwiefern längeres gemeinsames Lernen die Bildungsmisere beseitig kann/könnte, ist letztendlich reine Ansichts- oder Geschmackssache und/oder welcher Studie man mehr Glauben schenken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das eigentlich Dramatische am Volksentscheid über Hamburgs Bildungspolitik ist nicht, dass die sechsjährige Primarschule nicht kommt. Das dennoch in Kraft tretende Restreformpaket geht schon mal einen modernen Weg weg vom dreigliedrigen Schulsystem. Ob und inwiefern längeres gemeinsames Lernen die Bildungsmisere beseitig kann/könnte, ist letztendlich reine Ansichts- oder Geschmackssache und/oder welcher Studie man mehr Glauben schenken mag.</p>
<p>Nein, das wirklich Tragische ist, dass <a href="http://statistik-nord.de/fileadmin/maps/referendum_hh_2010/atlas.html" target="_blank">dieser Atlas</a> über die Wahlbeteiligung so ziemlich die treffendste soziodemographische Darstellung Hamburgs ist, die überhaupt gezeichnet werden kann, übrigens völlig unabhängig vom Abstimmungsverhalten in den jeweiligen Stadtteilen. Man muss kein Prophet sein, um zu behaupten, dass man diese Karte ohne Verlust der Aussagekraft mit &#8220;Pro-Kopf-Einkommen in Hamburg&#8221; untertiteln könnte.</p>
<p>Im besten Fall lässt die Interpretation der Karte den Schluss zu, dass das Bildungsbürgertum der Hansestadt am Sonntag nicht weniger als seinen Status Quo und seine Herkunftselite verteidigt hat. Im schlimmsten Fall bleibt die erschreckende, wenn nicht sogar besorgniserregende Erkenntnis, dass politisches Mitspracherecht den bildungsfernen, sozial- und einkommensschwachen Bevölkerungsschichten vermutlich schlicht egal ist.</p>
<p><strong>Davon unabhängig: wenn die GAL schlau ist, kündigt sie die Koaltion.</strong></p>
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		<title>Testspiel</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 17:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum macht die ARD eigentlich so ein Gewese um das Trainingsspiel heute abend?
- Schwenker &#38; Schmidt, Alsterradio 106.8.
Dort kann man auch auf das Finale tippen &#8211; 106:8.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Warum macht die ARD eigentlich so ein Gewese um das Trainingsspiel heute abend?</p>
<p>- <em>Schwenker &amp; Schmidt, Alsterradio 106.8.</em></p></blockquote>
<p><strong>Dort kann man auch auf das Finale tippen &#8211; 106:8.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tatort Barmbek</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 07:37:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach sechs Monaten Schreibtischdienst ohne nennenswertes Sozialleben und kurz vor dem Gang in den Copyshop weißt du, dass du urlaubsreif bist, wenn du beim Anblick deiner Straße voller Löschzüge, Polizei, Krankenwagen und mit Gasmasken bestückten Feuerwehrleute nur daran denkst, wo der USB-Stick mit der PDF der Magisterarbeit liegt. Andere raffen Photos, Ausweisdokumente oder Bargeldbestände zusammen.
Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach sechs Monaten Schreibtischdienst ohne nennenswertes Sozialleben und kurz vor dem Gang in den Copyshop weißt du, dass du urlaubsreif bist, wenn du beim Anblick deiner Straße voller Löschzüge, Polizei, Krankenwagen und mit Gasmasken bestückten Feuerwehrleute nur daran denkst, wo der USB-Stick mit der PDF der Magisterarbeit liegt. Andere raffen Photos, Ausweisdokumente oder Bargeldbestände zusammen.</p>
<p>Der Genny bläst vermutlich gerade die Sprungburg auf, das kann ich aber nicht einsehen, weil ich über/hinter der Regenrinne im Dachgeschoss wohne. Aber die Blickrichtung der Passanten verrät nichts Gutes: die gucken alle in meine Richtung. Ich rufe mal eben nach unten: &#8220;Huhu! Ob mir einer der Herren mal sagen könnte, ob ich gleich sterbe? Ich meine, falls einer gerade Zeit hat.&#8221; Niemand antwortet, weil sich&#8217;s mit so Gasmasken natürlich auch nicht besonders gut hören lässt.</p>
<p>Weil das Spektakel genauso schnell zu Ende ist, wie&#8217;s aufgezogen war, schiebe ich es mal auf einen unglücklichen Nachbarn, dessen äußerst sensiblen Rauchmelder ausgerechnet dann den Realitätscheck machen, wie er nicht zu Hause ist. Das wird teuer! Aber es war vermutlich absehbar, dass das mal passiert, weil bei uns im Haus fast täglich irgendwo ein Sensibelchen jault, wenn man Fischstäbchen brät. (Schade eigentlich nur, dass der fette Benz, der seit Tagen in der Feuerwehrzufahr im Halteverbot parkt, außer Haus war &#8211; das wäre schon ein nettes Schauspiel gewesen, da ein Löschzug so ein Störelement relativ schnell einfach zur Seite schiebt.)</p>
<p><strong>Und alles zur besten Tatortsendezeit.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Meine erste (aktive) Konferenz</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 18:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Extralinguistisches]]></category>
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		<category><![CDATA[47. StuTS]]></category>
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		<description><![CDATA[Jetzt steht der akademischen Karriere ja nu nichts mehr im Weg. Für die 47. Studentischen Tagung Sprachwissenschaft (StuTS) in Mainz habe ich mein Magisterarbeitsthema als Vortrag eingereicht. Das wird spannend und lustig. Eventuelles Feedback wird zwar zu spät kommen, aber zum &#8220;warm machen&#8221; wird das ganz famos. Und&#8230;
&#8230;ich freu mich riesig drauf.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt steht der akademischen Karriere ja nu nichts mehr im Weg. Für die <a href="http://47.stuts.de/index.php" target="_blank">47. Studentischen Tagung Sprachwissenschaft</a> (StuTS) in Mainz habe ich mein Magisterarbeitsthema als <a href="http://47.stuts.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=72&amp;Itemid=76/#flach" target="_blank">Vortrag</a> eingereicht. Das wird spannend und lustig. Eventuelles Feedback wird zwar zu spät kommen, aber zum &#8220;warm machen&#8221; wird das ganz famos. Und&#8230;</p>
<p><strong>&#8230;ich freu mich riesig drauf.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Birne ist hinfällig</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/04/05/die-birne-ist-hinfallig/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 23:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dietmar Riemer]]></category>
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		<description><![CDATA[Altbundeskanzler Helmut Kohl feierte gestern seinen 80. Geburtstag. Der einzige Grund, ihn dafür nicht an seinem Geburtstag zu würdigen, liegt im gestrigen Artikel, den ich persönlich zu schön fand, ihm auch gleich eine ebenbürtige Konkurrenz aufzuhalsen.
Aber widmen wir uns einem Beitrag auf NDR2, der gestern einen Nachruf, pardon, einen Beitrag über die Geburtstagsnichtfeierlichkeiten Helmut Kohls [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Altbundeskanzler Helmut Kohl feierte gestern seinen 80. Geburtstag. Der einzige Grund, ihn dafür nicht an seinem Geburtstag zu würdigen, liegt im <a href="http://www.extraflach.de/blog/2010/04/03/morphologie-fur-anfanger/" target="_self">gestrigen Artikel</a>, den ich persönlich zu schön fand, ihm auch gleich eine ebenbürtige Konkurrenz aufzuhalsen.</p>
<p>Aber widmen wir uns einem Beitrag auf NDR2, der gestern einen Nachruf, pardon, einen Beitrag über die Geburtstagsnichtfeierlichkeiten Helmut Kohls sendete:</p>
<blockquote><p>[Helmut Kohl] ist ein bißchen hinfällig geworden, aber er ist voll präsent. Ihm kann keiner was vormachen; er nimmt am politischen Leben insofern teil, als dass er sich über alles noch informieren lässt. Helmut Kohl ist geistig voll da, aber er ist körperlich eben hinfällig.<br />
(Dietmar Riemer<em>, </em>ARD-Hauptstadtstudio Berlin<em>,&#8221;<a href="http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast2974/AU-20100403-1211-5901.mp3" target="_blank">Kurier um 12</a>&#8220;, </em>NDR2<em>, </em>3. April 2010)</p></blockquote>
<p>Ich stutzte sofort beim Adjektiv <em>hinfällig</em>. <span id="more-966"></span>Zwar war augenblicklich klar, dass <em>hinfällig</em> hier nicht im Sinne von &#8216;<a href="http://www.dwds.de/?kompakt=1&amp;qu=hinfällig" target="_blank">gegenstandslos, ungültig</a>&#8216; gemeint war, obgleich die Nähe zu <em>präsent</em> durchaus zur Verwirrung, um nicht zu sagen zur Belustigung, beitrug. (Von mir aus darf hier auch an die &#8211; bildliche &#8211; größere Versenkung gedacht werden, in der Helmut Kohl in den letzten Jahren verschwunden ist.)</p>
<p>Neu war mir die Bedeutung von <em>hinfällig</em> als &#8216;gebrechlich&#8217; (wörtlich: &#8216;verfallen, hinfallen&#8217;). Jetzt mal ehrlich? Hände hoch, wer Helmut Kohl unvermittelt mit ausgezehrtem, kraftlosem oder fragilem Fallobst assoziiert. Also ich habe damit ehrlich gesagt grobe Schwierigkeiten.</p>
<p>Nun mögen mir etymologisch besser geschulte Menschen zur Hilfe springen. Ein Blick ins historische Wörterbuch verrät, dass <em>hinfällig</em> früher besonders im wörtlichen Sinn von &#8216;hinfallen&#8217; und der daraus abgeleiteten Bedeutung &#8216;dem Untergang nahe, vergehen&#8217; verwendet wurde. Irgendwo dazwischen muss die Entwicklung zu einer abstrakten Verwendung für &#8216;gegenstandslos, ungültig, irrelevant&#8217; entstanden sein, der ursprüngliche Sinn blieb offenbar erhalten. Ich hatte ungeprüft zunächst vermutet, da mir seine Etymologie nicht bewusst war, dass es sich hierbei um einem Bedeutungswandel vom abstrakten zum wörtlichen Sinn handelt (linguistisch gesehen ist solch ein Prozess eher ungewöhnlich). Anscheinend ist es umgekehrt (ergo &#8220;logischer&#8221;). Aber ich behaupte, dass <em>hinfällig</em> heute vornehmlich in seiner erweiterten Bedeutung verwendet wird. Sollte dies nicht so sein, lasse ich mich belehren und fühle mich hinfällig ergeben.</p>
<p>Nun ist es so, dass mir auf die Schnelle kein geeignetes, ähnlich prägnantes Synonym einfällt, was Herr Riemer hier zweideutungsfrei hätte verwenden können (ich hätte es vermutlich schlicht mit &#8216;gebrechlich&#8217; versucht). Ich bin mir aber sicher, dass sich ein Journalist da besser anstrengen darf: immerhin schafft es der wortgewaltige Riemer über Kohl zu sagen, dieser habe den &#8220;Mantel der Geschichte an seinem dicksten Ende erwischt&#8221;. (Tja, nun mag der pedantische Kohärenztheoretiker auch fragen, welches Ende welches Mantels genau dicker sein soll, als welches anderes, aber gut, Details.)</p>
<p>Im direkten kontextuellen Zusammenhang mit &#8216;Präsenz&#8217;, &#8216;Teilhabe&#8217; und &#8216;dickes Ende&#8217; gepaart mit der gegenwärtigen politischen Bedeutungslosigkeit des Altkanzlers und der Helmut Kohl seit Jahrzehnten umgebenen satirischen Dunstglocke ist die Wortwahl &#8216;hinfällig&#8217; irgendwie merkwürdig, zumindest aber unglücklich. Und der Verdacht liegt nahe, dass Riemer kein gewollter <a href="http://www.titanic-magazin.de/news.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=3546&amp;tx_ttnews[backPid]=3&amp;cHash=26138ec399c66f435e21ac7b824957cc" target="_blank">Wortwitz</a> gelang.</p>
<p><strong>In diesem Sinne, Herzlichen Glückwunsch, Herr Dr. Kohl!</strong></p>
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		<title>Die Poesie der chaotischen Kreativität</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/03/07/die-poesie-der-chaotischen-kreativitat/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 17:07:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgebungstemperatur]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsweise]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos auf dem Schreibtisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kristins Sprachblog]]></category>
		<category><![CDATA[Splok]]></category>

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		<description><![CDATA[Angelehnt an Kristins &#8216;Ein kleiner Gruß vom Schlachtfeld&#8216; (auf deren interessantes Sprachblog ich hiermit ausdrücklich hinweisen möchte; wir sehen uns in Mainz!), auch von mir einen kleinen Eindruck vom Schreibtisch. Der hat sich nämlich vor ein paar Wochen vom Arbeits- und Schlafzimmer in die Wohnküche verschoben, und der Küchentisch ist ins Schlafzimmer verbannt &#8211; das hält [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angelehnt an Kristins &#8216;<a href="http://schplock.wordpress.com/2009/12/07/schlachtfeld/" target="_blank">Ein kleiner Gruß vom Schlachtfeld</a>&#8216; (auf deren interessantes <a href="http://schplock.wordpress.com/" target="_blank">Sprachblog</a> ich hiermit ausdrücklich hinweisen möchte; wir sehen uns in Mainz!), auch von mir einen kleinen Eindruck vom Schreibtisch. Der hat sich nämlich vor ein paar Wochen vom Arbeits- und Schlafzimmer in die Wohnküche verschoben, und der Küchentisch ist ins Schlafzimmer verbannt &#8211; das hält die Wege zu Kühlschrank, Kaffeemaschine und Radio effizient kurz.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-883" title="schlachtfeld" src="http://www.extraflach.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/schlachtfeld.JPG" alt="schlachtfeld" width="448" height="251" /></p>
<p>Hier sei auch angemerkt, dass ich NUR so chaotisch arbeiten kann (wobei der S/W-Modus hier die gröbsten Zettelberge schlicht verschleiert). Wenn ich anfangen würde, aufzuräumen oder &#8216;Ordnung&#8217; rein zu bringen, würde ich a) nichts mehr finden und b) sähe spätestens zwei Stunden später alles so aus wie vorher. So finde ich aber relativ fix alle Stellen wieder &#8211; die Gnade des grafischen Gedächtnisses! Und für alle anderen Fälle gibt&#8217;s Google Desktop.</p>
<p><strong>Kristin, mein Schlachtfeld gewinnt!</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Dabei sein ist nicht alles, dabei bleiben schon</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/02/24/dabei-sein-ist-nicht-alles-dabei-bleiben-schon/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 07:29:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
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		<category><![CDATA[Frust]]></category>
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		<description><![CDATA[Du weißt, dass der Tag echt für die Katz war, wenn sich der word count nur vergrößert hat, weil du dein Literaturverzeichnis auf den neusten Stand gebracht hast.
Du weißt, dass du frustriert bist, weil die Fallhöhe nach Tagen absoluter Genialität unglaublich weh tut.
Du weißt, dass irgendwas schief läuft, weil der Grund, dass du dich unglaublich aufregst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Du weißt, dass der Tag echt für die Katz war, wenn sich der <em>word count</em> nur vergrößert hat, weil du dein Literaturverzeichnis auf den neusten Stand gebracht hast.</p>
<p>Du weißt, dass du frustriert bist, weil die Fallhöhe nach Tagen absoluter Genialität unglaublich weh tut.</p>
<p>Du weißt, dass irgendwas schief läuft, weil der Grund, dass du dich unglaublich aufregst, ein unauffindbarer Kugelschreiber ist.</p>
<p>Du weißt, dass die Nerven blank liegen, weil du so unter Strom stehst, dass es zum Heulen nicht reicht.</p>
<p><strong>Und Viren brauchst du wie n Pickel am Arsch.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Olympischer Geist</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/02/19/olympischer-geist/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 17:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgebungstemperatur]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Papierkorbtag]]></category>
		<category><![CDATA[Prokrastination]]></category>

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		<description><![CDATA[Man sagt ja, dass man seinen Körper am Besten kennenlernt, wenn und indem man zur Höchstform aufläuft und alles aus seinem Körper rausholen muss (Der Leser merkt, für suz ist Olympia!). Ich merke es gerade im, äh, mentalen Bereich. Der Grat zwischen Genie und Wahnsinn ist, naja, schmal halt.
Tja, und dann gibt es so Tage, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man sagt ja, dass man seinen Körper am Besten kennenlernt, wenn und indem man zur Höchstform aufläuft und alles aus seinem Körper rausholen muss (Der Leser merkt, für suz ist Olympia!). Ich merke es gerade im, äh, mentalen Bereich. Der Grat zwischen Genie und Wahnsinn ist, naja, schmal halt.</p>
<p>Tja, und dann gibt es so Tage, da weißt du schon vorm Aufstehen, dat wird nix. Dann ist es wie die Fernbedienung in den Kühlschrank legen oder die Unterhose über den Kopf ziehen. Oder, um im Duktus zu bleiben, Tage, an denen du nur Fahrkarten* schießt. Papierkorbtage eben.</p>
<p>Es ist ein unglaublich ekliges Gefühl, nicht das zu Papier bringen zu können, wovon man weiß, dass es wirklich genial wäre, wenn&#8217;s so aufm Bildschirm erscheinen würde, wie&#8217;s seit Wochen im Kopfkino abläuft. Anspruch und Wirklichkeit klaffen dann manchmal so frustrierend auseinander.</p>
<p><strong>Fuß auf Vollgas, Fuß auf Bremse. Gleichzeitig.</strong></p>
<h5><em><span style="font-weight: normal;">*Fahrkarten bezeichnen im Biathlonjargon Fehlschüsse.</span></em></h5>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Mein Tag hat 28 Stunden</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/02/16/mein-tag-hat-28-stunden/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 01:06:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgebungstemperatur]]></category>
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		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesablauf]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesrhythmus]]></category>

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		<description><![CDATA[Andere träumen davon &#8211; ich lebe es. Mein Tag hat 28 Stunden.
Ich bin aus gesundheitlichen Gründen seit fast zwei Jahren auf Medikamente angewiesen, die mein Schlafbedürfnis erheblich erhöhen. Das führt aber leider (oder glücklicherweise) nicht dazu, dass sich meine Wachphasen porportional verkürzen. Soll heißen: auf benötigte Schlafphasen von 10 Stunden folgen 18 Stunden, in denen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Andere träumen davon &#8211; ich lebe es. Mein Tag hat 28 Stunden.</p>
<p>Ich bin aus gesundheitlichen Gründen seit fast zwei Jahren auf Medikamente angewiesen, die mein Schlafbedürfnis erheblich erhöhen. Das führt aber leider (oder glücklicherweise) nicht dazu, dass sich meine Wachphasen porportional verkürzen. Soll heißen: auf benötigte Schlafphasen von 10 Stunden folgen 18 Stunden, in denen ich teilweise quietschfidel bin. Die Wachphasen einfach auf 14 Stunden zu kürzen funktioniert nicht.</p>
<p>Die Schlaf-Wach-Rhythmus-Experimente der letzten Monate, also die Versuche, meinen Tagesablauf in einen 24-Stunden-Modus zu pressen, sind gescheitert. In den letzten drei Monaten habe ich mich jeden Morgen um halb acht per Telefonanruf wecken lassen müssen (&#8220;quatschen bis die Kaffeemaschine läuft&#8221;), um überhaupt wach zu werden. Wie gesagt, nicht weil ich faul bin &#8211; ich wache einfach nicht von selbst auf.</p>
<p>Angefangen hat es letzte Woche. Ich war vor 16 Uhr zu gar nichts zu gebrauchen, aber um 20 Uhr schon wieder so erschöpft, vor allem mental von wochenlangen unnatürlichen Wachphasen irgendwie zermürbt, dass die Frustration über das gar-nicht-Vorankommen überhand genommen hat. Also: was anderes ausprobieren! Derzeit gebe ich mich der Natürlichkeit meines Körpers hin. Schlafen wenn ich müde bin &#8211; und Aufstehen, wenn ich wach werde. Und zwar von selbst.</p>
<p><strong>Und morgen werde ich vermutlich kein Tageslicht sehen.</strong></p>
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		<title>Schneewirklichkeiten der Flachlandtiroler</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 10:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Welche Sprache hat die meisten Wörter für Schnee?
Na?
Rüschtüsch! Die Sprachwirklichkeit der Norddeutschen.
Ich dachte ja, ich käme ohne Kommentar zu dem Zustand aus, den der Norddeutsche als Blizzard bezeichnet, wenn der Schwarzwälder es gemeinhin &#8220;Überzuckerung&#8221; nennt. Nun sei zur Verteidigung der Hamburger gesagt, dass sie es ja nich so mit Winter haben &#8211; und der kam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Sprache hat die meisten Wörter für Schnee?</p>
<p>Na?<span id="more-811"></span></p>
<p>Rüschtüsch! Die Sprachwirklichkeit der Norddeutschen.</p>
<p>Ich dachte ja, ich käme ohne Kommentar zu dem Zustand aus, den der Norddeutsche als Blizzard bezeichnet, wenn der Schwarzwälder es gemeinhin &#8220;Überzuckerung&#8221; nennt. Nun sei zur Verteidigung der Hamburger gesagt, dass sie es ja nich so mit Winter haben &#8211; und der kam auch dieses Jahr natürlich wieder völlig überraschend.</p>
<p>Nur damit man mich nicht missversteht. Die Nebenstraßen der Hansestadt sind in einem erbärmlichen Zustand. In Wintersportkreisen nennt man sie Loipen, hier liegen mehrere Zentimeter extrem verdichtetes gefrorenes Wasser mit Fahrrinnen wie sonst nur in der Elbe, die Gehsteige sind ein riesiges <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alstereisvergnügen" target="_blank">Eisvergnügen</a> und wer will, kann mit bekuften Schuhen von Wedel bis Poppenbüttel schlittern. Der Zustand ist seit Anfang letzter Woche, als für einen halben Tag Plusgrade die Wintermärchenlandschaft in einen Eispark verwandelten, unerträglich und <a href="http://www1.ndr.de/nachrichten/winterverkehr146.html" target="_blank">gefährlich</a> geworden.</p>
<p>Und als der Senat begriff, dass Aussitzen momentan nicht die Strategie der Wahl ist, berief man einen Krisenstab ein. Ab heute wird im Hafen gerade gelöschtes Streusalz an Bürger verteilt. Großes Kino: jetzt kippt Hamburg auf das Packeis auch noch Salz. Für eine Weltstadt, die sich gerade für fast eine Milliarde Euro ein Wahrzeichen in den Hafen haut, ist das ein erbärmliches Verhalten. <em>Diese</em> Aufreger sind absolut berechtigt.</p>
<p>(Ich persönlich finde ja, dass man &#8211;  <em>wenn</em> man sich mit extremen Winterverhältnissen nicht so auskennt &#8211; auch gerne mal bei Menschen nachfragen könnte, die sich mit sowas auskennen: momentan helfen nur noch raue Mengen Kies oder die Ausgabe von Pickeln. Darüber hinaus habe ich in den sechs Wochen Schneezeit nicht ein einziges Räumgerät gesehen, wenn man von den 3PS-starken motorisierten Rasenmähern mit improvisierter, aber hochgezogener Räumvorrichtung absieht.)</p>
<p>Lange Rede, eisiger Sinn: Hamburger neigen bei der Sichtung weniger Schneekristalle gern zu maßlosen Übertreibungen. Gestern Nacht hat es aufs Eis auch noch ein paar Flocken Schnee draufgesetzt (was natürlich die Gefährlichkeit des Glatteises potenziert). Den ganzen Morgen schon bitten die Radiosender um Schneehöhenmeldungen aus dem Norden. Letzte Woche berichtete jemand, in Hamburg hätte es 80 Zentimeter Neuschnee hingelegt &#8211; niemand, der je soviel Neuschnee gesehen hat, würde sowas behaupten. Heute sollen es 10 cm sein. Wie messen solche Menschen? In der Breite? Im Schneehaufen vor der Haustür? Und morgen eröffnet der erste Skilift am Hamburger Berg.</p>
<p><em><span style="font-style: normal;">Hamburg hat sein eigenes Vokabular für Schnee. </span>Hamburgschnee</em> &#8216;weißlicher Überzug aus schneeähnlichem Gemisch, bei dem Ziegeln und Pflastersteine noch zu sehen sind&#8217;, <em>Hamburgschneepanik </em> &#8216;Hang zu Messungenauigkeiten bei Schneehöhen&#8217;, <em>Hamburgschneehöhenmesslatte</em> &#8216;Messlatte, deren Messwerte bei 9 cm beginnen (wahlweise, je nach Blizzardstufe, auch erst bei 75cm)&#8217; oder &#8216;In Abwesenheit metrischer Messlatten messen Hamburger mit dem Körper, der in diesem Fall an der Hüfte beginnt und zu Messwerten um &#8220;hüfthoch&#8221; führt&#8217;.</p>
<p>Wenn hier jemand auf den Blog geschlittert ist, weil er auf der Suche nach hundert Eskimowörtern für Schnee war, vergesst es. Aber vielleicht reicht euch ja die Feststellung, dass man als ehemaliger Leistungsportler in Skilanglauf und Biathlon noch Schneekonsistenten und Kombinationen aus Schneebeschaffenheit, Luftfeuchte und Temperatur kennt, dafür aber gar keine Bezeichnung hat oder braucht, sondern nur das richtige Wachs.</p>
<p><strong>Hamburg has hit the panic button, and nothing is going to stop them.</strong></p>
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