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	<title>*/ˈdɪːkæf/ - coffee &#38; linguistics &#187; Zitate</title>
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		<title>Ein Apfel am Tag hält den Doktor weg</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 17:24:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Semantik]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachen & Dialekte]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[idiomatischer Sprachgebrauch]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal glaube ich, dass nicht wir als Gesellschaft andere Probleme hätten, sondern dass Nachrichtenredaktionen die Masse an Praktikanten irgendwie beschäftigen müssen. Und so schaffte es eine abkömmliche Meldung auf die Startseiten der Onlinemedien, die eigentlich mit Libyen, Fukushima und Knut in diesen Tagen genug zu tun haben dürften. In der letzten Woche besuchten Prinz William [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal glaube ich, dass nicht wir als Gesellschaft andere Probleme hätten, sondern dass Nachrichtenredaktionen die Masse an Praktikanten irgendwie beschäftigen müssen. Und so schaffte es eine abkömmliche Meldung auf die Startseiten der Onlinemedien, die eigentlich mit Libyen, Fukushima und Knut in diesen Tagen genug zu tun haben dürften.</p>
<p>In der letzten Woche besuchten Prinz William und Kate Middleton die Hochwassergebiete im australischen Queensland und die Erdbebenregion in Neuseeland. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Der Besuch des Prinzen und seiner Zukünftigen wird den dortigen Menschen viel bedeuten. Aufhänger für die Nachricht war in den allermeisten Medien allerdings die Frage, ob das Bald-Prinzenpaar seine Flitterwochen im Sonnenstaat Queensland verbringt. Damit ist die Meldung eigentlich doch recht überflüssig bis zynisch.</p>
<p>Aber zur sprachlichen Seite. Heute: Idiomatische Sprachverwendung.</p>
<p><span id="more-2520"></span>Die Premierministerin des Bundestaates Queensland, Anna Bligh, wird im britischen <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/royal-wedding/prince-william/8392565/Prince-William-Maybe-well-have-a-honeymoon-in-Australia.html">Sunday Telegraph</a> über die Wirkung des Besuch des Prinzen so zitiert:</p>
<blockquote><p>&#8220;I&#8217;ve been to Cardwell a number of times since the cyclone and floods and I&#8217;ve never seen so many smiles as today,&#8221; she said. &#8220;It&#8217;s been almost impossible for these people, but a little royal magic is just what the doctor ordered.&#8221;</p></blockquote>
<p>In der Agenturmeldung, die mittlerweile laut Google an etwa 400 Stellen im deutschsprachigen Raum wortwörtlich übernommen wurde, liest sich das dann so:</p>
<blockquote><p>Mit Blick auf die Freude der von der Naturkatastrophe geplagten Einwohner des Landes sagte sie: &#8220;Es ist fast unmöglich, aber ein bisschen royale Magie ist genau das, was der Doktor verordnet hat.&#8221; (<em><a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;client=opera&amp;rls=de&amp;channel=suggest&amp;tbs=cdr%3A1%2Ccd_max%3A19.3.2011&amp;q=%22Mit+Blick+auf+die+Freude+der+von+der+Naturkatastrophe+geplagten+Einwohner+des+Landes+sagte+sie%3A+%22Es+ist+fast+unm%C3%B6glich%2C+aber+ein+bisschen+royale+Magie+ist+genau+das%2C+was+der+Doktor+verordnet+hat.%22&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;oq=">Googleergebnisse</a> für genau [!] diesen Abschnitt.</em>)*</p></blockquote>
<p>Nun ist es sicherlich für jeden ersichtlich, was gemeint ist: Immerhin assoziieren wir Ärzte, deren Ratschläge oder Medizin mit Genesung und Gesundheit. Das kennen wir auch von Redewendungen wie <em>Lachen ist die beste Medizin</em>. Wir verstehen also auch die wörtliche Übersetzung <em>was der Doktor verordnet hat</em>, da uns die metaphorische Erweiterung nicht vor unlösbare Probleme stellt.</p>
<p>Die Redewendung funktioniert also auch im Deutschen. Aber ungelenk ist der Ausdruck dennoch. Mit anderen Worten:<em> was der Doktor verordnet (hat)</em> ist im Deutschen kein idiomatischer Sprachgebrauch. Von nicht-idiomatischer Sprachverwendung spricht man, wenn ein Ausdruck zwar grammatisch in Ordnung ist, er von der Sprachgemeinschaft so aber nicht verwendet wird. Gerade Redewendungen einer Sprache sind sehr in ihrer jeweiligen (Sprach-)Kultur verankert. Für Übersetzer besteht die Kunst also darin, Texte oder Aussagen so zu übersetzen, dass sie trotz der geforderten Nähe zum Original klingen, als könnten sie von einem Muttersprachler geäußert worden sein. Gelingt das nicht, &#8220;stolpert&#8221; man als Leser über eine Konstruktion.</p>
<p>Kommen wir nun zu einer legitimen Form der Sprachkritik, wenn Sie so wollen. Die Agenturmeldung enthält keinen Übersetzungsfehler im eigentlichen Sinn. Es wurde ja genau das transportiert, was gesagt wurde. Aber Anna Bligh benutzte eine im englischen Sprachraum sehr gängige Redewendung, die wir im Deutschen nicht haben. Wir sagen je nach Kontext <em>genau das Richtige</em> oder <em>passend</em>. Wenn&#8217;s in dieser Situation eine Gesundheitsmetapher sein muss, könnte man natürlich auch über &#8230;<em>und das ist gerade die beste Medizin</em> diskutieren.</p>
<p>Natürlich ist nichts per se gegen kreativen Sprachgebrauch einzuwenden, je nach Textart oft auch nicht in Übersetzungen. Allerdings ist dieser sprachlich korrekte Satz nicht an den Sprachgebrauch der Zielgruppe angepasst worden. (Ich persönlich glaube, dass das deutlichste Zeichen, dass hier in der Nachrichtenagentur zumindest schludrig gearbeitet wurde, in der Übersetzung von <em>doctor</em> mit <em>Doktor</em> anstatt <em>Arzt</em> liegt, aber gut, das ist Gusto.)</p>
<p>Also &#8211; mit etwas mehr Zeit, Sprachgefühl oder Lektorat wäre dieser Ausdruck der Löschtaste zum Opfer gefallen. Möglich ist auch, dass demjenigen die Redewendung gar nicht bekannt war oder ihm/ihr die gängigen Verwendungskontexte im Englischen nicht geläufig waren. (Wäre es eine ad hoc-Bildung von Anna Bligh gewesen, dann wäre eine nahezu wörtliche Übersetzung vertretbar gewesen.) Aber es sagt doch einiges über die Arbeitsweisen in Onlineredaktionen aus, dass die Meldung von so vielen einfach in ihrer Gänze übernommen wurde. Irgendwem muss die unidiomatische Konstruktion aufgefallen sein, vor allem, wenn man davon ausgehen möchte, dass in den Redaktionen noch Menschen (und Lektoren) sitzen.**</p>
<p>Dass ich als Texterin die Formulierung ablehne, sie als Linguistin aber interessant finde, ist kein Widerspruch. Denn der gebotene Versuch, sich an den konventionellen Sprachgebrauch zu halten (Arbeitsanweisung vor allem an Journalisten), bedeutet nicht, dass wir die Redewendung nicht als passende Metapher schön und treffend finden und sie deshalb in unseren Sprachgebrauch übernehmen könnten. Bei Nachrichten und Agenturmeldungen haben wir es &#8211; naja, wir sollten zumindest! &#8211; mit lektorierter Sprache und nicht notwendigerweise mit natürlichem oder spontanem Sprachgebrauch zu tun. Wenn jetzt die Sprachgemeinschaft aber erkennen sollte, dass wir die Redewendung <em>was der Doktor verordnete</em> brauchen, dann könnte sie sich durchsetzen, egal, <em>wie</em> sie in unsere Sprache kam.</p>
<p>Da es den anderen Onlinepraktikanten nicht auffiel, ziehe ich zumindest in Betracht, dass <em>mein</em> Sprachgefühl hier eventuell fehlgeleitet ist. Google steht aber offenbar auf meiner Seite und liefert überwiegend wörtliche Verwendungen für <em>was der <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;client=opera&amp;rls=de&amp;channel=suggest&amp;q=%22was+der+doktor+verordnet%22&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;oq=">Doktor</a>/<a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;client=opera&amp;rls=de&amp;channel=suggest&amp;q=%22was+der+arzt+verordnet%22&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;oq=">Arzt</a> verordnet</em>. <a href="http://www.linguee.de/deutsch-englisch/search?sourceoverride=none&amp;source=auto&amp;query=what+the+doctor+ordered">Linguee</a>, eine Webseite, die vergleicht, wo wie was übersetzt wurde, listet für die englische Redewendung einige wörtlichen Übersetzungen. Die Tendenz: Je eher eine Webseite bzw. deren Betreiber professionell (mit Sprache) arbeitet, wie das Goethe Institut, desto eher vermeiden sie die wörtliche Übersetzung. Bei anderen bin ich mir sogar sicher, dass eine maschinelle oder maschinengestützte Übersetzung vorliegt, wenn <em>der Doktor bestellte</em> oder <em>verordnet</em> <em>hat</em> (man beachte das Präteritum). Generell ist die Datenmenge hier aber zu klein, um eine vernünftige Aussage treffen zu können.</p>
<p>Und nun frage ich mich: Sitzen in Onlineredaktionen nur Agenturmeldungsverarbeitungsrechner? Ich habe ja tendenziell einen eher progressiven Sprachgebrauch und finde vieles akzeptabel, was bei anderen durchfällt. Aber hier tun mir die Heerscharen an gut ausgebildeten und arbeitslosen Übersetzern Leid, die es flüssiger hinbekommen hätten.</p>
<p>&#8211;</p>
<p><em>*Persönlich stutzig machte mich ja eigentlich die relative Sinn- und Kohärenzfreiheit des ganzen Absatzes und besonders die der Formulierung &#8220;<strong>Es ist fast unmöglich</strong>, aber ein bisschen royale Magie&#8230;&#8221;, die im deutschen Zitat noch weniger Sinn macht, als im mutmaßlichen Original. (Dort wird sie zumindest noch um &#8220;for these people&#8221; präzisiert und bezieht sich auf die Schwierigkeit der Menschen, in ihrer Situation zu lächeln). Aber das würde jetzt wirklich zu weit führen. Und da auch das Telegraph-Zitat nicht das Original sein wird und mir dieses nicht vorliegt, belassen wir es mal dabei.</em></p>
<p><em>**Nordbayern.de lieferte tatsächlich einen Treffer für die Formulierung &#8220;ist jetzt genau das richtige&#8221;. Der Link führte aber in den Raum 404 &#8211; der Googletreffer verschwand danach und ist nicht mehr zu rekonstruieren. Stattdessen findet man auf nordbayern.de an mehreren Stellen die gleiche Formulierung, wie anderswo auch. Hä?</em></p>
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		<title>Das Schäufele aus Freiburg</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/10/06/das-schaufele-aus-freiburg/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 19:34:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Schäufele]]></category>
		<category><![CDATA[Versprecher]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Schäuble]]></category>

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		<description><![CDATA[Das aktuelle Tohuwabohu um Wolfgang S. aus F. riss die Sprecherin beim Nachrichtenzulieferer eines Hamburger Radiosenders zu einem zumindest für Freunde der süddeutschen Küche amüsanten Versprecher hin: Wolfgang Schäufele&#8230; Schäuble ist zurückgetreten/tritt zurück/wird zurückgetreten/dementiert Rücktrittsgerüchte. [Nichtzutreffendes ist je nach Sachlage zu streichen.] Jetzt ist mir nach nem Schoiblə Schäufəle.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das aktuelle Tohuwabohu um Wolfgang S. aus F. riss die Sprecherin beim Nachrichtenzulieferer eines Hamburger Radiosenders zu einem zumindest für Freunde der süddeutschen Küche amüsanten Versprecher hin:</p>
<blockquote><p>Wolfgang Schäufele&#8230; Schäuble ist zurückgetreten/tritt zurück/wird zurückgetreten/dementiert Rücktrittsgerüchte. [<em>Nichtzutreffendes ist je nach Sachlage zu streichen.</em>]</p></blockquote>
<p><strong>Jetzt ist mir nach nem Schoiblə <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schäufele">Schäufəle</a>.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Polemik auf der Überholspur</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/02/17/polemik-auf-der-uberholspur/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 21:44:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Artikelgebrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Präskriptiver Sprachgebrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Rudi Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachgebrauch]]></category>

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		<description><![CDATA[The rules and long lists of categories requiring one or the other article laid down in standard grammars manage to hide the amount of variation which actually exists in this domain of grammar even in Standard English (StE), let alone the numerous social or regional varieties of English, which do not give &#8216;two hoots&#8217; for [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>The rules and long lists of categories requiring one or the other article laid down in standard grammars manage to hide the amount of variation which actually exists in this domain of grammar even in Standard English (StE), let alone the numerous social or regional varieties of English, which do not give &#8216;two hoots&#8217; for the grammarians&#8217; best efforts to dictate &#8216;correct usage&#8217;. The situation is much the same as when travelling on roads: once you are outside the radar-control zones of the major roads, on &#8216;B&#8217; roads, you can travel at whatever speek your driving skills and your vehicle may enable you to sustain without having to worry too much about speed control and traffic regulations. (Filppula 2001: 43)</p></blockquote>
<p>Vermutlich jeder Erstsemester würde eine Hausarbeit mit derartiger Polemik um die Ohren gehauen bekommen. So würd&#8217;s jedenfall ich machen, wenn mir mal jemand sowas vorlegen würde.</p>
<p>Wenn&#8217;s lustig gemeint war: Gähn, Thema verfehlt.<br />
Wenn&#8217;s ernst gemeint war: Keller, Rudi.</p>
<p><strong>Aber ganz flott.</strong></p>
<h5><span style="font-weight: normal;"><span style="color: #333333;">Filppula, Markku. 2001. The Highways and Byways of the English Definite Artilce. In: Hiltunen, R, K Battarbee, M Peikola &amp; SK Tanskanen [eds]. </span></span><em><span style="font-weight: normal;"><span style="color: #333333;">English in Zigs and Zags</span></span></em><span style="font-weight: normal;"><span style="color: #333333;">. Turku. 43-51.<br />
Keller, Rudi. 2003. <em>Sprachwandel</em>. Tübingen.</span></span></h5>
]]></content:encoded>
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		<title>Uninostalgie</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 19:51:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt Momente, da ist man ganz klein, wenn man auf die Studienbescheinigung guckt und seit Jahren dort eine zweistellige Zahl studierter Semester  wahrnimmt. Und dann gibt es Momente, in denen man auf diese Zahl stolz sein kann. Wie, du musst dir deinen Stundenplan selbst zusammenstellen?!? Auf eine solche &#8211; ernstgemeinte (!) &#8211; Frage einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Momente, da ist man ganz klein, wenn man auf die Studienbescheinigung guckt und seit Jahren dort eine zweistellige Zahl studierter Semester  wahrnimmt.</p>
<p>Und dann gibt es Momente, in denen man auf diese Zahl stolz sein kann.</p>
<blockquote><p>Wie, du musst dir deinen Stundenplan selbst zusammenstellen?!?</p></blockquote>
<p>Auf eine solche &#8211; ernstgemeinte (!) &#8211; Frage einer schockierten (!!) Kommilitonin darf man dann auch mit der arroganten Gelassenheit des älteren Semesters reagieren (Tipp: einfach Mal laut auflachen). Es verleitet das ältere Semester aber bisweilen auch zur wehmütigen Feststellung, dass man diesen Greenhorns ihre Unwissenheit nicht ankreiden <em>kann</em> (im günstigen Fall) oder <em>darf</em> (äh, eher so ein Fall augenblicklicher Wehmütigkeit).</p>
<p><strong>Kinners, wie die Zeiten sich ändern.</strong></p>
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		<title>Quelle versiegt</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 08:13:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[KarstadtQuelle]]></category>
		<category><![CDATA[Otto-Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Pleite]]></category>
		<category><![CDATA[Quelle]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesthemen]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Vogt]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder Sechste von Zehn Euro kommt über das Online hinein. (Thomas Voigt von der Otto-Gruppe in einem Tagesthemenbeitrag über die Quelle-Pleite.) Wenn die bei Quelle ähnlich widersprüchliche Kenntnisse über ihre Wirtschaftsdaten hatten, wundert&#8217;s ja nich so sehr. Ein Sechstel ist immerhin weit weniger als etwas mehr über der Hälfte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Jeder Sechste von Zehn Euro kommt über das Online hinein. (<em>Thomas Voigt von der Otto-Gruppe in einem </em><a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/quelle262.html" target="_blank"><em>Tagesthemenbeitrag</em></a><em> über die Quelle-Pleite.</em>)</p></blockquote>
<p>Wenn die bei Quelle ähnlich widersprüchliche Kenntnisse über ihre Wirtschaftsdaten hatten, wundert&#8217;s ja nich so sehr.</p>
<p><strong>Ein Sechstel ist immerhin weit weniger als etwas mehr über der Hälfte.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Artikel im Niederländischen</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2009/09/04/der-artikel-im-niederlandischen/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 18:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sprachen & Dialekte]]></category>
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		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Niederländisch]]></category>
		<category><![CDATA[Utrum]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr seht, ich bin voll dabei! Niederländisch ist für Deutsche relativ gesehen sehr einfach. Wir rennen ja nur so durch die Lektionen; Nichtmuttersprachler des Deutschen haben den Kurs nach zwei Tagen auch schon sehr gefrustet aufgegeben. Vokabeln sind oft einmal gesehen und abgespeichert, flektierte Formen dauern etwas länger und die Funktionswörter &#8211; naja gut, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr seht, ich bin voll dabei!</p>
<p>Niederländisch ist für Deutsche relativ gesehen sehr einfach. Wir rennen ja nur so durch die Lektionen; Nichtmuttersprachler des Deutschen haben den Kurs nach zwei Tagen auch schon sehr gefrustet aufgegeben. Vokabeln sind oft einmal gesehen und abgespeichert, flektierte Formen dauern etwas länger und die Funktionswörter &#8211; naja gut, die schaut man eben einmal mehr nach. Allerdings ist es nicht ganz so ein Pippifax, wie man glauben könnte: Ohne Nachbearbeitung und zugegeben auch stumpfes Auswendiglernen geht&#8217;s auch hier nicht. Das hat gut die Hälfte des Kurses nicht richtig verstanden.</p>
<p>Nun ist das Niederländische sogar ein wenig hinterlistig. Das Genussystem unterscheidet zwischen Maskulinum/Femininum (das sogenannte Utrum) und dem Neutrum. So, als hätten wir im Deutschen einen gemeinsamen Artikel für <em>der</em> und <em>die</em> und eben <em>das</em>. Das sind <em>de</em> (Utrum) und <em>het</em> (Neutrum). So weit, zo goed. Jetzt haben aber die Wörter im Utrum auch noch ein männliches <em>oder</em> weibliches Geschlecht:</p>
<blockquote><p><em>De</em> trein is te laat. Nu rijdt <em>hij</em> het station binnen.<br />
&#8216;Der Zug ist zu spät. Nun fährt er in die Station ein.&#8217;</p></blockquote>
<p>Das ist fies. Auf die Frage an unsere belgische Dozentin, wie man das als Lerner denn wissen kann, antwortet sie süffisant:</p>
<blockquote><p>Gar nicht. Aber macht&#8217;s am Besten wie die Niederländer &#8211; bei denen ist einfach alles maskulin. Auch die Kuh.</p></blockquote>
<p><strong>Na dann, will ich mal den Freizeit genießen gehen.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wiedereinstieg</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2009/07/16/wiedereinstieg/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 18:10:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgebungstemperatur]]></category>
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		<category><![CDATA[Orthographie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist mittlerweile der vierte, aber der erste wirklich ernsthafte Versuch, die Anstrebung akademischer Ehren neu in Angriff zu nehmen. Ich war krank. Ich persönlich finde das ausreichend, eine Pause zu erklären, die zweiwöchig angedacht, aber letztendlich ein Jahr und zwei Wochen dauerte. Sei&#8217;s drum. Zur Auflockerung möge ich hier mit einem amüsanten Zitat aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mittlerweile der vierte, aber der erste wirklich ernsthafte Versuch, die Anstrebung akademischer Ehren neu in Angriff zu nehmen. Ich war krank. Ich persönlich finde das ausreichend, eine Pause zu erklären, die zweiwöchig angedacht, aber letztendlich ein Jahr und zwei Wochen dauerte. Sei&#8217;s drum.</p>
<p>Zur Auflockerung möge ich hier mit einem amüsanten Zitat aus dem ansonsten leider vor Fehlern und fehlerhaften Annahmen strotzenden Buch <em>Mother Tongue</em> von Bill Bryson beginnen. (Das Buch ist dennoch unterhaltsam, aber jedem Sprachwissenschaftlern dürften die Haare zu Berge stehen &#8211; und dabei kann ich nur über die hanebüchenen Anmerkungen zur deutschen Sprache kichern, wie wird&#8217;s da erst dem polyglotten Sprachtalent gehen?). Über Englisch, Walisisch und Irisch schreibt Bryson in seiner Einleitung folgendes:</p>
<blockquote><p>In Welsh, the word for beer is <em>cwrw</em> &#8211; an impossible combination of letters for any English speaker. But Welsh spellings are as nothing compared with Irish Gaelic, a language in which spelling and pronunciation give the impression of having been devised by seperate committees, meeting in separate rooms, while implacably divided over some deep semantic issue. Try pronouncing <em>geimhreadh</em>, Gaelic for &#8216;winter&#8217;, and you will probably come up with something like &#8216;gem-reed-uh&#8217;. It is in fact &#8216;gyeeryee&#8217;. <em>Beaudhchais</em> (&#8216;thank you&#8217;) is &#8216;bekkas&#8217; and <em>Ó Séaghda</em> (&#8216;Oh-seeg-da&#8217;) is simply &#8216;O&#8217;Shea&#8217;. Against this, the Welsh pronunciation of <em>cwrw</em> &#8211; &#8216;koo-roo&#8217; &#8211; begins to look positively self-evident. (Bill Bryson. 1990. <em>Mother Tongue</em>. Penguin: p. 6-7)</p></blockquote>
<p>Nun habe ich zugegebenermaßen limitierte Irishkenntnisse. So wie die Iren im 19. Jahrhundert ohne formale Unterrichtung Englisch lernten, lernte ich in einem lockeren Umfeld, dass &#8220;Danke&#8221; auf Irish <em>go raibh maith agat</em> heisst (etwa &#8216;go re(f) ma-h-u-gat&#8217;). <em>Beaudhchais</em> spuckt noch nicht mal mein <a href="http://www.irishdictionary.ie/home" target="_self">Irishlexikon</a> aus (der Fairness halber wohl aber <em>a bhuí la</em> &#8216;thank you&#8217; und <em>buiochas la Dia</em> &#8216;thank you to god&#8217;). Nun weiss ich natürlich nicht, wie gut das Lexikon wirklich ist, noch, ob <em>beaudhchais</em> irgendeine wilde flektierte Form ist und schon gar nicht, ob meine Nörgelei hier lediglich Haarspalterei ist. An der der doch eher seltsamen Verwandtschaft zwischen irischer Othographie und Aussprache ändert es ja eher wenig. Im Prinzip hat Bill also recht.</p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>In diesem Sinne, <em>Fáilte ar ais, </em>Welcome Back.</strong></span></p>
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		<title>Große Worte</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 07:10:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Extralinguistisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Arbeit soll also 120 Seiten nicht überschreiben. Von unterschreiten steht da nichts. Einige sagen, in ihrer Prüfungsmeldebestätigung steht durchaus etwas zur Mindestlänge. 80 Seiten. Da greift das also Gewohnheitsrecht, die plus-minus-Regel, wenn man generell von 100 Seiten ausgeht. Ähnlich meiner Punktlandung in der letzten Hausarbeit im März dieses Jahres (5003 Wörter &#8211; wo kurzfristig die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Arbeit soll also <a href="http://trachtas.wordpress.com/2008/11/18/words-words-words/" target="_blank">120 Seiten nicht überschreiben</a>. Von <em>unterschreiten</em> steht da nichts. Einige sagen, in ihrer Prüfungsmeldebestätigung steht durchaus etwas zur Mindestlänge. 80 Seiten. Da greift das also Gewohnheitsrecht, die plus-minus-Regel, wenn man generell von 100 Seiten ausgeht.</p>
<p>Ähnlich meiner Punktlandung in der letzten Hausarbeit im März dieses Jahres (5003 Wörter &#8211; wo kurzfristig die mögliche Rauskürzung dreier Füllwörter in Betracht gezogen wurde), fixiere ich die 80 Seiten an. Auffüllen lässt sich immer.</p>
<p>Das schönste Statement zur Mindestlänge einer Abschlussarbeit hörte ich mal in einer Kleinstbibliothek:</p>
<blockquote><p>&#8220;Alles Richtwerte. Wenn du es schaffst, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_de_Saussure" target="_blank">Saussure</a> auf fünfzehn Seiten zu widerlegen, möcht&#8217; ich den Prof sehen, der dich durchfallen lässt.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Na dann.</strong></p>
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