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	<title>tráchtas. dialann. tagebuch einer magisterarbeit.</title>
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	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
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		<title>Gottes Werk und Teufels Beitrag</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 15:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Extralinguistisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Gott gab uns als Antwort auf die zügellosen 68er genau genommen nur eine einzige wirkliche Strafe: Eva Herman. Und als wär&#8217;s nicht schon schlimm genug, erfand der Teufel Schnittbrot und Induktionsherde.
&#8230;.!?
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Gott gab uns als Antwort auf die zügellosen 68er genau genommen nur eine einzige wirkliche Strafe: Eva Herman. Und als wär&#8217;s nicht schon schlimm genug, erfand der Teufel Schnittbrot und Induktionsherde.</p>
<p><strong>&#8230;.!?</strong></p>
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		<title>Der Kassenpatient</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 11:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Extralinguistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
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		<description><![CDATA[Früher, als Bachelor noch Bakkalaureat hieß und Master Magister (klingelt&#8217;s?), stapelten sich im Prüfungsamt zur Sprechzeit die Prüflinge vor zwei Türen hinter denen sich die Sachbearbeiter seltenst aus der Ruhe bringen ließen. Denn besonders wenige Tage vor den vierteljährlichen Meldeterminen ging&#8217;s da zu, wie im Taubenschlag. Meist waren die Sachbearbeiter nur um 06.30 Uhr und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher, als <a href="http://www.slm.uni-hamburg.de/Stuplan/EnglSprache.html#Abschl" target="_blank">Bachelor noch Bakkalaureat hieß und Master Magister</a> (klingelt&#8217;s?), stapelten sich im Prüfungsamt zur Sprechzeit die Prüflinge vor zwei Türen hinter denen sich die Sachbearbeiter seltenst aus der Ruhe bringen ließen. Denn besonders wenige Tage vor den vierteljährlichen Meldeterminen ging&#8217;s da zu, wie im Taubenschlag. Meist waren die Sachbearbeiter nur um 06.30 Uhr und nur telefonisch erreichbar.</p>
<p><span id="more-1157"></span></p>
<p>Als ich letzte Woche zwei Tage vor dem Juli-Meldeschluss und etwa eine Stunde vor Prüfungsbeginn den Protokollbogen abholen wollte, entwischte mir beim Anblick der wartetenden Meute nur &#8220;Oh, war ja klar&#8221;. Galant an der Masse vorbeigeschoben (O-Ton Sachbearbeiterin: &#8220;Sie haben sich hoffentlich vorgedrängelt?&#8221;), genervte Blicke geerntet &#8211; zwei Stunden später zur Rückgabe des Bogens saßen immer noch die gleichen schwitzenden Menschen im Warteraum.</p>
<p>Doch halt! Die Wartenden sind Teil der Lemmingebewegung, die im Zuge der universitären Umwälzungen der letzten Jahre ausgebrütet wurden. Und ihnen steht <em>eine</em> Sachbearbeiterin an <em>zwei</em> Tagen zur Verfügung. Natürlich sind die Berührungspunkte der BAler mit der Prüfungsverwaltung ungleich geringer, als die unseren &#8211; aber es erschließt sich nicht auf den ersten Blick, weshalb sich um die im Aussterben begriffenen Magisterstudenten <em>zwei</em> Sachbearbeiterinnen an <em>vier</em> Tagen kümmern. Generell wirkt es im Unialltag auf uns &#8220;Alte&#8221; immer ein wenig so, als habe die Uni längst vergessen, dass es uns gibt &#8211; zumindest aber wird uns durch kleine Nadelstiche permanent suggeriert, wir seien der lästige Schandfleck in der modernen Uniwelt.</p>
<p>Da passt die VIP-Behandlung für Magisteraltlasten im Prüfungsamt irgendwie nicht ins Bild. Denn auch nach der Prüfung, längst nach Ablauf der Sprechstunde, kann ich mich an der immer noch wartenden Meute vor dem BA/MA-Sprechzimmer vorbei schieben. Bis weit in ihre Mittagspause hinein nimmt sich Frau A-bis-K dann fast eine halbe Stunde Zeit für psychologische Aufbauarbeit. Die wird irgendwann ein Buch schreiben können.</p>
<p>Bei der Massenabfertigung nebenan muss sich der Bachelorstudent fühlen, wie ein Kassenpatient.</p>
<p><strong>Tja.</strong></p>
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		<title>Es war Wahl &#8211; und nur die Reichen gingen hin</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/07/20/stell-dir-vor-es-ist-wahl-und-nur-die-reichen-gehen-hin/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 06:40:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
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		<description><![CDATA[Das eigentlich Dramatische am Volksentscheid über Hamburgs Bildungspolitik ist nicht, dass die sechsjährige Primarschule nicht kommt. Das dennoch in Kraft tretende Restreformpaket geht schon mal einen modernen Weg weg vom dreigliedrigen Schulsystem. Ob und inwiefern längeres gemeinsames Lernen die Bildungsmisere beseitig kann/könnte, ist letztendlich reine Ansichts- oder Geschmackssache und/oder welcher Studie man mehr Glauben schenken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das eigentlich Dramatische am Volksentscheid über Hamburgs Bildungspolitik ist nicht, dass die sechsjährige Primarschule nicht kommt. Das dennoch in Kraft tretende Restreformpaket geht schon mal einen modernen Weg weg vom dreigliedrigen Schulsystem. Ob und inwiefern längeres gemeinsames Lernen die Bildungsmisere beseitig kann/könnte, ist letztendlich reine Ansichts- oder Geschmackssache und/oder welcher Studie man mehr Glauben schenken mag.</p>
<p>Nein, das wirklich Tragische ist, dass <a href="http://statistik-nord.de/fileadmin/maps/referendum_hh_2010/atlas.html" target="_blank">dieser Atlas</a> über die Wahlbeteiligung so ziemlich die treffendste soziodemographische Darstellung Hamburgs ist, die überhaupt gezeichnet werden kann, übrigens völlig unabhängig vom Abstimmungsverhalten in den jeweiligen Stadtteilen. Man muss kein Prophet sein, um zu behaupten, dass man diese Karte ohne Verlust der Aussagekraft mit &#8220;Pro-Kopf-Einkommen in Hamburg&#8221; untertiteln könnte.</p>
<p>Im besten Fall lässt die Interpretation der Karte den Schluss zu, dass das Bildungsbürgertum der Hansestadt am Sonntag nicht weniger als seinen Status Quo und seine Herkunftselite verteidigt hat. Im schlimmsten Fall bleibt die erschreckende, wenn nicht sogar besorgniserregende Erkenntnis, dass politisches Mitspracherecht den bildungsfernen, sozial- und einkommensschwachen Bevölkerungsschichten vermutlich schlicht egal ist.</p>
<p><strong>Davon unabhängig: wenn die GAL schlau ist, kündigt sie die Koaltion.</strong></p>
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		<title>Jetzt ist es so und nicht anders</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 10:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Extralinguistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Mündliche Prüfung]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich wäre vermutlich nicht ich, wenn ich aus einer bitteren Niederlage nicht auch etwas Positives ziehen könnte:

Die Seminarlandschaft und die hausarbeitgestützte Leistungsnachweisstruktur der Geisteswissenschaften bereiten nur mäßig auf mündliche Prüfungen vor.
Ich bin kein Politikwissenschaftler.

Mehr war vermutlich nicht drin; vielleicht kann ich in drei Wochen drüber lachen. Schock und Enttäuschung sitzen tief, aber mittlerweile überwiegt: es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Ich wäre vermutlich nicht ich, wenn ich aus einer bitteren Niederlage nicht auch etwas Positives ziehen könnte:</p>
<ul>
<li>Die Seminarlandschaft und die hausarbeitgestützte Leistungsnachweisstruktur der Geisteswissenschaften bereiten nur mäßig auf mündliche Prüfungen vor.</li>
<li>Ich bin kein Politikwissenschaftler.</li>
</ul>
<p>Mehr war vermutlich nicht drin; vielleicht kann ich in drei Wochen drüber lachen. Schock und Enttäuschung sitzen tief, aber mittlerweile überwiegt: es ist vorbei. Deshalb wanderten am Wochenende auch alle Seminarunterlagen aus dem über die Jahre doch sehr vernachlässigten und in, ähem, Unliebe gefallenen zweiten Hauptfach in die Rundablage. Ballast abwerfen.</p>
<p>Es ist irgendwie kein Zufall, dass ich fast auf den Tag genau vor einem Jahr die Entscheidung traf, das Studium nicht abzubrechen.</p>
<p><strong>Wenn ichs pathetisch sehen will: ein Sieg über die Umstände.</strong></p>
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		<title>Erschwerte Bedingungen</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/07/10/erschwerte-bedingungen/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 06:48:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hitze]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfung]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfungsvorbereitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hab&#8217;s ja schon mal erlebt, es ist also nichts Neues. Vor neun Uhr morgens schon 30 Grad (und nach neun Uhr abends immer noch 30 übrigens auch) hatte ich schon in so gemäßigten Breiten wie Ägypten, Australien oder Thailand.
Alter Schwede!
(Möglicherweise würde mich jeder Arzt derzeit aufgrund einer Kombination von hitzebedingter und davon unabhängiger Krankheitssymptome [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab&#8217;s ja schon mal erlebt, es ist also nichts Neues. Vor neun Uhr morgens schon 30 Grad (und nach neun Uhr abends immer noch 30 übrigens auch) hatte ich schon in so gemäßigten Breiten wie Ägypten, Australien oder Thailand.</p>
<p><strong>Alter Schwede!</strong></p>
<p><em>(Möglicherweise würde mich jeder Arzt derzeit aufgrund einer Kombination von hitzebedingter und davon unabhängiger Krankheitssymptome ne Woche krank schreiben, aber Dienstag gilt&#8217;s halt mal wieder. Und da der nächstmögliche Prüfungstermin Ende Oktober wäre, ist mir das jetzt auch wurscht. Mit Wadenwickeln und Büchern zurück ins Bett!)</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Testspiel</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/07/07/testspiel/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 17:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum macht die ARD eigentlich so ein Gewese um das Trainingsspiel heute abend?
- Schwenker &#38; Schmidt, Alsterradio 106.8.
Dort kann man auch auf das Finale tippen &#8211; 106:8.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Warum macht die ARD eigentlich so ein Gewese um das Trainingsspiel heute abend?</p>
<p>- <em>Schwenker &amp; Schmidt, Alsterradio 106.8.</em></p></blockquote>
<p><strong>Dort kann man auch auf das Finale tippen &#8211; 106:8.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Feindstaatenklausel</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/07/05/die-feindstaatenklausel/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 06:23:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Feindstaatsklausel]]></category>
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		<description><![CDATA[FIFA-Chef Blatter hat sich jegliche Einmischung der Politik in den Fußball verbeten.
Fein! Nachdem wir irgendwie gerade alle vom Platz jagen, abschießen, niederwalzen und durch geschickte Verteidigung, überfallartige Konter oder strategische Gegenangriffe verdreschen, vermöbeln (&#8220;Wer hat Argentinien am meisten weh getan?&#8221;) und zur Kapitulation zwingen oder gegnerischen Anführern zur Explosion bringen wollen, wundern wir uns noch über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>FIFA-Chef Blatter hat sich jegliche Einmischung der Politik in den Fußball verbeten.</p>
<p>Fein! Nachdem <em>wir</em> irgendwie gerade alle<em> vom Platz jagen</em>, <em>abschießen</em>, <em>niederwalzen</em> und durch <em>geschickte Verteidigung,</em> <em>überfallartige Konter </em>oder <em>strategische</em> <em>Gegenangriffe </em><em>verdreschen,</em> <em>vermöbeln</em> (&#8220;Wer hat Argentinien am meisten weh getan?&#8221;) und zur <em>Kapitulation</em> zwingen oder <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/und-schweini-auf-die-beini/" target="_blank">gegnerischen Anführern zur Explosion</a> bringen wollen, wundern wir uns noch über die Kriegsrhetorik ausländischer Medien über den bickelbehaubten hässlichen Deutschen (<em>El Mundo</em>: &#8220;Bestie&#8221;) im anrollenden Panzer. Da sind auch feinsinnige Neologismen wie &#8220;Deutschland müllert England&#8221; oder &#8220;Woeful England mullered by Germany&#8221; (<em>Mirror</em>) eher der Bick-Stick-Diplomatie zuzuordnen.</p>
<p>Dabei ist alles in Wahrheit noch viel schlimmer. Nach den immer noch gültigen &#8211; wenn auch obsoleten &#8211; Artikeln 53 und 107 der UN-Charta ist es allen Unterzeichnerstaaten gestattet, Aggressionen eines Feindstaates aus dem Zweiten Weltkrieg mit militärischen Mitteln ohne besondere Ermächtigung gegenüberzutreten. Diese &#8220;Feindstaatsklausel&#8221; bezog sich natürlich hauptsächlich auf Deutschland und Japan. Zu den Unterzeichnern der Charta 1945 gehörten unter anderem Australien, Jugoslawien, das Vereinigte Königreich, Argentinien, Uruguay und die Niederlande; noch vor Deutschland (1990*) unterzeichneten die Charta außerdem Ghana (1957) und Spanien (1955). (Okay, irgendwie alle halt. Aber vor uns zittern jetzt&#8230; ja auch irgendwie alle!)</p>
<p><strong>Aus Gründen verpatzter Pointen bin ich froh wenn die Prüfungen durch sind.</strong></p>
<p><em>*Streng genommen hat Deutschland erst 1990/1 mit dem Zwei-Plus-Vier-Vertrag volle Souveränität erhalten. Deutschland war aber bereits mit dem NATO-Beitritt der BRD 1955 und der Unterzeichnung der UN-Charta der BRD und der DDR 1973 vor der Feindstaatenklausel, äh, geschützt. Der Medienarbeit vom &#8220;hässlichen Deutschen&#8221; und der Kriegsrhetorik in ausländischen Fußballmedien hat das bekanntermaßen keinen Abbruch getan. So gesehen ist Fußball ja auch irgendwie die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.</em></p>
<p><em>Randnotiz aus einem Prüfungsvorbereitungshirn.</em></p>
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		</item>
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		<title>Nach der Prüfung ist vor der Prüfung</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 06:22:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Béla Réthy]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Westerwelle]]></category>
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		<description><![CDATA[Warum weht in Hamburg an genau den zwei Tagen im Jahr kein Wind, wenn die Quecksilbersäule weit über 30°C gedrückt wird? Die Luft steht in meiner Dachgeschosswohnung, als würde sie Miete zahlen.
Diese Prüfungsphase ist ja nicht nur ehrgeizig &#8211; sie ist für einen Fußballfan auch noch unglücklich gewählt. Die Politikklausur fand fast zeitgleich zum Serbien-Spiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum weht in Hamburg an genau den zwei Tagen im Jahr kein Wind, wenn die Quecksilbersäule weit über 30°C gedrückt wird? Die Luft steht in meiner Dachgeschosswohnung, als würde sie Miete zahlen.</p>
<p>Diese Prüfungsphase ist ja nicht nur ehrgeizig &#8211; sie ist für einen Fußballfan auch noch unglücklich gewählt. Die Politikklausur fand fast zeitgleich zum Serbien-Spiel in einem Unigebäude mit der höchsten Public-Viewing-Dichte statt (wer mit der Geografie der UniHH vertraut ist: Pony Bar, Abaton-Bistro und der Pferdestallinnenhof, für den besonders eindrucksvollen Vuvuzela-Surroundsound!).</p>
<p>Ich bin ein wenig über mich selbst überrascht. Derzeit sitze ich wieder ab acht Uhr morgens über den Büchern, mache um 16 Uhr mal eben zwei Stündchen Pause. Und das eigentlich dramatische an dieser Situation ist, dass Béla Réthy immer noch Spiele der deutschen Mannschaft kommentieren darf (glücklicherweise bleibt uns der unsagbar schlechte Florian König von RTL bei Deutschlandspielen erspart).</p>
<p><strong>Und Guido Westerwelle ist immer noch Außenminister.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mehrsprachigkeit, Sprachpolitik, EU</title>
		<link>http://www.extraflach.de/blog/2010/06/18/mehrsprachigkeit-sprachpolitik-eu/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 07:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>suz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sprachen & Dialekte]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Eurobarometer]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmopolitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrsprachigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sprach(en)verbreitungspolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Vielsprachigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Fragt man Menschen, welches eines der größten Probleme der EU ist, verwette ich meinen Arsch darauf, dass 80% der Leute sagen: &#8220;Die EU hat ein Sprachproblem&#8221;. Vermutlich dürfte die Antwort auf die Frage aber auch konjunkturellen Schwankungen unterliegen und derzeit mit &#8220;Griechenland&#8221;, &#8220;(T)Euro&#8221; oder &#8220;Hä? EU?&#8221; konkurrieren. Aber konzentrieren wir uns auf Europas &#8220;Sprachproblem&#8221;.
Gemäß der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fragt man Menschen, welches eines der größten Probleme der EU ist, verwette ich meinen Arsch darauf, dass 80% der Leute sagen: &#8220;Die EU hat ein Sprachproblem&#8221;. Vermutlich dürfte die Antwort auf die Frage aber auch konjunkturellen Schwankungen unterliegen und derzeit mit &#8220;Griechenland&#8221;, &#8220;(T)Euro&#8221; oder &#8220;Hä? EU?&#8221; konkurrieren. Aber konzentrieren wir uns auf Europas &#8220;Sprachproblem&#8221;.<span id="more-1077"></span></p>
<p>Gemäß der Selbstdefinition der EU ist automatisch jede Landessprache seiner Mitgliedsstaaten auch Amtssprache der EU (derzeit 23), mit Ausnahme des Letzeburgischen, da die Luxemburger auf dieses Privileg verzichtet haben, aber inklusive des Irischen, in dem seit 2005 die europäischen Institutionen angerufen werden dürfen. Darüber hinaus werden in der EU nach offiziellen Schätzungen zwischen 70 und 110 Sprachen gesprochen, je nach Definition zwischen Sprache und Dialekt und inklusive der Regional- und Minderheitensprachen (z.B. Sorbisch oder Galizisch). Die &#8220;Dunkelziffer&#8221; gesprochener Sprachen dürfte ob der vielen außereuropäischen Migrantensprachen natürlich weitaus höher liegen.</p>
<p>Auf institutioneller Ebene regelt eine EU-Sprachpolitik den Sprachgebrauch &#8220;nach innen&#8221; zwischen den Institutionen und &#8220;nach außen&#8221; in der Kommunikation mit den Unionsbürgern. Bei der Sprachpolitik nach innen sind in der Praxis einige Sprachen gleicher als andere, da der Politikapparat primär in den dominanten Arbeitssprachen Englisch, Französisch oder Deutsch abläuft. Nach außen bedeutet es, dass alle 23 Amtssprachen gleichen Status genießen. Der dazu notwendige Übersetzungsapparat wird allgemein als zu kostspielig und als zu aufwendig bezeichnet, immerhin ergeben sich über 500 Sprachkombinationen. Was bleibt, ist ein Spannungsfeld zwischen Diversität und Effektivität.</p>
<p>Auf gesellschaftlicher Ebene hat die EU, äh, keine Sprachpolitik. Das mag auf den ersten Blick erstaunlich sein, angesichts ihrer permanent betonten sprachlichen Vielfalt: der Vertrag von Lissabon besagt in Artikel 3-3: &#8220;[Die EU] wahrt den Reichtum ihrer kulturellen und sprachlichen Vielfalt&#8221;. Diese und andere mehr oder weniger schwammigen Formulierungen haben der EU den Vorwurf eingebracht, außer netten Gesten und polemischer Symbolpolitik unternehme sie nichts, diesem Reichtum gerecht oder der Vielsprachigkeit seiner Gesellschaft(en) &#8220;Herr&#8221; zu werden. Diese Kritik kommt natürlich insbesondere aus Ecken, die die EU von vornherein negativ bewerten, aber eben nicht nur. Aus rein nationalstaatlicher aber auch aus supranationaler Perspektive hat die EU also ein &#8220;Sprachproblem&#8221;, weil seine Bürger nicht &#8220;mit einer Stimme sprechen&#8221;.</p>
<p>Dabei ist es aber gar nicht notwendig, dass Europas Bürger mit einer Stimme sprechen. Denn Europa ist nicht nur vertikal vielsprachig, es ist auch horizontal mehrsprachig &#8211; durch die Mehrsprachigkeit seiner Bürger. Und dabei ist es für die demokratische Legimitität der EU (&#8216;Europa im engeren Sinne&#8217;) unerheblich, dass wir keine echte <em>lingua franca</em> haben. Vielmehr muss sich die EU in allen Bereichen durch seine Diversität und Differenz definieren. Nicht umsonst heißt der Leitspruch der EU &#8220;Einheit in Vielfalt&#8221;. Allein schon die Bereitschaft der EU-Bürger, sich verstehen zu <em>wollen</em>, reicht für den Prozess der Europäisierung auf zivilgesellschaftlicher Ebene aus. Über 80% der Unionsbürger halten Fremdsprachenkenntnisse für sehr oder zumindest ein wenig wichtig &#8211; auch, aber nicht nur aus beruflichen Gründen. Und die Mehrsprachigkeit der Bürger nimmt stetig zu. Auch hier ist es unerheblich, ob die Menschen Englisch lernen oder die Sprache des Nachbarn.</p>
<p>Die Abwesenheit einer Sprachpolitik auf gesellschaftlicher Ebene ist dem Subsidiaritätsprinzip geschuldet: Bildungspolitik ist nach wie vor ein Hoheitsbereich der Mitgliedsstaaten. Allerdings sorgt die bloße Existenz der EU dafür, dass sich hier Wechselwirkungen zwischen dem Nationalen und dem Supranationalen ergeben: die Bildungspolitiken der Mitgliedsstaaten sind an den kommunikativen Bedürfnissen seiner Bürger ausgerichtet, und die hören eben auch nicht beim &#8220;Englischlernen&#8221; auf: in vielen Kindergärten und Grundschulen entlang der deutsch-französischen Grenze beispielsweise ist die Sprache des Nachbars die erste Fremdsprache. Im Umkehrschluss sorgt die EU mit finanziellen und institutionellen Ressourcen für eine erhöhte Mobilität seiner Bürger. Die EU betreibt so gesehen eine &#8220;Sprach(en)verbreitungspolitik&#8221;.</p>
<p>Die Empirie zeigt deutlich, dass die Mehrsprachigkeit seiner Bürger stetig zunimmt, besonders unter jungen Menschen. Kenntnisse der Sprache der jeweiligen Nachbarn sind außerdem sehr ausgeprägt. Lediglich zwischen 1 und 2,5% aller Sekundarschüler EU-weit lernen keine Fremdsprache (Ausnahmen: UK, 38% und IRL, 12%*). Die mehrsprachigen Bürger <em>leben</em> also die institutionalisierte Vielsprachigkeit der EU.</p>
<p>Wenn man es also <em>so</em> betrachtet, wird auch deutlich, dass das Sprachproblem kein Problem der EU ist &#8211; jedenfalls nicht nur. Die Perspektive der zivilgesellschaftlichen Europäisierung deckt vor allem die Probleme beim Ausbau der Mehrsprachigkeit auf: denn die individuelle Mehrsprachigkeit steigt sowohl mit dem Bildungsgrad, als auch mit der individuellen und nationalen Wirtschaftskraft &#8211; und fällt oft mit der Größe des respektiven Mitgliedslandes. Kleinere Länder sind in der Tendenz mehrsprachiger als Größere (und dies bezieht sich nicht nur auf Skandinavien oder andere kleinere Länder der alten EU-15). Die Grenzen der Mehrsprachigkeit verlaufen also nicht nur vertikal zwischen den Mitgliedsstaaten, sondern vor allem horizontal entlang soziodemografischer Grenzen.</p>
<p>So gesehen ist Vielsprachigkeit weniger ein Integrationshemmnis für die EU denn eine Herausforderung für nationale Bildungspolitiken.</p>
<p><strong>Hierzu beginnt in diesem Minuten meine Politikklausur.</strong></p>
<p><em>*Aus den Daten der Eurobarometer geht leider nicht hervor, ob die Iren das Erlernen des Irischen bereits als Fremdsprachenlernen bezeichnen (Irisch ist in allen staatlichen Sekundarschulen Irlands Pflichtfach). Es ist ein wenig grotesk, dass von der Mehrheit der Iren Irisch als Fremdsprache erlernt werden muss und auch als solche bzw. als Zweitsprache wahrgenommen wird. Für die hier zugrunde liegenden Annahmen ist die Frage, ob Irisch Mutter-, Zweit- oder Fremdsprache ist, aber ebenfalls zweitrangig.</em></p>
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		<title>Verschwörungsverdacht T -1</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 08:30:26 +0000</pubDate>
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Seit drei Tagen wird ohne Not über die Stadt angeflogen (zur Not-Bewertung zählen Wetterbedingungen, wie man sie hier vorfand*). Ohne Not, denn der einzige Luftzug, der die letzten Tage in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, ich werde morgen und/oder übermorgen im Klausurraum einem Angehörigen, Bekannten oder Erpresser eines Mitarbeiters der Deutschen Flugsicherung und/oder des Towers am Flughafen Hamburg begegnen.</p>
<p>Seit drei Tagen wird ohne Not über die Stadt angeflogen (zur Not-Bewertung zählen Wetterbedingungen, wie man sie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0-qDhGGVDpM" target="_blank">hier</a> vorfand*). Ohne Not, denn der einzige Luftzug, der die letzten Tage in Hamburg für eine steife Brise sorgt, wird vom Ventilator in meiner Dachgeschosswohnung erzeugt. Derweil werfen die Nubsis, die an den Leitwerken nach hinten abstehen, alle fünf Minuten Schatten auf meine Notizzettel.</p>
<p><strong>Schiebung! Ab 09.00 Uhr wird zurückgetreten!</strong></p>
<p>*<em>Genau genommen ist jener Anflug auf der für solche Wetterverhältnisse eher ungeeigneten Ost-West-Landebahn über Langenhorn erfolgt. Alles andere flog an diesem Tag sinnigerweise über Barmbek/Winterhude/Alsterdorf.</em></p>
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