Artikel-Schlagworte: „Fragen Sie Dr. Bopp“

Blogspektrogramm #14

Freitag, 15. Juni 2012

BlogspektrogrammIm neuen Blog­spek­tro­gramm für den Monat Mai sind fast alle wie­der an Deck. Immer­hin befin­den wir uns mitt­ler­weile recht kom­for­ta­bel im zwei­ten Jahr des größ­ten und umfas­sends­ten Rund­um­blicks aus der deut­schen Sprach­blogs­sphäre. Wenn das kein Grund zum monat­li­chen Rund­um­blick wäre!

Den Rei­gen soll Michael Mann vom lexi­ko­gra­phieb­log eröff­nen, der in Von Stun­den­ki­lo­me­tern und New­ton­me­tern all den Neun­mal­klu­gen ant­wor­tet, die nicht müde wer­den zu sagen, dass Stun­den­ki­lo­me­ter ein fal­scher Aus­druck sei. Fach­sprach­lich mag man den Phy­si­kern zustim­men - aber eben nicht aus der sprach­ge­mein­schaft­li­chen Per­spek­tive. Fast schon ein Klas­si­ker der Sprachkritik.

Kris­tin Kopf vom Schplock küm­mert sich in Kei­ner mag Säch­sisch um die Frage, warum Säch­sisch in Umfra­gen zu Dia­le­k­wahr­neh­mung tat­säch­lich immer so schlecht weg­kommt. Die Ant­wort bleibt schwie­rig, der Post ist aber ein groß­ar­ti­ger Ein­blick in das Eigene und das Fremde. Ach­tung: Ent­hält Daten!

Musikalisch-kulinarische Inspi­ra­tion liegt dem Bei­trag von Ste­phan Bopp (Fra­gen Sie Dr. Bopp!) zugrunde, wenn er auf­grund eines Schla­gers kon­ster­niert kon­sta­tiert: Wenn Carne sich auf Sahne reimt.

Ana­tol Ste­fa­no­witsch ver­sorgt die inter­es­sier­ten Lese­rIn­nen seit eini­ger Zeit frei­täg­lich mit den Sprach­bro­cken - ein manch­mal loses, manch­mal the­ma­ti­sches Gru­sel­ka­bi­nett mit kurio­sen Mel­dun­gen zur Spra­che. In Aus­gabe 20.1/2012 geht’s unter ande­rem um den fast schon nied­li­chen Ver­such des Ver­ein Deut­sche Spra­che (VDS), Umfra­gen zu Angli­zis­men »anwalt­lich beglau­bi­gen« zu lassen.

In einem klei­nen Auf­re­ger küm­mert sich Dirk Mül­ler um die Mons­ter unter uns (also, äh, die Mons­ter in der Spra­che). Büro­kra­ti­sche Monster!

Um einen Rant geht es auch Kilian Evang vom Text­thea­ter. Er über­nimmt für Mai die Paten­schaft für einen ganz beson­ders fei­nen Lecker­bis­sen im Vor­ur­tei­le­auf­ar­bei­ten­und­zer­stö­ren: So ziem­lich alles, was so über Chi­ne­sisch und chi­ne­si­sche Schrift­zei­chen geschrie­ben wird, ist falsch. Fin­det man in Chi­nese Cha­rac­ters: like, wow. von Pinyin News.

Bei mir gings bei Du, Sie, Mül­lers Vieh ums Sie­zen im Eng­li­schen. Oder was viele dafür halten.

Viel Spaß und bis zur Nr. 15!

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Bis­her erschie­nene Aus­ga­ben:
Blog­spek­tro­gramm #1 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #2 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #3 (bei */ˈdɪːkæf/)
Blog­spek­tro­gramm #4 (im text­thea­ter)
Blog­spek­tro­gramm #5 (im [ʃplɔk])
Blog­spek­tro­gramm #6 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #7 (im lexi­ko­gra­phieb­log)
Blog­spek­tro­gramm #8 (bei */ˈdɪːkæf/)
Blog­spek­tro­gramm #9 (im text­thea­ter)
Blog­spek­tro­gramm #10 (im [ʃplɔk])
Blog­spek­tro­gramm #11 (im lexi­ko­gra­phieb­log)
Blog­spek­tro­gramm #12 (im [ʃplɔk])
Blog­spek­tro­gramm #13 (im texttheater)

Blogspektrogramme #10, #11, #12

Sonntag, 6. Mai 2012

BlogspektrogrammSo, die letz­ten drei Monate waren ganz viele Dinge sehr, sehr wich­tig - und das ver­hält sich manch­mal eben umge­kehrt pro­por­tio­nal zur Wich­tig­keit des Blog­gens. Eigent­lich wollte ich was vom Schwung und der Publi­ka­ti­ons­fre­quenz der AdJ-Beiträge mit­neh­men. Sei’s drum, die Blog­spek­tro­gramme kom­men der­zeit auch sehr gut ohne mich aus, wie die Qua­li­tät der Aus­ga­ben 10, 11 und 12 beweisen:

In der #10 bei Kris­tin haben wir auf Micha­els Vor­schlag hin eine Neue­rung ein­ge­führt: Die Blog­ge­rIn­nen über­neh­men für einen lin­gu­is­ti­schen Bei­trag quasi eine Paten­schaft - Inter­es­san­tes, Kon­tro­ver­ses, Lus­ti­ges aus der Welt der Spra­che und der Sprach­wis­sen­schaft. (Ach so ja, stimmt, da war ich noch dabei…)

In der #11 bei Michael begrü­ßen wir einen neuen Blog­ger in unse­rer Runde - mit Dirk Mül­ler vom Blog interkorrektor.de kommt eine Per­spek­tive aus der »Rea­li­tät« bei uns an - Dirk Mül­ler ist, wie sein Blo­gname schon sagt, vor allem als Prak­ti­ker tätig. In der dor­ti­gen Februar-Ausgabe war ich schon nicht mehr dabei - mein Gefühl sagte mir, dass jetzt auch mal gut ist mit AdJ-Beiträgen. Zur dama­li­gen Zeit war der Shits­torm ja noch in, ähem, aller Munde.

Für Aus­gabe #12 waren wir wie­der bei Kris­tin. Aus­gabe #13 gibt es dem­nächst bei Kilian.

Und spä­tes­tens bei #14 bin ich wie­der dabei, ver­spro­chen, liebe Runde!

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Bis­her erschie­nene Aus­ga­ben:
Blog­spek­tro­gramm #1 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #2 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #3 (bei */ˈdɪːkæf/)
Blog­spek­tro­gramm #4 (im text­thea­ter)
Blog­spek­tro­gramm #5 (im [ʃplɔk])
Blog­spek­tro­gramm #6 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #7 (im lexi­ko­gra­phieb­log)
Blog­spek­tro­gramm #8 (bei */ˈdɪːkæf/)
Blog­spek­tro­gramm #9 (im texttheater)

Blogspektrogramm #9

Donnerstag, 19. Januar 2012

BlogspektrogrammBevor es mor­gen mit dem Angli­zis­mus des Jah­res wei­ter­geht, hier noch schnell der Hin­weis auf die Januar-Ausgabe des Blog­spek­tro­gramms, das mit der Rund­schau für den Dezem­ber bei Kilian im Text­thea­ter erschie­nen ist.

Im Sprach­log stellt Initia­tor Ana­tol zur Dis­kus­sion, wie wir die tra­di­ti­ons­rei­che Tra­di­tion des deutsch­spra­chi­gen Blog­kar­ne­vals in Zukunft aus­ge­stal­ten kön­nen, damit sich der Dunst­kreis der tra­di­tio­nell übli­chen Ver­däch­ten aus­wei­ten lässt.

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Bis­her erschie­nene Aus­ga­ben:
Blog­spek­tro­gramm #1 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #2 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #3 (bei */ˈdɪːkæf/)
Blog­spek­tro­gramm #4 (im text­thea­ter)
Blog­spek­tro­gramm #5 (im [ʃplɔk])
Blog­spek­tro­gramm #6 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #7 (im lexi­ko­gra­phieb­log)
Blog­spek­tro­gramm #8 (*/ˈdɪːkæf/)

Blogspektrogramm #8

Freitag, 16. Dezember 2011

BlogspektrogrammDie­ses Mal bin ich hier wie­der Gast­ge­be­rin unse­res Sprach­blog­kar­ne­vals, der letz­ten Aus­gabe für 2011. (Um noch schnell ein sinn­lo­ses ›letzte/r/s X in die­sem Jahr‹ los­zu­wer­den.) Der Vor­weih­nachts­ent­spannt­heit von Klein­blog­gers­dorf ist hier­mit also wie­der ein inter­es­san­tes und bun­tes Aller­lei aus der Welt der Sprach­blogs hinzugefügt.

Kilian Evang stellt im Text­thea­ter eine Image­kam­pa­gne der Stadt Seoul vor: Weil sich die korea­ni­schen Haupt­stadt als welt­of­fene Metro­pole ver­steht, haben die Gra­fi­ker zum Spiel mit den gro­ßen inter­na­tio­na­len Schrift­sys­te­men ein­ge­la­den: Gast­freund­schaft auf Korea­nisch - aber in latei­ni­schen, ara­bi­schen und japa­ni­schen Schrift­zei­chen - den Han­guli­mi­ta­ten. Kilian zeich­net eine lin­gu­is­ti­sche Ana­lyse des Spiels mit der Schrift nach.

Haben Sie sich schon mal dem Zwei­fel gegen­über gese­hen, ob Sie für die nächt­li­che Heiß­hun­ger­at­ta­cke die nächste Tank­stelle oder die näheste Tank­stelle brau­chen? Ste­phan Bopp erklärt den Zwei­fels­fall - und dass zwar nur ein Aus­druck stan­dard­sprach­lich als kor­rekt gilt, warum aber beide Aus­drü­cke ihre ganz eigene, nicht-synonyme Funk­tion (und Berech­ti­gung) haben.

Was ist eine lexi­ka­li­sche Lücke? Und wie fül­len wir sie? Jaja, meckern über fal­schen Wort­ge­brauch, stö­rende Fremd­wör­ter und Oder kann ja jeder. In einer Buch­be­spre­chung zum Thema Wort­schat­z­er­wei­te­run­gen rezen­siert Ana­tol Ste­fa­no­witsch das neue Werk von Sascha Lobo - und zeigt, dass krea­tive, nicht-nölende Sprach­ge­stal­tung infor­ma­tiv, span­nend und unter­halt­sam sein kann.

Viel­leicht bin ich befan­gen - und auch ein wenig trau­rig, dass ich dem Ein­fluss die­ser Inspi­ra­tion nicht bei­woh­nen durfte: Kris­tin Kopf stellt im Schplock eine Hin­weis­schil­der­samm­lung vor, die von Meh­met Aydın nach ver­mut­lich sehr lus­ti­gen Grup­pen­the­ra­pien für Jung-Linguisten wäh­rend der letz­ten StuTS in Göt­tin­gen für die Nach­welt fest­ge­hal­ten wur­den, natür­lich nicht ohne ein klei­nere Anspie­lun­gen: Cau­tion! This lan­guage is under construction!

Etwas weni­ger sprach­lich sieht Michael Mann im lexi­ko­gra­phieb­log den Novem­ber und beschäf­tigt sich mit der Frage, ob, wann und wie Wiki­pe­dia zitier­fä­hig ist. Er kommt zum Schluss: zu schön, um falsch zu sein und lie­fert noch einen lus­ti­gen xkcd-Comic nach, der die Frage nach der Zitier­fä­hig­keit der Wiki­pe­dia im uni­ver­si­tä­ren Kon­text aufrollt.

Ich selbst habe im Novem­ber den ers­ten Teil einer Reihe ver­öf­fent­licht, der sich mit der Frage beschäf­tigt, ob Mut­ter­sprach­ler­da­sein aus­reicht, über den Gebrauch und die (Un)Richtigkeit von Lehn­wör­tern der eige­nen Spra­che in einer ande­ren zu urtei­len. Fri­sche Beu­len im Denglisch-Wahn über­führt ein altes Sprach­nörg­ler­vi­rus: Wir machen uns vor Mut­ter­spach­lern lächer­lich. Stay tuned, it’s ongo­ing.

Anglizismus des Jahres 2011

Angli­zis­mus des Jah­res 2011

Und zugu­ter­letzt noch­mal der Hin­weis auf die Wahl zum Angli­zis­mus des Jah­res 2011. Dort wurde in den letz­ten Wochen die Jury vor­ge­stellt - Kris­tin Kopf, Michael Mann, Jan Wohl­ge­muth und the suz. Es sind schon einige Vor­schläge ein­ge­gan­gen - das Feld ist die­ses Mal recht breit. Wei­tere Nomi­nie­run­gen kön­nen noch bis zum 31. Dezem­ber abge­ge­ben wer­den; dem­nächst beginnt die heiße Blog­phase zu den Vorschlägen.

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Bis­her erschie­nene Aus­ga­ben:
Blog­spek­tro­gramm #1 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #2 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #3 (bei */ˈdɪːkæf/)
Blog­spek­tro­gramm #4 (im text­thea­ter)
Blog­spek­tro­gramm #5 (im [ʃplɔk])
Blog­spek­tro­gramm #6 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #7 (im lexikographieblog)

Blogspektrogramm #7

Freitag, 18. November 2011

Blogspektrogramm Nebenan im lexi­ko­gra­phieb­log ist Michael Mann in die­sem Monat der Gast­ge­ber der aktu­el­len Aus­gabe des Blog­spek­tro­gramm mit den guten alten bekann­ten Sprach­blog­gen­den aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum: Lesen Sie im Novem­ber über Frak­tur­schrift, Sprach­kri­tik, ety­mo­lo­gi­sche und fach­sprach­li­che Fehl­schlüsse, mor­pho­lo­gi­sche Ähn­lich­kei­ten mit seman­ti­schen Gegen­sät­zen, die Frage über am lachen oder am Lachen sowie über das deut­sche Buch­sta­bie­r­alpha­bet und Namenshäufigkeiten.

An die­ser Stelle auch ein Hin­weis auf Micha­els nette Ankün­di­gung der Wahl zum Angli­zis­mus des Jah­res 2011: »Ein Herz für Deng­lisch«. Dort zeigt er auf der Grund­lage einer GoogleInsights-Suche, dass Deng­lisch quasi das jah­res­zeit­li­che Gegen­stück zu Som­mer­loch ist. Offen­bar wer­den Inter­net­schrei­ber­linge gegen Ende des Jah­res beson­ders hib­be­lig, was eng­li­sches Lehn­gut in unse­rer Spra­che angeht.


Bis­her erschie­nene Aus­ga­ben:
Blog­spek­tro­gramm #1 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #2 (im Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #3 (bei */ˈdɪːkæf/)
Blog­spek­tro­gramm #4 (im text­thea­ter)
Blog­spek­tro­gramm #5 (im [ʃplɔk])
Blog­spek­tro­gramm #6 (im Sprachlog)

Blogspektrogramm #6

Donnerstag, 20. Oktober 2011

BlogspektrogrammAloha, es ist wie­der soweit! Das Blog­spek­tro­gramm ist für die neue Aus­gabe zu Gast im Sprach­log. In gewohnt infor­ma­ti­ver und viel­fäl­ti­ger Runde gibt’s viel Span­nen­des zu lesen (und sogar zu gucken!). Ein erle­se­ner Streif­zug durch die Welt der deut­schen Sprachblogs.

#7 gibt es im Novem­ber im lexi­ko­gra­phieb­log.


Bis­her erschie­nene Aus­ga­ben:
Blog­spek­tro­gramm #1 (beim Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #2 (beim Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #3 (bei */ˈdɪːkæf/)
Blog­spek­tro­gramm #4 (beim text­thea­ter)
Blog­spek­tro­gramm #5 (im [ʃplɔk])

Blogspektrogramm #5

Sonntag, 2. Oktober 2011

Mit die­sem Hin­weis bin ich zwar eigent­lich ziem­lich genau zwei Wochen zu spät - aber der Voll­stän­dig­keit hal­ber und für die haus­in­terne Link­farm kommt er trotz­dem noch: Das Blog­spek­tro­gramm für den Monat August erschien in der fünf­ten Aus­gabe bei Kris­tin drü­ben im [ʃplɔk]. Ich war die­ses Mal lei­der nicht dabei.

Für die Sep­tem­ber­aus­gabe wird der Sprach­blog­kar­ne­val Mitte Okto­ber wie­der im Sprach­log zu Gast sein.


Bis­her erschie­nene Aus­ga­ben:
Blog­spek­tro­gramm #1 (beim Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #2 (beim Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #3 (bei */ˈdɪːkæf/)
Blog­spek­tro­gramm #4 (beim texttheater)

Blogspektrogramm #4

Mittwoch, 17. August 2011

Die neue Aus­gabe des Blog­spek­tro­gramms ist die­ses Mal im Text­thea­ter zu Gast. Im ver­gan­ge­nen Monat hat natür­lich vor allem die Fußball-WM in Deutsch­land sprach­li­che Spu­ren hin­ter­las­sen (und noch einige mehr auf­ge­wor­fen), genauso wie die Titel­hu­be­rei; Span­nen­des gibt es außer­dem zu Ortho­gra­fie, dem und den Euro/s und Genus und Sexus.

Aber lesen Sie doch ein­fach selbst.

Aus­gabe 4 gibt es dann Mitte Sep­tem­ber im [ʃplɔk].

(Ein Hin­weis in eige­ner Sache: Der anstren­genste und auf­re­genste Umzug aller Umzüge die jemals waren und die es je geben wird wurde ges­tern erfolg­reich abge­schlos­sen. Es geht wei­ter, versprochen!)

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Bis­her erschie­nene Aus­ga­ben:
Blog­spek­tro­gramm #1 (beim Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #2 (beim Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #3 (bei */ˈdɪːkæf/)

Blogspektrogramm #3

Freitag, 15. Juli 2011

In die­ser Juni-Ausgabe wid­men sich die Blogger/innen der Ety­mo­lo­gie und der Ver­wen­dung von Angli­zis­men und ande­rer Lehn­wör­ter: Wie sie sich im Sprach­ge­brauch durch­ge­setzt haben oder eben nicht, ob sie über­haupt exis­tie­ren und wel­che wir noch brau­chen. In zwei wei­te­ren Bei­trä­gen lesen wir von Zahl­sys­te­men und Majuskeln.

Michael Mann vom lexi­ko­gra­phieb­log beschäf­tigt sich in einer drei­tei­li­gen Serie »Meu­chel­puf­fer: Meu­cheln und Puf­fen« mit dem Meu­chel­puf­fer, der Pisole. Der Meu­chel­puf­fer ist ein frü­hes Bei­spiel für die Ein­deut­schung eines Fremd­worts, das sich aber nicht rich­tig durch­set­zen konnte. Michael zeich­net im ers­ten Teil aus­führ­lich die (his­to­ri­sche) Pro­duk­ti­vi­tät des Ver­bes meu­cheln in Nomi­nal­kom­po­sita nach, zeigt, dass Über­reste die­ser Ein­deut­schung noch zu fin­den sind und wid­met sich der Frage, wes­halb Meu­chel­puf­fer für uns trotz­dem selt­sam klingt.

Im [ʃplɔk] setzt sich Kris­tin Kopf tages­ak­tu­ell mit der ortho­gra­phi­schen Ent­wick­lung Von EHEC zu Ehec aus­ein­an­der. Wäh­rend Poli­tik und Medien jeden Tag einen ande­ren Lebens­mit­tel­er­zeu­ger medial gemeu­chelt haben, änderte sich die Schrei­bung inner­halb von Tagen von <EHEC> zu <Ehec> - eine nach­voll­zieh­bare Ent­wick­lung, wie man sie auch bei <SARS> zu <Sars> beob­ach­ten konnte (wenn auch nicht ganz so flott). Emp­feh­lens­wert ist hier auch die Kom­men­tar­dis­kus­sion zur Unsi­cher­heit in der Aus­spra­che und mög­li­chen lin­gu­is­ti­schen Erklä­run­gen die­ser Entwicklung.

Ste­phan Bopp von Fra­gen Sie Dr. Bopp beant­wor­tet in Twenty-one, vingt-et-un, zwan­zi­gund­eins … eine Leser­frage, die sich jeder von uns schon mal gestellt haben dürfte: Wie unter­schied­lich sind die Zähl­sys­teme in den ver­schie­de­nen Spra­chen? Und viel­leicht: Warum? Kom­ple­xi­ti­tät und  Unter­schiede sind nicht immer zufrie­den­stel­lend erklär­bar - Dr. Bopp dis­ku­tiert aber einige plau­si­ble und span­nende Erklä­rungs­an­sätze, die weit über Zahl­sys­teme hinausgehen.

Im Sprach­log sieht sich Ana­tol Ste­fa­no­witsch einem poten­ti­el­len Dilemma gegen­über, den Vor­sit­zen­den des Rates der evan­ge­li­schen Kir­che Deutsch­lands, Niko­laus Schnei­der, ver­tei­di­gen zu müs­sen. In die­sem Fall aller­dings gegen Angriffe aus der Sprach­kri­tik: Der Ver­ein Deut­sche Spra­che (VDS) nomi­nierte Schnei­der unter ande­rem wegen angeb­li­cher »Luther­Ac­tivi­ties« für sei­nen eige­nen Nega­tiv­preis »Sprach­pan­scher des Jah­res«. In Der wun­der­same und geheim­nis­volle Fall des Sprach­pan­schers Niko­laus S. ent­blößt Ana­tol die Nomi­nie­rung und deren Begrün­dung als schrä­ges Mär­chen und schluss­fol­gert, dass bei »Sprach­nörg­lern nach unten immer noch Luft ist«.

Im Text­thea­ter dis­ku­tiert Kilian Evang seine aktu­el­len Lieb­lings­wör­ter. Dar­un­ter fin­den sich so nütz­li­che Begriffe wie ani-placeholder, argu­ably, pres­tine oder die Prä­po­si­tion modulo und wie sie unsere Spra­che berei­chern könn­ten. Der Arti­kel erschien zwar schon Ende Mai - aber für die Bemü­hun­gen, klaf­fende lexi­ka­li­sche Lücken im Deut­schen zu fül­len, mache ich hier eine Aus­nahme (und danke für den Moge­laus­druck).

Ich selbst habe mich im Juni hier bei */ˈdɪːkæf/ der Frage gewid­met, warum die Ansage »Angli­zis­men gehen mir auf den Keks« eigent­lich recht unfrei­wil­lig komisch ist. In Jetzt mal But­ter­cakes bei die Fische (Teil I) wird der Frage nach­ge­gan­gen, wie der Keks über die Cakes ins Deut­sche kam - und warum Kon­rad Duden und seine Redak­tion ent­ge­gen sich hart­nä­ckig hal­ten­der Mythen über die Ein­deut­schung nicht wirk­lich böse gewe­sen sein können.

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Bis­her erschie­nene Aus­ga­ben:
Blog­spek­tro­gramm #1 (beim Sprach­log)
Blog­spek­tro­gramm #2 (beim Sprachlog)

Blogspektrogramm #2

Mittwoch, 15. Juni 2011

Nebenan im Sprach­log ist gerade Folge 2 des Blog­spek­tro­gramms erschie­nen. Auch für den Monat Mai haben das [ʃplɔk], das Text­thea­ter, Dr. Bopp und das Sprach­log wie­der ihre bes­ten Bei­träge des ver­gan­ge­nen Monats nomi­niert. Mir gefällt dabei nicht nur die hohe Qua­li­tät der Bei­träge, son­dern wie­der ein­mal die bunte Viel­falt. Die Aus­wahl ist (noch) klein, aber erlesen.

Mitte Juli wird das Blog­spek­tro­gramm wei­ter­zie­hen und für Folge 3 dann hier bei */ˈdɪːkæf/zu Gast sein.

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Bis­her erschie­nen:
Blog­spek­tro­gramm #1 (beim Sprachlog)