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	<title>*/ˈdɪːkæf/ - coffee &#38; linguistics &#187; Umgebungstemperatur</title>
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		<title>Under Construction</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Nov 2010 13:58:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Philosophenturm, der Heimat der Geisteswissenschaftler, gehen seit Monaten &#8211; über das übliche Maß an Schnitzeljagdelementen hinaus &#8211; sehr seltsame Dinge vor sich. Die Bibliotheken im Philosophenturm sind so herrlich verwinkelt, dass ich die Einführung von GPS-Sendern aus Studiengebühren für eine vernünftige Entscheidung hielte (was wiederum den Spaßfaktor verringern würde). Die Anglistikbibliothek beginnt im ersten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Philosophenturm, der Heimat der Geisteswissenschaftler, gehen seit Monaten &#8211; über das übliche Maß an Schnitzeljagdelementen hinaus &#8211; sehr seltsame Dinge vor sich.</p>
<p><span id="more-1863"></span></p>
<p>Die Bibliotheken im Philosophenturm sind so herrlich verwinkelt, dass ich die Einführung von GPS-Sendern aus Studiengebühren für eine vernünftige Entscheidung hielte (was wiederum den Spaßfaktor verringern würde). Die Anglistikbibliothek beginnt im ersten Stock und endet im Zweiten, wo sie früher in die Sprachlehrforschung überging, die dann im dritten Stock in die Germanistik I mündet. Von dort geht es über Wendeltreppen zur Germanistik II im Vierten. Den Aufgang von dort in die Slavistik, die sich in Stockwerk Fünf jetzt die Bücherhalle mit den Indogermanisten teilt, habe ich noch nicht gefunden. Aber von dort geht&#8217;s relativ nahtlos in den sechsten Stock, wo ein Buchscanner steht &#8211; der auch aus der dort befindlichen Romanistenbibliothek zugänglich ist.</p>
<p>Früher, wie gesagt, war die Verbindung von Anglistik und Sprachlehrforschung möglich. Der Übergang ist jetzt zu. (Was mich daran erinnert, dass ich irgendwo auf dem Weg zwischen Anglistik und Germanistik noch die Skandinavistik vergessen habe, aber das würde jetzt nur zu Verwirrung führen.) Jetzt wird unglaublich viel renoviert. Und die Bibliothekseingänge und -durchgänge haben in den letzten Monaten häufiger gewechselt, als Emirates seine A380-Flotte zur Wartung nach Finkenwerder fliegt.</p>
<p>Neuerdings ist auch der Zugang zur Germanstik I gesperrt und nur über Germanistik II möglich (vielleicht hätten sie zuallererst mal die Wendeltreppe zwischen dem IfGI und IfGII renovieren sollen &#8211; die wackelt). Und der Zugang zu den Slavisten und Indogermanisten ist zwar jetzt total nett und neu und modern, aber geschlossen. Zugang nur über den anderen Flügel, Eingang auf der gegenüberliegenden Seite, zwischen Männerklo und Seminarraum.</p>
<p>Wenn dann auch noch der Eingangsbereich im Ostflügel abgetrennt ist und die Regale nicht zugänglich sind, die normalerweise Handbücher und Lexika bereithalten, am Bauzaun aber ein Schild ohne geografische Koordinaten und in südliche Richtung hängend angkündigt, dass Handbücher momentan &#8220;hinten links&#8221; stehen, dann nennt man das wohl ein lokales Deixisproblem.</p>
<p>Als ich dann noch dachte: &#8220;Is this construction more good than better?&#8221;, war&#8217;s wirklich Zeit ins Wochenende zu gehen.</p>
<p><strong>In diesem Sinne.</strong></p>
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		<title>Das Schäufele aus Freiburg</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 19:34:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das aktuelle Tohuwabohu um Wolfgang S. aus F. riss die Sprecherin beim Nachrichtenzulieferer eines Hamburger Radiosenders zu einem zumindest für Freunde der süddeutschen Küche amüsanten Versprecher hin: Wolfgang Schäufele&#8230; Schäuble ist zurückgetreten/tritt zurück/wird zurückgetreten/dementiert Rücktrittsgerüchte. [Nichtzutreffendes ist je nach Sachlage zu streichen.] Jetzt ist mir nach nem Schoiblə Schäufəle.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das aktuelle Tohuwabohu um Wolfgang S. aus F. riss die Sprecherin beim Nachrichtenzulieferer eines Hamburger Radiosenders zu einem zumindest für Freunde der süddeutschen Küche amüsanten Versprecher hin:</p>
<blockquote><p>Wolfgang Schäufele&#8230; Schäuble ist zurückgetreten/tritt zurück/wird zurückgetreten/dementiert Rücktrittsgerüchte. [<em>Nichtzutreffendes ist je nach Sachlage zu streichen.</em>]</p></blockquote>
<p><strong>Jetzt ist mir nach nem Schoiblə <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schäufele">Schäufəle</a>.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Parataktisches Länderspiel</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Sep 2010 15:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ist Baden-Wuerttemberg ein Koordinativkompositum? Bei diesen Komposita, auch Dvandvas genannt, befinden sich die Bestandteile nicht im &#8220;üblichen&#8221; Verhältnis semantischer Unter- bzw. Oberordnung, sondern sind &#8211; obächtle &#8211; gleichwertig. Baden-Wuerttemberg ist aber schlicht ein unmöglicher Ausdruck. Und niemals, lieber NDR, ist es ein Derby, auch nicht das Baden-Wuerttemberg-Derby. Es ist Länderspiel. Zur Feier des Tages spendiere ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist <em>Baden-Wuerttemberg</em> ein Koordinativkompositum?</p>
<p>Bei diesen Komposita, auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dvandva">Dvandvas</a> genannt, befinden sich die Bestandteile nicht im &#8220;üblichen&#8221; Verhältnis semantischer Unter- bzw. Oberordnung, sondern sind &#8211; obächtle &#8211; gleichwertig. <em>Baden-Wuerttemberg</em> ist aber schlicht ein unmöglicher Ausdruck. Und niemals, lieber NDR, ist es ein Derby, auch nicht das <em>Baden-Wuerttemberg</em>-Derby.</p>
<p>Es ist Länderspiel.</p>
<p><strong>Zur Feier des Tages spendiere ich den Schwaben zwei Punkte.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>The German Blitz macht endlich Sinn!</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 01:27:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gestört von sprachwissenschaftlicher Prüfungsliteratur waren die Tiefflieger vom VDS in der letzten Zeit irgendwie von meinem Radar verschwunden. Ein weiterer Grund ist möglicherweise auch, dass ein erneuter Viren- und Trojanerangriff auf meinen Rechner meine Lesezeichenleiste mit den unter „Lustiges Fremdschämen für Fortgeschrittene&#8221; abgelegten Forenbeiträgen des Vereins unbrauchbar gemacht hat. Den heutigen Besuch beim VDS verdanke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestört von sprachwissenschaftlicher Prüfungsliteratur waren die Tiefflieger vom VDS in der letzten Zeit irgendwie von meinem Radar verschwunden. Ein weiterer Grund ist möglicherweise auch, dass ein erneuter Viren- und Trojanerangriff auf meinen Rechner meine Lesezeichenleiste mit den unter „Lustiges Fremdschämen für Fortgeschrittene&#8221; abgelegten Forenbeiträgen des Vereins unbrauchbar gemacht hat. Den heutigen Besuch beim VDS verdanke ich einem sehr witzigen Beitrag im <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog" target="_self">Sprachblog</a> über „Sprachpanscher&#8221;.</p>
<p>Zur Erinnerung und in Kurzform: eigentlich geht es dem VDS nicht um Sprachpflege, sondern um die angebliche Überfrachtung der deutschen Sprache mit „Denglisch&#8221;. Hauptaussagen: Niedergang des Deutschen! Peinliche Angeberei! Heiße Luft! Lehnwörter ergeben keinerlei Sinn in ihrer Herkunftssprache! Muttersprachler lachen sich tot über unseren Gebrauch englischer Lehnwörter! Bedeutung der Lehnwörter im Englischen ganz anders! Goethe würde sich im Grab umdrehen!</p>
<p>Denkbar. <span id="more-1553"></span>Aber vermutlich zur anderen Seite: der bedauernswerte Dichterfürst muss für viel Dünnpfiff herhalten. Diejenigen, die den Verfall unserer Sprache so beweinen und Deutsch so gerne retten würden, haben Goethe vermutlich nie im Original gelesen. Mit der Sprache von 1790 würde ich die Gesellschaft nur bedingt vor der bedrohlichen anglo-amerikanischen Kulturrevolution retten. Probieren Sie&#8217;s doch einfach mal mit Schiller bei der nächsten Bewerbung. (Sie werden zumindest auffallen.) Für die Kleinen: nur Mut beim nächsten Deutschaufsatz! Deutschlehrer werden von Goethes Orthographie voll geflasht sein.</p>
<p>Und so zogen sie aus, beim VDS, mit einem Anglizismenindex angeblicher überflüssiger Lehnwörter. Die Nörgler könnten das Potential semantischer Differenzierung vieler Lehnwörter ja nicht mal erkennen, wenn es sie anspringen würde. Auch der einfache, aber triftige Grund für den kreativen Gebrauch von Anglizismen, nämlich, dass ein Lehnwort von seinem Nutzer schlicht als expressiver empfunden wird, ist in den Augen der Kulturpessimisten nur Ausdruck mangelnder Sprachfähigkeit und/oder Angeberei. Und während sich die geprügelten Deutschen ohne Not einem Amerikanismus unterwerfen, guckt der VDSler ganz neidvoll nach Paris, weil sich die Franzosen ja sehr stolz diesen Kulturverrat verbitten.</p>
<p>Wenden wir uns also der neusten Pressemitteilung des VDS vom 3. September zu:„<a href="http://vds-ev.de/presse/pressemitteilungen/808-im-ausland-nehmen-deutschsprachige-produkt-und-firmennamen-zu">Im Ausland nehmen deutschsprachige Produkt- und Firmennamen zu</a>&#8220;. Der VDS bejubelt vollmundig seine „Untersuchung&#8221; deutscher Spurenelemente in der weltweiten Werbesprache &#8211; und während meine Hände nicht wissen, ob sie möglicherweise gleich ergriffen die Gänsehaut glatt streichen müssen oder doch lieber Haare raufen sollen, kreischt die innere Stimme schon <em>Du lieb&#8217;s Herrg</em><em>öttle, Einbahnstraßenalarm!</em></p>
<blockquote><p>Die internationale Bedeutung der eigenen Sprache ist vielen deutschen Unternehmen gar nicht bewusst. Im Ausland jedoch nutzen zahlreiche Firmen die internationale Verbreitung der Sprache Goethes und setzen auf deutschsprachige Namen und Bezeichnungen. Ihre Zahl wird größer, wie eine Untersuchung des Vereins Deutsche Sprache (VDS) beweist.</p></blockquote>
<p>Geht ja schon mal gut los. Nun sind viele Ergüsse der Werbesprache vergängliche Modeerscheinungen, die Aussage „Zahl wird größer&#8221; ist eine plumpe Behauptung, und um&#8217;s vorweg zu nehmen &#8211; beweisen tut der VDS hier gar nichts, auch keine zahlreichen Firmen, die der internationalen Verbreitung des Deutschen nicht widerstehen können. Aber wir halten fest: man setzt im Ausland halt irgendwie auf die Sprache Goethes!</p>
<p>Ob Goethe Kinderschokolade kannte? Der VDS schreibt, dass die italienische Firma Ferrero <em><strong>Kinder</strong></em>-Produkte in der ganzen Welt unter diesem Namen vertreibt. Das ist richtig &#8211; allerdings wurden Produkt und Markenname in den 60ern von der deutschen Tochterfirma zunächst für den deutschen Markt erfunden. Die Beibehaltung eines Markennamens beim Produktexport ist noch nicht mal besonders aufregend, sondern schlicht üblich &#8211; zumindest solange durch den Namen in der Kultur des Importeurs kein unangenehmer oder peinlicher Gegenwind droht. Ich halte IKEAs Kinderbett <em>Gutvik</em> nach wie vor trotzdem oder gerade deshalb für volle Absicht.</p>
<p>Man kann die eigene Argumentation natürlich auch in seinem Sinne nach Belieben aufblasen. In Estland heißt eine „der bedeutendsten Kaffeehausketten&#8221; <a href="http://www.kohvik.ee/index.php"><strong>Kehrwieder</strong></a>. Bedeutend &#8211; bei sechs Filialen? Die ordentliche, aber gesamtwirtschaftlich gesehen doch eher drittklassige Hamburger Kette Balzac hat gefühlt mehr Schuppen allein in Rotherbaum. Und geht&#8217;s nur mir so oder weckt die VDS-Beschreibung vom „Kaffeehaus&#8221; nicht eher Vorstellungen von biederer Wiener Kaffeehausromantik als von einer modernen Koffeintanke mit Literaturcafé und To-Go-Mentalität?</p>
<p>Nun finde ich das Wort <em>Kehrwieder</em> sehr, sehr schön &#8211; bezeichnet es eine Örtlichkeit, erinnert es mich an Hafen, an Wasser, an Schiffe, an Hamburg. Es liegt nahe, daraus die Bedeutungsherkunft aus „Junge, kehr bald wieder heim&#8221; abzuleiten. Aber abgesehen vom Seemanngarn der Barkassenkapitäne habe ich <em>Kehrwieder</em> im Sprachgebrauch älterer Hamburger stets in der Bedeutung von &#8216;Sackgasse&#8217; wahrgenommen.</p>
<p>Mit beinahe kindlicher Begeisterung vermeldet der VDS die Verwendung von <strong>Blitz</strong> in Namen von asiatischen Boulevardzeitungen (<em><a href="http://www.weeklyblitz.net/">Blitz &#8211; Comprehensive Weekly Tabloid</a></em>). Allein der Zusatz des VDS, dass es sich um englischsprachige Medien handelt, hätte für die Erkenntnis Steilvorlage genug sein können, dass die deutsche Bezeichnung einer Wettererscheinung für diesen Produktnamen nicht Modell gestanden hat. Der <em>OED</em> definiert <em>blitz</em> als &#8216;attack or offensive launched suddenly with great violence with the object of reducing the defences immediately&#8217; (<em>mit großer Gewalt plötzlich ausgeführter Angriff oder Offensive mit dem Ziel, die Verteidigung augenblicklich zu verringern</em>).</p>
<p>Natürlich geht diese Bedeutung auf <em>Blitzkrieg</em> zurück &#8211; hat aber im Englischen seine eigene Dynamik entfaltet. Im American Football bezeichnet <em>blitz</em> sowas wie „Angriff ist die beste Verteidigung&#8221;; aus der Sicht eines Autofahrer ist ein <em><a href="http://www.standard.net.au/news/local/news/general/southwest-traffic-blitz/1904590.aspx">traffic blitz</a></em> in Australien eine hinterlistige und verdeckte Geschwindigkeits- oder Verkehrskontrolle. Mit <em>I was blitzed this morning</em> sagt der Autofahrer aber nicht, dass er fotografiert wurde, sondern allgemein, dass er der Polizei in die Falle gegangen ist. Mit anderen Worten: <em>blitz</em> im Englischen scheint eher weniger mit dem poetischen oder journalistischen Geistesblitz gemein zu haben. Ob hier der Deutschexport so schmeichelhaft ist, wenn nicht sogar völlig belanglos?</p>
<p>Kommen wir zur Kategorie „Lehnwörter mit nichtssagender Bedeutung in der Quellsprache&#8221; &#8211; für Sprachnörgler haben Anglizismen schon allein deshalb keine Daseinsberechtigung, weil sie für Muttersprachler bedeutungsleer sind oder wir uns gegenüber jenen Muttersprachlern der Lächerlichkeit preisgeben. Teilen Sie die linguistische Begeisterung des VDS für <strong>Eisenbahn</strong>, eine brasilianische Brauerei? Finden Sie den <strong>Landwind</strong> aus China semantisch transparent?</p>
<p>Der VDS freut sich über internationale Werbeslogans in deutscher Sprache wie <em>Vorsprung durch Technik</em> (Audi) oder <strong><em>Das gute Bier!</em></strong> (deutscher Besitzer einer chilenischen Brauerei), und hält sie ernsthaft für Indikatoren für die Verbreitung, Bedeutung und Lebendigkeit der deutschen Sprache weltweit. <em>Powered by Emotion</em> (Sat 1) oder <em>Come In &amp; Find Out</em> (Douglas) zeugen vom Untergang unserer schönen Sprache? Ich hoffe, es gibt Ärzte für solche Fälle.</p>
<p>Wenn ein sicherlich interessantes, aber im Groben doch eher (noch) bedeutungsloses &#8220;Philosophie- und Kulturmagazin&#8221; aus Großbritannien dankenswerterweise <em><strong><a href="http://www.bedeutung.co.uk/">Bedeutung</a></strong></em> heißt, dann muss das für den VDS sein wie reich beschenkt werden. Während man beim VDS nicht merkt, wie man mit dünner Beweislage und wässriger Argumentation eifrig am Gewinnerbeitrag zum Eigentor des Jahres bastelt, zitiert man lieber stolz den Kopf hinter der Namensgebung des Magazins: „Der deutsche Titel ist ästhetischer.“</p>
<p><strong>Express yourself. Just don&#8217;t blitz it.</strong></p>
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		<title>Heimspiel</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 14:30:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fühlen Sie sich körperlich in der Lage, diese Prüfung abzulegen? - Ja, obwohl&#8217;s aus Sicht des Prüflings die falsche Frage ist. Wenn Sie also die erste Frage richtig beantworten, beginnt das Heimspiel in der Folterkammer, Raum 101. (Jetzt mal ohne Scheiß &#8211; auch ein Institut in dem Anglistische Literatur gelehrt und erforscht wird vergibt solche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Fühlen Sie sich körperlich in der Lage, diese Prüfung abzulegen?</p>
<p>- Ja, obwohl&#8217;s aus Sicht des Prüflings die falsche Frage ist.</p></blockquote>
<p>Wenn Sie also die erste Frage richtig beantworten, beginnt das <a href="http://www.scfreiburg.com/magazin/heimspiel">Heimspiel</a> in der Folterkammer, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Room_101">Raum 101</a>. (Jetzt mal ohne Scheiß &#8211; auch ein Institut in dem Anglistische Literatur gelehrt und erforscht wird vergibt solche Raumnummern. Running Gag.) Und wenn Sie Glück haben, wird&#8217;s ne lustige, angenehme, faire und erfolgreiche Prüfung.</p>
<p>Was haben die Keltizismushypothese, Karl-Heinz, Noam Chomsky und Biergit Kraft gemeinsam?</p>
<p><strong>In diesem Sinne, boah bin isch feddich.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vom Versuch, eine Negative zu beweisen</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/08/09/vom-versuch-eine-negative-zu-beweisen/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 19:28:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Umgebungstemperatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern war ich mir nicht sicher, ob nicht vielleicht Montag ist. Heute weiß ich, dass Sonntag gestern war, aber ob heute Montag ist, davon bin ich nicht trotzdem nicht überzeugt &#8211; könnte auch gestern gewesen sein. Ergo: heute ist nicht gestern, aber gestern war heute. MA(suz)=T-7. Finde die Variable.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich mir nicht sicher, ob nicht vielleicht Montag ist. Heute weiß ich, dass Sonntag gestern war, aber ob heute Montag ist, davon bin ich nicht trotzdem nicht überzeugt &#8211; könnte auch gestern gewesen sein. Ergo: heute ist nicht gestern, aber gestern war heute.</p>
<p><strong>MA(<em>suz</em></strong><strong>)=T-7. Finde die Variable.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Realsatire ist ein Euphemismus</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/08/08/realsatire-ist-ein-euphemismus/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 17:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgebungstemperatur]]></category>
		<category><![CDATA[Abschluss]]></category>
		<category><![CDATA[Abschlussklausur]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfungsamt]]></category>
		<category><![CDATA[Universitätsorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltungsapparat]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer mal im Ausland studiert hat, mag&#8217;s erkannt haben: wir haben wirklich einen aufgeblasenen Verwaltungsapparat. Einige deutsche Unis haben&#8217;s mit dem zirkulären Bazar besser drauf, als andere &#8211; und ich wage mal die Behauptung, dass ich an einem besonders erfolgreichen Exemplar meinen Abschluss mache. Der springende Punkt ist, dass wir&#8217;s wissen, wir sind&#8217;s gewöhnt &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer mal im Ausland studiert hat, mag&#8217;s erkannt haben: wir haben wirklich einen aufgeblasenen Verwaltungsapparat. Einige deutsche Unis haben&#8217;s mit dem zirkulären Bazar besser drauf, als andere &#8211; und ich wage mal die Behauptung, dass ich an <a href="http://www.extraflach.de/blog/gedanken-zur-universitatsburokratie/" target="_blank">einem</a> <a href="http://www.extraflach.de/blog/2010/03/11/moderne-schnitzeljagd-i/" target="_blank">besonders</a> <a href="http://www.extraflach.de/blog/2010/03/29/moderne-schnitzeljagd-ii/" target="_blank">erfolgreichen</a> <a href="http://www.extraflach.de/blog/2010/03/30/moderne-schnitzeljagd-iii/" target="_blank">Exemplar</a> meinen Abschluss mache. Der springende Punkt ist, dass wir&#8217;s wissen, wir sind&#8217;s gewöhnt &#8211; und Teil des Ganzen. Und nehmen&#8217;s mit Humor.*</p>
<p>Aber wie erklärt man jetzt einem Verwaltungsangestellten einer Uni im Ausland, deren Verwaltung vermutlich in eine Hundehütte passt, dass man noch auf dies und das wartet, weil bei uns ja noch nicht mal die Finger einer Hand wissen, was sie untereinander tun? (Ich warte schon fast doppelt so lange wie zugesagt auf ein Klausurergebnis aus einer anderen Fakultät als meiner eigenen &#8211; und die hat natürlich keine Handhabe und keinerlei Einfluss, ja, sie kann den Anderen noch nicht auf die Finger hauen.)</p>
<blockquote><p>Part of the problem is the decentralized university administration. Unless you are familiar with the intricacies of German university organization, it will be hard to grap the, eh, mess &#8211; so I won&#8217;t even go there.</p></blockquote>
<p><strong>Hab ich nicht, hätte ich aber gerne.</strong></p>
<p><strong>*</strong><em>Und nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht: ich bin der festen Überzeugung dass mich nichts fitter für die Arbeitswelt gemacht hat, als die Erfahrungen an einer fast liebenswert chaotischen deutschen Uni. Schaffste es hier, schaffste es überall. True story.</em></p>
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		<title>Es war Wahl &#8211; und nur die Reichen gingen hin</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 06:40:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<description><![CDATA[Das eigentlich Dramatische am Volksentscheid über Hamburgs Bildungspolitik ist nicht, dass die sechsjährige Primarschule nicht kommt. Das dennoch in Kraft tretende Restreformpaket geht schon mal einen modernen Weg weg vom dreigliedrigen Schulsystem. Ob und inwiefern längeres gemeinsames Lernen die Bildungsmisere beseitig kann/könnte, ist letztendlich reine Ansichts- oder Geschmackssache und/oder welcher Studie man mehr Glauben schenken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das eigentlich Dramatische am Volksentscheid über Hamburgs Bildungspolitik ist nicht, dass die sechsjährige Primarschule nicht kommt. Das dennoch in Kraft tretende Restreformpaket geht schon mal einen modernen Weg weg vom dreigliedrigen Schulsystem. Ob und inwiefern längeres gemeinsames Lernen die Bildungsmisere beseitig kann/könnte, ist letztendlich reine Ansichts- oder Geschmackssache und/oder welcher Studie man mehr Glauben schenken mag.</p>
<p>Nein, das wirklich Tragische ist, dass <a href="http://statistik-nord.de/fileadmin/maps/referendum_hh_2010/atlas.html" target="_blank">dieser Atlas</a> über die Wahlbeteiligung so ziemlich die treffendste soziodemographische Darstellung Hamburgs ist, die überhaupt gezeichnet werden kann, übrigens völlig unabhängig vom Abstimmungsverhalten in den jeweiligen Stadtteilen. Man muss kein Prophet sein, um zu behaupten, dass man diese Karte ohne Verlust der Aussagekraft mit &#8220;Pro-Kopf-Einkommen in Hamburg&#8221; untertiteln könnte.</p>
<p>Im besten Fall lässt die Interpretation der Karte den Schluss zu, dass das Bildungsbürgertum der Hansestadt am Sonntag nicht weniger als seinen Status Quo und seine Herkunftselite verteidigt hat. Im schlimmsten Fall bleibt die erschreckende, wenn nicht sogar besorgniserregende Erkenntnis, dass politisches Mitspracherecht den bildungsfernen, sozial- und einkommensschwachen Bevölkerungsschichten vermutlich schlicht egal ist.</p>
<p><strong>Davon unabhängig: wenn die GAL schlau ist, kündigt sie die Koaltion.</strong></p>
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		<title>Erschwerte Bedingungen</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 07:48:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgebungstemperatur]]></category>
		<category><![CDATA[Hitze]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfung]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfungsvorbereitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hab&#8217;s ja schon mal erlebt, es ist also nichts Neues. Vor neun Uhr morgens schon 30 Grad (und nach neun Uhr abends immer noch 30 übrigens auch) hatte ich schon in so gemäßigten Breiten wie Ägypten, Australien oder Thailand. Alter Schwede! (Möglicherweise würde mich jeder Arzt derzeit aufgrund einer Kombination von hitzebedingter und davon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab&#8217;s ja schon mal erlebt, es ist also nichts Neues. Vor neun Uhr morgens schon 30 Grad (und nach neun Uhr abends immer noch 30 übrigens auch) hatte ich schon in so gemäßigten Breiten wie Ägypten, Australien oder Thailand.</p>
<p><strong>Alter Schwede!</strong></p>
<p><em>(Möglicherweise würde mich jeder Arzt derzeit aufgrund einer Kombination von hitzebedingter und davon unabhängiger Krankheitssymptome ne Woche krank schreiben, aber Dienstag gilt&#8217;s halt mal wieder. Und da der nächstmögliche Prüfungstermin Ende Oktober wäre, ist mir das jetzt auch wurscht. Mit Wadenwickeln und Büchern zurück ins Bett!)</em></p>
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		<title>Testspiel</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/07/07/testspiel/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 17:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgebungstemperatur]]></category>
		<category><![CDATA[Alsterradio 106!8]]></category>
		<category><![CDATA[Finale]]></category>
		<category><![CDATA[Testspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingsspiel]]></category>
		<category><![CDATA[WM]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum macht die ARD eigentlich so ein Gewese um das Trainingsspiel heute abend? - Schwenker &#38; Schmidt, Alsterradio 106.8. Dort kann man auch auf das Finale tippen &#8211; 106:8.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Warum macht die ARD eigentlich so ein Gewese um das Trainingsspiel heute abend?</p>
<p>- <em>Schwenker &amp; Schmidt, Alsterradio 106.8.</em></p></blockquote>
<p><strong>Dort kann man auch auf das Finale tippen &#8211; 106:8.</strong></p>
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